Prof. Dr. Jan Lazardzig

Institut / Einrichtungen:

Fachgebiet / Arbeitsbereich:

Theaterwissenschaft

Professor

Adresse
Grunewaldstr. 35
Raum 164
12165 Berlin
Sekretariat

Sprechstunde

Die Sprechstunde ist montags zwischen 10.00 und 11:30 Uhr in der Grunewaldstraße 35, Raum 164. Bitte melden Sie sich zur Terminabsprache bei Frau Durston im Sekretariat. E-Mail: b.durston@fu-berlin.de; Telefon: +49 30 838 503 10.

Aktuelle Funktionen und Aufgabenbereiche

Stellvertretender Geschäftsführer des Instituts für Theaterwissenschaft (2019-2021)

Vita

Seit April 2017 Professor für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin

2013 - 2017 Associate Professor for Theater and Performance Studies an der Universiteit van Amsterdam

2013 Lehrauftrag am Germanic Studies Department der University of Chicago

2011 - 2013 Feodor Lynen Fellow der Alexander von Humboldt Stiftung an der University of Chicago / Germanic Studies Department (Gastgeber: David Wellbery)

2010/11 Gastprofessur für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Kunstakademie Münster

2010/11 Gastdozentur am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Hildesheim

2008/09 Gastdozentur am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2006 Promotion mit einer Arbeit über „Theatermaschine und Festungsbau – Paradoxe Seiten der Wissensproduktion im 17. Jahrhundert“ (siehe Publikationsliste). Prädikat: summa cum laude

2005 - 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin (Lehrstuhl: Helmar Schramm)

2001 - 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 447 Kulturen des Performativen an der FU Berlin (Sprecherin: Erika Fischer-Lichte).

1996 - 2001 Magisterstudium Geschichtswissenschaft und Theaterwissenschaft im Hauptfach an der FU Berlin

Auszeichnung

  • Research Fellow am Internationalen Forschungskolleg Kulturwissenschaften in Wien (01.03.-01.07.2014)

Wintersemester 2019/20

Basismodul, BA

Einführung in Theorie und Ästhetik: Illusion - Theorien der Täuschung

Montags, 14-18 Uhr

Ideen und Konzepte der Illusionserzeugung, der kunstvollen Täuschung, prägten lange Zeit das Verständnis von Theater in Europa. Dabei wurden, je nach Zeit und Kontext, unter dem Begriff Illusion ganz unterschiedliche Dinge gefasst. Während etwa im 17. Jahrhundert Fragen der Illusionserzeugung in poetologischer Hinsicht diskutiert wurden (wie ist ein Drama zu bauen, so dass es den von Aristoteles aufgestellten Gesetzen der poetischen Wahrscheinlichkeit Genüge tut), wird im theatertheoretischen Diskurs des 18. Jahrhunderts die Illusionserzeugung maßgeblich an der Wirkung des Schauspiels auf den Zuschauer bemessen (Denis Diderots spricht von einer imaginären „vierten Wand“, die zu diesem Zweck zwischen Bühne und Publikum zu errichten sei). Im 19. Jahrhundert verleiht die Möglichkeit einer massenhaften technischen Reproduzierbarkeit von Bildern und Klängen dem Illusionsdiskurs (etwa im Kontext des Naturalismus) immer deutlicher abbildrealistische Züge. Die Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts finden schließlich einen gemeinsamen ästhetischen Nenner in ihrer anti-illusionistischen Stoßrichtung. Während der Illusionsbegriff im ästhetischen Diskurs seine Zentralstellung verliert, spielt er eine wichtige Rolle in der historisch-materialistischen (Karl Marx, Walter Benjamin, Theodor W. Adorno) und psychoanalytischen (Sigmund Freud) Kultur- und Gesellschaftskritik. In jüngerer Zeit ist (erneut) ein kunsttheoretisches Interesse am Begriff der Illusion zu verzeichnen, vor allem in Reaktion auf technisch erzeugte Simulakra sowie auf die Schaffung immersiver Erfahrungen im Grenzbereich zwischen Ausstellung und Aufführung.

