M.A. Theaterwissenschaft

HINWEIS: In den Masterstudiengängen Theater- und Filmwissenschaft ist eine Bewerbung zum 1. Fachsemester ausnahmsweise zum Sommersemester 2020 möglich. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 01.12.2019 bis 15.01.2019. Hier gelangen Sie zu den → Bewerbungsportalen, die zum genannten Zeitraum geöffnet werden.


Theaterwissenschaft wird im Masterstudiengang als eine Disziplin an der Schnittstelle von Kultur-, Kunst- und Medienwissenschaften verstanden, die interdisziplinäre Offenheit pflegt und das Wechselverhältnis von Theorie und Praxis wie auch von Wissenschaften und Künsten in ihren Fragestellungen, Methoden und Darstellungsweisen berücksichtigt.

Der Masterstudiengang ist ein forschungsorientierter Studiengang, der zu theaterwissenschaftlicher Forschung qualifiziert und dabei das Wechselverhältnis von theoretischer Reflexion und künstlerisch-medialer Praxis berücksichtigt. Das Studium ist vorwiegend theoretisch-analytisch und historisch-kritisch ausgerichtet. Es leistet keine künstlerisch-technische Ausbildung.

Das Masterstudium Theaterwissenschaft baut auf einem Bachelorabschluss in Theaterwissenschaft oder einem gleichwertigen anderen Hochschulabschluss auf.

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Das Studium wird mit einer Masterarbeit abgeschlossen.

Alle Informationen zum Masterstudiengang Theaterwissenschaft (M.A.) sind in der Studien- und Prüfungsordnung zu finden. 

Gegenstände des Studiums

Der Masterstudiengang Theaterwissenschaft umfasst die Bereiche Theorie und Ästhetik, Gegenwartstheater / Aufführungsanalyse, Theatergeschichte, Theater / Künste / Medien und legt darüber hinaus einen Schwerpunkt auf aktuelle Perspektiven der Forschung und Forschungspraxis. Zentral sind nicht nur theatrale Aufführungen aller Gattungen (Schauspiel, Musiktheater, Tanztheater, Performance Kunst), sondern auch theatrale Denk- und Handlungsweisen in allen Bereichen der Gesellschaft (die heute unter dem Begriff der Theatralität gefasst werden), in historischer Perspektive ebenso wie mit Blick auf die performativen Kulturen der Gegenwart.

Das Institut für Theaterwissenschaft nutzt seine Kontakte zu anderen theaterwissenschaftlichen Instituten in Europa und weltweit wie auch zu den Berliner Theatern und Kulturinstitutionen, um ein Studium auf höchstem internationalem Niveau zu gewährleisten. Eine hochkarätige internationale Einbettung des Masterstudiengangs ist gewährleistet durch enge Kontakte zu dem Forschungskolleg „Internationale Verflechtung von Theaterkulturen“ sowie durch weitere am Haus angesiedelte Forschungsprojekte. Für interdisziplinäre Impulse sorgen die benachbarten Sonderforschungsbereiche „Affective Societies“ und „Episteme in Bewegung“, deren Konferenzen und Vorträge den Masterstudierenden zumeist offen stehen.

Studienziele und Berufsqualifikation

Absolventinnen und Absolventen verfügen über vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse und weiterführende berufsqualifizierende Kompetenzen.

Der Masterstudiengang qualifiziert zu theaterwissenschaftlicher Forschung und berücksichtigt dabei das Wechselverhältnis von theoretischer Reflexion und künstlerisch-medialer Praxis. Das vorwiegend theoretisch-analytisch und historisch-kritisch ausgerichtete Studium qualifiziert für unterschiedliche Tätigkeitsbereiche in Wissenschaft, Theater, Film, Fernsehen, Rundfunk, Presse und kulturellen Einrichtungen.

Theaterwissenschaftlerinnen und Theaterwissenschaftler arbeiten in diesen Tätigkeitsbereichen in verschiedensten Funktionen. Die im Fach vermittelte interdisziplinäre Offenheit, die Fähigkeit zur Reflexion ästhetischer, theatraler und medialer Prozesse sowie die für das Fach charakteristische Genauigkeit des Beobachtens und Beschreibens sind wichtige Ressourcen, die die Absolventinnen und Absolventen in ihre Berufspraxis einbringen können.

