Statement des Dekanats zu queerfeindlichen Vorfällen
In den vergangenen Wochen kam es am Institut für Theaterwissenschaft zu mehreren Vorfällen: Während der Orientierungswoche wurde die Pride-Flagge vor dem Institut heruntergerissen. In der Woche darauf wurden Hakenkreuze in einer Toilette des Instituts entdeckt, seitdem kamen weitere rechtsextreme Schmierereien hinzu. Die Institutsleitung hat rechtliche Schritte eingeleitet, die Polizei Berlin ermittelt.
Als Fachbereichsleitung schließen wir uns vollumfänglich der Stellungnahme der Hochschulleitung der Freien Universität Berlin an: Auch wir verurteilen die Vorfälle am Institut für Theaterwissenschaft aufs Schärfste. Queerfeindlichkeit und rechtsextreme Ideologien, die sich gegen Menschen, ihre Rechte und das gleichberechtigte Zusammenleben richten, haben an unserer Universität nichts zu suchen.
Allen Hochschulangehörigen, die sich durch diese Vorfälle angegriffen, bedroht oder verunsichert fühlen, gilt auch unsere Unterstützung und Verbundenheit. Die Universität muss ein Ort sein, an dem alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität sicher lernen, arbeiten, lehren und forschen können.
Als Ort von Forschung, Lehre und kritischem Denken tragen wir eine besondere Verantwortung, diese Werte zu schützen und im universitären Alltag mit Leben zu füllen. Solidarität und diskriminierungsfreies Miteinander sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen immer wieder verteidigt und aktiv gestaltet werden.
Wir unterstützen die Aufklärung der Vorfälle und die Ermittlungen der Polizei. Und wir wiederholen: Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus dürfen an der Freien Universität keinen Platz haben.
Wir möchten dazu ermutigen, bei Bedarf die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Freien Universität in Anspruch zu nehmen.
Das Dekanat des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften
Prof. Michael Gamper
Prof. Judith Meinschaefer
Prof. Jutta Müller-Tamm
Sonja Schneller