Auf der Grundlage einschlägiger Positionen zum Illusionsbegriff bietet das Seminar einen Einstieg in den Studienbereich Theorie und Ästhetik. Studierende erwerben Kenntnisse in der kritischen Lektüre und Analyse dieser Texte und können die jeweiligen Theorien historisch einordnen auf theatrale Phänomene anwenden. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zur Lektüre anspruchsvoller Texte. Seminarbegleitend sollen aktuelle Inszenierungen und Ausstellungen besucht werden.

 

Forschungsseminar, MA

Staging Difficult Pasts: the 30th Anniversary of the Fall of the Berlin Wall        

Dienstags, 10-14 Uhr

Als im November 1989 die Berliner Mauer fiel, schien Vielen für einen kurzen Moment alles möglich – auch ein anderes politisches und ökonomisches System jenseits von Kapitalismus und Kommunismus, welches eine neue Ordnung der Dinge mit sich bringen würde, die bislang als utopisch oder noch nicht existent erachtet wurde. Arthur Kroker und Marilouise Kroker bemerkten entsprechend in ihrem Buch Ideology and Power in the Age of Lenin in Ruins (1991):

"[w]hen the Berlin Wall finally came tumbling down, all of the old comfortable markers of political debate suddenly shattered, revealing in its wake a desperate urgency to rethinking the meaning of ideology and power in a world dominated by the eclipse of the political legitimation of state socialism and by the seeming triumph everywhere now of the rituals of primitive capitalism."

Diese utopische Ontologie kann als Gegenstimme zu Positionen wie jenen von Francis Fukuyama verstanden werden, der in seinem berühmt gewordenen Essay von 1989 „The End of History?“ proklamierte, den “triumph of the West, of the Western idea” und dies in der “total exhaustion of the viable systematic alternative to Western liberalism” begriff, also den ideologischen Sieg der liberalen Demokratie westlichen Zuschnitts als ‚endgültige’ Regierungsform. Oder aber auch als Gegenstimme zu Jürgen Kockas Argument, dass die moderne technologische Gesellschaft auf der Basis des freien Warenverkehrs, hochentwickelten Technologien und demokratischen Institutionen, bürgerliche Freiheiten, soziale Gerechtigkeit und kulturellen Pluralismus sicherstellen würde. Diese Narrative vertraten die Idee, dass Geschichte an ein Ende gekommen sei oder enden würde und demnach die Gegenwart oder unmittelbare Zukunft eine post-historische Situation, eine neue Weltordnung darstellen würde.

Am Vorabend des 30. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer soll dieses Seminar, das in Kollaboration mit der University Minnesota durchgeführt wird, zum einen über Möglichkeiten nachdenken, diesen ‘nach-geschichtlichen’ Zustand zu adressieren und zum anderen die Möglichkeiten der Inzenierung “schwieriger Vergangenheit” zu diskutieren. Zur Erreichung dieses Ziels wird das Seminar performative und historiographische Aspekte des Mauerfall-Gedenkens in den Blick nehmen sowie die Idee der Inszenierung schwieriger Vergangenheit auf beiden Seiten der Grenze. Im Mittelpunkt des ersten Teils des Seminars stehen aktuelle theoretische Positionen zur Historiographie von Theater und Performance: Time, Space, Matter; Writing & History; Foundational & Rhetorical Histories Debates; Historical Archives, Events, Facts, & Objects; Materialist History; New Materialism; and the Politics of Regret. Der zweite Teil basiert auf studentischen Forschungsarbeiten und Präsentationen über den 5., 10., 15., 20., 25. und 30. Jahrestag des Mauerfalls.Gemeinsam mit Studierenden der Theater and Performance Studies von der University of Minnesota unter Leitung von Michal Kobialka soll vom 12.-15. Dezember ein Forschungslabor zur Inszenierung des Mauergedenkens – Staging Difficult Past – stattfinden. Die Bereitschaft zur intensiven Lektüre sowie die Teilnahme an dem mehrtägigen Forschungslabor stellen eine Voraussetzung zur Seminarteilnahme dar.

 

Colloquium

Dienstags, 18-20 Uhr

Das Colloquium dient der Diskussion aktueller Forschungen im Rahmen von Prüfungs- und Qualifikationsvorhaben.