Aufbau des Studiums - Module - Bewerbung


Der Masterstudiengang gliedert sich in sechs Module und schließt mit dem Verfassen einer Masterarbeit ab. Für das zweite oder dritte Semester wird ein Auslandsaufenthalt empfohlen (Erasmus+ Programm oder DAAD).




Theatergeschichte
Das Modul behandelt theaterhistoriographische Probleme im kultur-, politik-, sozial- und geschlechtergeschichtlichen Zusammenhang. Theatergeschichte wird dabei als eine Beschäftigung mit theatralen Strukturen, Diskursen und Phänomenen in allen Bereichen von Kultur und Gesellschaft aufgefasst.

Theorie und Ästhetik
Das Modul behandelt die Zugänge und Perspektiven, die theaterwissenschaftliche Forschung zu Fragen der ästhetischen Theorie und Kulturtheorie eröffnen kann. Die Studierenden werden in die für die gegenwärtige Forschungspraxis der Theaterwissenschaft besonders relevanten Theoriediskurse eingeführt (zum Beispiel Theorien des Performativen, des Theatralen, des Ästhetischen, Gender-Aspekte, Medientheorien, Kulturtheorien).

Gegenwartstheater / Aufführungsanalyse
Das Modul behandelt verschiedene Ansätze zur Aufführungsanalyse. Die Studierenden werden in die für die gegenwärtige Forschungspraxis der Theaterwissenschaft besonders relevanten Positionen zum Gegenwartstheater und zur Aufführungsanalyse eingeführt.

Theater / Künste / Medien
Das Modul behandelt die Erforschung theatraler Formen an den Schnittstellen der verschiedenen Künste und Medien. Im Mittelpunkt steht die Beschäftigung mit Fragen von Medienwechsel, Intermedialität, Intertextualität und Hybridität, mit InterArt-Phänomenen sowie mit den für die Erforschung dieser Gebiete unverzichtbaren komparativen Methoden.

Aktuelle Perspektiven der Forschung
Das Modul gibt Einblicke in aktuelle, am Institut praktizierte Forschungsfelder, in denen das Institut Schwerpunkte der Forschung gesetzt hat und setzt (etwa zu Theatralität, Kulturen des Performativen, Verflechtungen von Theaterkulturen, InterArt-Phänomenen, Ästhetischer Erfahrung, Emotionsforschung, Genderdiskursen etc.).

Forschungspraxis
In diesem Modul bearbeiten die Studierenden auf der Grundlage ihrer erworbenen Kenntnisse eine frei gewählte theaterwissenschaftliche Problemstellung selbstständig. Im Vordergrund steht die Arbeit an eigenen Formaten der Präsentation der Forschungsergebnisse und deren Umsetzung.

Allgemeine Informationen zu Modulen und Leistungspunkten (LP)

Das Bewerbungs- und Zulassungsverfahren wird von der Freien Universität Berlin zentral organisiert.

Alle Informationen finden Sie hier: Bewerbung und Zulassung


Für den Zugang zum Masterstudiengang müssen Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Voraussetzungen nachweisen:

  • Bachelorabschluss in Theaterwissenschaft oder gleichwertiger anderer Hochschulabschluss, der den Inhalten und der Struktur des Bachelorstudiengangs Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin entspricht.

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt.

Weitere Informationen finden Sie in der Zugangssatzung für den Masterstudiengang Theaterwissenschaft.


Für die Bewerbung zum Masterstudiengang Theaterwissenschaft gelten folgende Fristen:

Für das 1. Fachsemester:    

  • 15.04.-31.05. (Studienbeginn im Wintersemester)

Für höhere Fachsemester:  

  • 01.07.-15.08. (für das 3. Semester, Studienbeginn im Wintersemester)
  • 01.01.-15.02. (für das 2. und 4. Semester, Studienbeginn im Sommersemester)

Bitte beachten Sie die Informationen zur Bewerbung auf ein höheres Fachsemester.