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Über uns

Liebe Freundinnen und Freunde des Italienzentrums

es ist uns eine große Freude, unser Programm des Wintersemesters 2022/23 mit einem Beitrag des italienischen Botschafters zu eröffnen. S.E. Armando Varricchio wird uns am 24. Oktober einen Einblick in den Arbeitsalltag der italienischen Botschaft zwischen Tagespolitik, repräsentativen Pflichten und der Pflege diplomatischer Beziehungen geben.

Die alljährliche „Settimana della Lingua Italiana nel Mondo“ widmet sich dieses Jahr dem Italienischen, das von jungen Menschen gesprochen und geschrieben wird. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern des Italienischen Kulturinstituts eröffnet unser Beiratsmitglied Prof. Dr. Lorenzo Filipponio von der Humboldt-Universität die Reihe am 17. Oktober in der italienischen Botschaft mit dem Vortrag „Non ti followo, ma ti seguo. L’italiano dei giovani e il giovane italiano“. An der Freien Universität begrüßen wir in der gleichen Woche Prof. Federico Vicario von der Universität Udine, der am 21. Oktober anhand des Friulanischen die Position junger Sprecher:innen zwischen Identität und Wandel darlegt. In einer für die Öffentlichkeit zugänglichen Lehrveranstaltung am 22. Oktober erläutert Professor Vicario anhand lexikographischer Quellen die früheren Verschriftlichungen des Friulanischen als Grundlage des heute noch gesprochenen „furlan“.

Unter der Federführung unseres Beiratsmitglieds Prof. Dr. Cornelia Klettke findet in Kooperation mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin und dem Italienzentrum vom 27.-29. Oktober eine Tagung zum Thema Dante und Botticelli im Kupferstichkabinett und an der Universität Potsdam statt. Anlässlich des 100. Jubiläums des Geburtsjahrs des italienischen Schriftstellers, Essayisten und Kritikers Giorgio Manganelli veranstaltet das Italienische Kulturinstitut in Zusammenarbeit mit dem Wagenbach Verlag, der Universität Roma Tre und dem Italienzentrum am 22. November eine „Serata Manganelli“, die sich unterschiedlichen Aspekten im Werk und Leben Manganellis widmen wird.

In Kooperation mit unseren Partnern der Humboldt-Universität zu Berlin präsentieren wir im Dezember zusammen mit dem Autor Prof. Fabrizio Franceschini von der Universität Pisa die Monographie „Il chimico libertino. Primo Levi e la babele del lager“. Im Januar wird dann der Linguist Prof. Massimo Vedovelli in seinem Vortrag an der HU die Frage erörtern, ob das Italienische des Jahres 2020 eine Sprache für die globalisierte Welt ist.
Besonders freuen wir uns, eine ehemalige Gastforscherin des Italienzentrums am 9. Dezember zu einer Vorstellung ihrer aktuellen Studien zu Benedetto Varchi begrüßen zu dürfen. Der Vortrag von Dr. Selene Maria Vatteroni präsentiert unter dem Titel „Ricotte, uova sode e altri cibi paradossali“ eine neue Textausgabe der burlesken Dichtung Varchis und verspricht in hintergründigen Wortspielen nur auf den ersten Blick Kulinarisches. Den aktuellen Bezügen zwischen Literatur und Ökologie und den Erzählungen des Anthropozäns widmet sich schließlich der Vortrag von Prof. Niccolò Scaffai am 19. Januar.

In der Reihe Geschichte, Politik und Gesellschaft wenden wir uns am 8. November in einem von Prof. Silvana Greco von der Technischen Universität Dresden angeregten und moderierten Workshop „vergessenen“ italienischen Soziologen wie Moses Dobruska, Vilfredo Pareto und Enzo Paci zu. Als Gäste eingeladen sind Prof. Massimo Cerulo von der Université Paris V Descartes sowie ebenfalls von der TU Dresden der Soziologe Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg.