Sommersemester 2019

Theaterbauwissen (Vorlesung, BA/MA)

Theater in Europa: NT Gent mit Exkursion (Hauptseminar, BA)

Theater und Archiv (Hauptseminar und Übung, MA)

Colloquium 

Wintersemester 2018/19

Zwischen Liebe und Revolte. Studentische Lebensformen im Film der Nachkriegszeit (Vorlesung, BA/MA)

Theorien des Spektakels: Guy Debord (Hauptseminar, BA)

Theaterbau der Nachkriegsmoderne (Forschungsseminar, MA)

Colloquium


Sommersemester 2018

Geschichte der Theaterwissenschaft. Episteme, Praktiken, Akteure, 1900-1968 (Vorlesung, BA/MA)

Einführung in die Theaterhistoriographie: Theater und Archiv (Proseminar, BA)

Ausstellungsprojekt: Theaterwissenschaft an der "Frontstadt-Universität", 1948-1968 (Projektseminar, MA)

Colloquium

Wintersemester 17/18

Tiere, Maschinen und andere Menschen. Zur anthropologischen Kritik in den Künsten (Vorlesung, BA/MA)

Geschichte und Theorie der Theaterkritik (Hauptseminar, BA)

Entstehung der Theaterwissenschaft (Hauptseminar, MA)

Colloquium

Sommestersemester 2017

Einführung in die Theaterhistoriographie: Theaterfeindliche Diskurse in der Frühen Neuzeit, 1500-1800 (Proseminar, BA)

Technologies of Theater: Knowledge Transfer in Early Modern Theatre Cultures (Hauptseminar, MA)

Colloquium

Aktuelle Forschungsfelder

  • Architektur-, Technik- und Wissensgeschichte des Theaters
  • Surveillance und Zensur
  • Methoden der Theaterhistoriographie
  • Akademisierung der Künste und Geschichte der Theaterwissenschaft

Theaterhistoriographie. Eine EinführungTübingen: A. Francke, 2012 (Mhg. Viktoria Tkaczyk und Matthias Warstat).


Theatermaschine und Festungsbau. Paradoxien der Wissensproduktion im 17. JahrhundertBerlin: Akademie, 2007.

Wissenschaft aus Gefolgschaft. Der "Fall Knudsen" und die Anfänge der TheaterwissenschaftBerlin: Verbrecher Verlag, 2019 [erscheint in Kürze].


Front Stadt Institut. Theaterwissenschaft an der Freien Universität 1948-1968, Berlin: Verbrecher Verlag, 2018 (Mhg. Peter Jammerthal).

 

„Images en action“. The Theoretical Writings of Claude-François Ménestrier (1631-1705), München: Fink, 2018 (Mhg. Annette Kappeler und Nicola Gess). 

 

Spuren der Avantgarde: Theatrum alchemicum. Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich (Theatrum Scientiarum VI), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2017. (Mhg. Helmar Schramm und Michael Lorber).

 

Technologies of Theater. Joseph Furttenbach (1591-1667) and the Transfer of Technical Knowledge in Early Modern Theater Cultures, Frankfurt a. M.: Vittorio Klostermann, 2016 (Mhg. Hole Rößler).


Ruinierte Öffentlichkeit. Zur Politik von Theater, Architektur und Kunst in den 1950er Jahren, Berlin: Diaphanes, 2012 (Mhg. Claudia Blümle).

            

Spuren der Avantgarde: Theatrum anatomicum. Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich (Theatrum Scientiarum V), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2011 (Mhg. Helmar Schramm und Ludger Schwarte).

 

Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum. Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich (Theatrum Scientiarum IV), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2008 (Mhg. Helmar Schramm und Ludger Schwarte).

 

Instruments in Art and Science – On the Architectonics of Cultural Boundaries in 17th Century (Theatrum Scientiarum II), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2008 (Mhg. Helmar Schramm und Ludger Schwarte) [Englische Übersetzung von Nr. 6].

        

Spektakuläre Experimente – Praktiken der Evidenzproduktion im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum III), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2006 (Mhg. Helmar Schramm und Ludger Schwarte).

 

Instrumente in Kunst und Wissenschaft – Zur Architektonik kultureller Grenzen im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum II), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2006 (Mhg. Helmar Schramm und Ludger Schwarte) [Englische Übersetzung 2008 von Nr. 4].

