Wissenschaft aus Gefolgschaft. Der "Fall Knudsen" und die Anfänge der Theaterwissenschaft

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Jan Lazardzig – 2019

Das Buch erzählt den Fall des Berliner Kritikers und Theaterwissenschaftlers Hans Knudsen (1886–1971). Als Assistent des Berliner Germanisten Max Herrmann hat Knudsen wesent lichen Anteil an der Gründung des ersten Theater wissen schaftlichen Instituts in den 1920er Jahren in Berlin. Während Herrmann als Jude aus der Universität gedrängt wird und 1942 in Theresienstadt stirbt, dient Knudsen sich dem NS-Kulturapparat an und wird 1944 mit einer sogenannten Führer-Professur für Theaterwissenschaft belohnt. Drei Jahre nach Kriegsende gehört Knudsen zu den Gründungsprofessoren der Freien Universität Berlin, an der er bis zur Mitte der 1960er Jahre lehrt. Erst jetzt beginnt eine öffentliche Auseinandersetzung über die Vertreter der »braunen Universität« (Rolf Seeliger). Auf der Folie der akademischen Karriere Hans Knudsens fragt das Buch nach unterschiedlichen Formen von Treue und Gefolgschaft in der Wissenschaft.

Titel
Wissenschaft aus Gefolgschaft. Der "Fall Knudsen" und die Anfänge der Theaterwissenschaft
Verfasser
Verlag
Verbrecher Verlag (erscheint in Kürze)
Ort
Berlin
Schlagwörter
Theaterwissenschaft
Datum
2019
Zitierweise
978-3-95732-384-2
Sprache
ger
Art
Text
Größe oder Länge
200 S.