Lesen und emotionale Kompetenzen: Zum Zusammenspiel sprachlicher und emotionaler Kompetenzen und ihrer Veränderbarkeit

Emotionale Kompetenzen stellen zentrale Schlüsselqualifikationen dar, denen in allen Lebensbereichen eine große Bedeutung zukommt. Trotz ihrer Relevanz gibt es bisher nur sehr wenige längsschnittlich orientierte Studien, die sich der Entwicklung emotionaler Kompetenzen im Kindes- und Jugendalter, ihrer Bedingungen und ihrer Veränderbarkeit widmen. Ersten wenigen Studien zufolge hängen emotionale Kompetenzen in hohem Ausmaß mit sprachlichen Kompetenzen zusammen, und es stellt sich die Frage, inwieweit die Auseinandersetzung mit Literatur emotionale Kompetenzen fördern kann. Hierzu gibt es jedoch keine Studien.

In diesem Projekt soll ein Interventionsprogramm zur Förderung emotionaler Kompetenzen für neun- bis zehnjährige Kinder entwickelt und anhand eines Prä-Post-Interventions-Kontrollgruppen-Design evaluiert werden. Das Interventionsprogramm basiert auf der Lektüre ausgewählter emotionsbezogener Texte der Kinder- und Jugendliteratur, die in Kleingruppen besprochen werden. Zentrale Forschungsfrage ist hierbei, inwieweit die Lektüre von emotionsbezogenen Texten der Kinder- und Jugendliteratur emotionale Kompetenzen fördern kann. Zur Evaluation der Intervention sollen Verfahren zur Erfassung emotionaler und sprachlicher Kompetenzen für den Altersbereich neun bis zehn Jahre (weiter-) entwickelt und validiert werden.

Leiter/innen des Projekts: M. Eid, I. Heuser, G. Klann-Delius, W. Menninghaus, R. Steinlein, G. Witte

Fachgebiete: Psychologie, Literaturwissenschaft, Linguistik (Area C)