 

Cabinet, Laboratory, Theatre – Scenes of Knowledge in 17th Century (Theatrum Scientiarum I), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2005 (Mhg. Helmar Schramm und Ludger Schwarte) [Englische Übersetzung von Nr. 8].

 

Kunstkammer, Laboratorium, Bühne – Schauplätze des Wissens im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum I), Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2003 (Mhg. Helmar Schramm und Ludger Schwarte) [Englische Übersetzung 2005 von Nr. 7].

„Theaterwissenschaft für die Frontstadt. Der ‚Fall Knudsen’“, in: Lazardzig, Jan / Jammerthal, Peter (Hg.): Front Stadt Institut. Theaterwissenschaft an der Freien Universität 1948-1968, Berlin: Verbrecher Verlag, 2018, S. 21-46.

 

„Der Herrmann-Schüler Hans Knudsen. Zwischen Institutionalisierung und ‚Gleichschaltung’ der Berliner Theaterwissenschaft“, in: Dörschel, Stephan / Warstat, Matthias (Hg.), Max Herrmann. 100 Jahre „Forschungen zur deutschen Theatergeschichte“, Berlin: Gesellschaft für Theatergeschichte, 2018, S. 123-146.

 

„Der Geschmack der Polizei. Der Literatur- und Theaterhistoriker Carl Glossy (1848-1937) und die Entstehung des Wiener Theaterzensurarchivs“, in: Kappelhoff, Hermann / Wihstutz, Benjamin (Hg.): Geschmack und Öffentlichkeit, Berlin: Transcript Verlag, 2019, S. 139-161.

 

„A Mechano-Poetology of Spectacles: Ménestrier’s Traité des tournois, joustes, carrousels et autres spectacles publics” in: Kappeler, Annette / Lazardzig, Jan / Gess, Nicola (Hg.): „Images en action“. The Theoretical Writings of Claude-François Ménestrier (1631-1705), München: Fink, 2018, S. 363-697.

 

„Joseph Furttenbach and the Transfer of Mechanical Knowledge. New Perspectives on Early Modern Theatre Cultures” in: Lazardzig, Jan / Rößler, Hole (Hg.): Technologies of Theater. Joseph Furttenbach (1591-1667) and the Transfer of Technical Knowledge in Early Modern Theater Cultures, Frankfurt a. M.: Vittorio Klostermann, 2016, S. 271-312.

 

„Performing 'Ruhe': Police, Prevention, and the Archive (c. 1800)” in: Bank, Rosemarie Bank / Kobialka, Michal (Hg.): Theatre/Performance Historiography: Time, Space, Matter, Basingstoke: Palgrave Macmillan, 2015, S. 123-152.

„Architektur-Theater. Wissensräume des Theaters bei Joseph Furttenbach (1591-1667)” in: Weber, Julia / Hauser, Susanne (Hg.): Architektur in transdisziplinärer Perspektive. Von Philosophie bis Tanz. Aktuelle Zugänge und Positionen, Berlin: Transcript Verlag, 2015, S. 313-344.

„Ruhe oder Stille? Anmerkungen zu einer 'Polizey für das Geräusch' (1810)” in: Wagner, Maike (Hg.): Agenten der Öffentlichkeit. Theater und Medien im frühen 19. Jahrhundert, Bielefeld: Aisthesis Verlag, 2014, S. 97-116.

„Aporie der Transparenz. Theaterneubauten der 1950er Jahre” in: Büscher, Barbara / Eitel, V. E. Eitel / von Pilgrim, B. (Hg.): Raumverschiebung. Black Box - White Cube, Hildesheim / Zürich / New York: Georg Olms Verlag, 2014, S. 29-42.

 

„Andere Archive / Other Archives", in: Jahrbuch Internationales Theaterinstitut / Yearbook International Theater Institute (ITI) (2013), S. 5-9.

            

„Polizeiliche Tages-Mittheilungen. Die Stadt als Ereignisraum in Kleists Abendblättern”, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 87.4 (2013), S. 566-587.

 

„Öffentlichkeit in Ruinen – Zum Verhältnis von Theater, Architektur und Kunst in den 1950er Jahren”, in: Blümle, Claudia / Lazardzig, Jan (Hg.): Ruinierte Öffentlichkeit. Zur Politik von Theater, Architektur und Kunst in den 1950er Jahren, Berlin / Zürich: Diaphanes, 2012, S. 9-37.

 

„Projektemacher als Virtuosen des Wissens?,” in: Brandstetter, Gabriele / Brandl-Risi, Bettina / van Eickels, Kai (Hg.): Prekäre Exzellenz. Künste, Ökonomien und Politiken des Virtuosen, Freiburg i. Br.: Rombach Verlag, 2011, S. 37-55.

 

„Labyrinth und Festung. Räumliche Wissensordnungen bei Johann Valentin Andreae”, in: Felfe, Robert / Wagner, Kirsten (Hg.): Museum, Bibliothek, Stadtraum: Kontingenz und Kontrolle in räumlichen Wissensordnungen 1600-1800, Münster: LIT Verlag, 2011, S. 109-139.

 

„Das Labyrinth der Welt. Raumwahrnehmung und Wissensproduktion im 17. Jahrhundert,” in: Röttger, Kati (Hg.): Welt – Bild – Theater. Politik des Wissens und der Bilder, Tübingen: Gunter Narr, 2010, S. 25-35.

 

„Mathematik, Mechanik und das barocke Theater. Überlegungen zur Attraktivität eines Forschungsprogramms”, in: Maske und Kothurn 2/3 (2009), S. 227-245.

 

„Welthaltigkeit und Ortlosigkeit. Über die Architektur der Akademie im 17. Jahrhundert”, in: Bahlmann, Katharina / Oy-Marra, Elisabeth / Schneider, Cornelia (Hg.): Gewusst wo! Wissen schafft Räume, Berlin: Akademie Verlag, 2008, S. 107-134.

 

„Paradoxe Maschinen. Bracelli, Tzara und der Ursprung des Fragens”, in: Schramm, Helmar / Schwarte, Ludger / Lazardzig, Jan (Hg.): Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum. Frühe Neuzeit und Moderne im Kulturvergleich (Theatrum Scientiarum IV), Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2008, S. 214-239 [Russische Übersetzung 2009].

 

„Erreger. Evidenz und Imagination der Syphilis um 1900”, in: Jäger, Ludwig / Wenzel, Horst (Hg.): Deixis und Evidenz, Freiburg i. Br.: Rombach, 2008, S. 153-167.

 

„Gottesfaden und Weltenhebel. Zum Verhältnis von weißer Magie und Mechanik im 17. Jahrhundert”, in: Morgen-Glantz 18 (2008), S. 115-137.

 

„Theater- und Festungsbau. Zur Architektonik des Wissens im Werk des Kriegs- und Zivilbaumeisters Joseph Furttenbach (1591-1667)”, in: Schock, Flemming / Koller, Ariane / Bauer, Oswald (Hg.): Ordnung und Repräsentation von Wissen. Dimensionen der ,Theatrum’-Metapher in der Frühen Neuzeit, Hannover: Wehrhahn, 2008, S. 179-203.

 

„Raumwahrnehmung und Wissensproduktion. Erkundungen im Interferenzbereich von Theorie und Praxis”, in: Lechtermann, Christian / Wagner, Kirsten / Wenzel, Horst (Hg.): Möglichkeitsräume. Zur Performativität von sensorischer Wahrnehmung, Berlin, 2007, S. 123-139.

 

„’Masque der Possibilität’. Projekt und Projektemacherei im 17. Jahrhundert”, in: Schramm, Helmar / Schwarte, Ludger / Lazardzig, Jan (Hg.): Spektakuläre Experimente – Praktiken der Evidenzproduktion im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum III), Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2006, S. 176-212.

 

„Die Maschine als Spektakel. Funktion und Admiration im Maschinendenken des 17. Jahrhunderts”, in: Schramm, Helmar / Schwarte, Ludger / Lazardzig, Jan (Hg.): Instrumente in Wissenschaft und Kunst – Zur Architektonik kultureller Grenzen im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum II), Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2006, S. 167-193 [Englische Übersetzung 2008].

 

„Theatrum syphilidis. Irritation und Infektion bei Arthur Schnitzler”, in: Schaub, Mirjam / Suthor, Nicola / Fischer-Lichte, Erika (Hg.): Ansteckung. Zur Körperlichkeit eines ästhetischen Prinzips, München: Fink, 2005, S. 73-100 (mit Silke Nowak).

 

„Universalität und Territorialität. Zur Architektonik akademischer Geselligkeit am Beispiel der Brandenburgischen Universität der Völker, Wissenschaften und Künste (1666/67)”, in: Schramm, Helmar / Schwarte, Ludger / Lazardzig, Jan (Hg.): Kunstkammer, Laboratorium, Bühne – Schauplätze des Wissens im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum I), Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2003, S. 179-199 [Englische Übersetzung 2005].

 

„Inszenierung wissenschaftlicher Tatsachen. ,Die Schiffbrüchigen’ im Deutschen Theater zu Berlin (1913)”, in: Der Hautarzt 52 (2002), S. 268-276.

Rezensionen

Besprechung von Brigitte Dalinger und Veronika Zangl (Hg.): "Theater unter NS-Herrschaft. Theatre under Pressure", in: HSoz-u-Kult, Vienna: University Press, 2018, (04.2019).

Besprechung von Swetlana Lukanitschewa: "Das Theatralitätskonzept  von Nikolai Evreinov. Die Entdeckung der Kultur als Performance. Theatralität", in: Forum Modernes Theater 2015/1, Bd. 12, hg. von Erika Fischer-Lichte.

Besprechung von Robert Justin Goldstein (Hg.): "The Frightful Stage: Political Censorship of the Theater in Nineteenth-Century Europe", in: theaterforschung.de, Berghahn Books, 2009, (04.05.2011).

Besprechung von Dominik Collet: "Die Welt in der Stube. Begegnungen mit Außereuropa in Kunstkammern der Frühen Neuzeit", in: sehepunkte 10.2, (o.O.): Vandenhoeck & Ruprecht, 2007, (2010).

Besprechung von Robert Felfe and Angelika Lozar (Hg.): "Frühneuzeitliche Sammlungspraxis und Literatur", in: sehepunkte 8, (o.O.): Lukas Verlag, 2006, Nr. 9 (15.09.2008). 

Besprechung von Nic Leonhardt: Piktoral-Dramaturgie. Visuelle Kultur und Theater im 19. Jahrhundert (1869-1899), in: HSoz-u-Kult, (o.O.): Aisthesis, 2007, (13.12.2007).

Übersetzungen (Englisch - Deutsch, Spanisch - Deutsch)

Mandressi, Rafael: “Zergliederungstechniken und Darstellungstaktiken. Instrumente, Verfahren und Denkformen im Theatrum anatomicum der Frühen Neuzeit [“Técnicas de diseccion y tácticas demonstrativas: Instrumentos, procedimientos y orden del pensamiento en la cultura anatómica de la primera modernidad”]", in: Schramm, Helmar / Schwarte, Ludger / Jan Lazardzig (Hg.): Spuren der Avantgarde: Theatrum anatomicum (Theatrum Scientiarum V), Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2011, S. 54-74 (mit Juliane Gaebler).

 

Stafford, Barbara Maria: “Die ‘Katholisierung’ der Projektionstechnologie im Zeitalter der Aufklärung. Theurgie und die medialen Ursprünge der Kunst [“The ‘Catholicization’ of Projective Technology. Theurgy and the Medial Origins of Art”]", in: Schramm, Helmar / Schwarte, Ludger / Lazardzig, Jan (Hg.): Instrumente in Kunst und Wissenschaft – Zur Architektonik kultureller Grenzen im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum II), Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2006, S. 137-166.

 

Stafford, Barbara Maria: “Künstliche Intensität. Bilder, Instrumente und die Technologie der Verdichtung [“Artful Intensity: Images, Instruments and the Technology of Amplification”]", in: Schramm, Helmar / Schwarte, Ludger / Lazardzig, Jan (Hg.): Kunstkammer, Laboratorium, Bühne – Schauplätze des Wissens im 17. Jahrhundert (Theatrum Scientiarum I), Berlin / New York: Walter de Gruyter, 2003, S. 339-358.