Die Ausstellung „Donatello. Erfinder der Renaissance“, die vom 2. September 2022 bis zum 8. Januar 2023 in der Gemäldegalerie am Kulturforum Berlin gezeigt wird, ist für uns ein willkommener Anlass, den Kunsthistoriker Prof. Dr. Frank Fehrenbach von der Universität Hamburg zu einem Vortrag über „Donatello und die Kräfte der Skulptur“ einzuladen. Für einen exklusiven Einblick in die Ausstellung selbst konnten wir den Kurator Dr. Neville Rowley gewinnen. Da die Teilnahme auf 15 Plätze beschränkt ist, bitten wir Sie um Anmeldung per Mail unter italzen@zedat.fu-berlin.de.
Es freut uns außerdem sehr, dass Prof. Alessandro D’Alessio seinen letztes Semester leider ausgefallenen Vortrag über Ostia und den dortigen antiken Hafenbezirk am 9. Januar nachholen wird. Professor D’Alessio ist der Direktor des Archäologischen Parks Ostia Antica und sein Vortrag erlaubt es uns, unsere sehr gute Zusammenarbeit mit dem Institut für Klassische Archäologie auch im Wintersemester fortzusetzen.
In seinem Buch „Privati del patrimonio“ hat Prof. Tomaso Montanari bereits 2015 die Idee, Denkmalschutz durch die Privatisierung öffentlichen Kulturguts zu finanzieren, kritisch diskutiert. Einen aktualisierten Beitrag zum Thema wird er nun an der Freien Universität Berlin unter dem Titel „Italia sacra: Il patrimonio culturale religioso tra tutela e rovina“ vorstellen. Leider stand zu Redaktionsschluss der genaue Termin noch nicht fest. Wir bitten Sie daher, sich auf unserer Webseite www.fu-berlin.de/italienzentrum dazu zu informieren.

Wir knüpfen am 1. Dezember an unsere Diskussionen zu italienischem (Post-)Kolonialismus an und sprechen in einer der Öffentlichkeit zugänglichen Live-Videokonferenz mit dem Regisseur Valerio Ciriaci und dem Produzenten Isaak Liptzin, den Gründern von awèn Films. Mit ihrem Werk „If I only were that warrior“ haben Ciriaci und Liptzin 2015 einen Film über die italienische Besetzung Äthopiens ab 1935 vorgelegt, in dem durch die (Familien-)geschichte dreier Protagonist:innen die Auswirkungen dieser Okkupation und das Erinnern an die koloniale Vergangenheit Italiens und Äthiopiens thematisiert werden. Wir bitten um Anmeldung zum virtuellen Gespräch und stellen allen Interessierten eine Möglichkeit zur Verfügung, den Film in Vorbereitung auf den Termin online zu sehen.

Dass Regierungen in Italien öfter wechseln als es im europäischen Durchschnitt üblich ist, ist bekannt. Inwieweit dies insbesondere mit Fragen des Wahlrechts zusammenhängen mag, erläutert unser Gast Prof. Andrea De Petris am 31. Oktober. Den Auswirkungen von Frauenquoten in Firmenvorständen und den jüngsten Entwicklungen des italienischen Gesellschaftsrechts widmet sich die Anwältin Dr. Cecilia Carrara am 6. Dezember in zwei Vorträgen, die wir in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin veranstalten.

Unsere Reihe „Work IT“ setzen wir am 13. Dezember für die Bereiche Verlagswesen und Übersetzung sowie am 7. Februar für die Bereiche Kunst und Kultur fort. In diesen digital übertragenen Videokonferenzen stellen wir junge Berufstätige vor, für deren Werdegang und Profession Italienischkenntnisse eine zentrale Rolle gespielt haben bzw. spielen. Fragen dürfen gestellt werden und da die genaue „Besetzung“ der beiden Termine bei Redaktionsschluss noch nicht feststand, möchten wir alle Interessierten auch hier einladen, sich auf unserer Webseite zu informieren, die wir stetig aktualisieren.

Nach zweieinhalb Jahren Pandemie sind wir glücklich, seit dem Frühjahr 2022 wieder Veranstaltungen in Präsenz anbieten zu können. Da wir aber allen, die zu unseren Terminen nicht persönlich in Berlin sein können, weiterhin einen Zugang gewähren möchten, finden die meisten unserer Veranstaltungen hybrid statt, einige wenige voll virtuell oder voll präsentisch. Wie schon in den letzten Semestern möchten wir Sie daher weiterhin darum bitten, die für jede Veranstaltung geltende Modalität (präsentisch, hybrid, virtuell) und das aktuell geltende Hygienekonzept vor dem Besuch auf unserer Webseite www.fu-berlin.de/italienzentrum einzusehen. Am einfachsten können wir Sie von eventuell auch kurzfristigen Änderungen informieren, wenn Sie sich per Mail (italzen@zedat.fu-berlin.de) für die Veranstaltungen Ihrer Wahl anmelden. Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns sehr, Sie im Wintersemester präsentisch und/oder digital zugeschaltet wieder zahlreich bei uns begrüßen zu können. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich sowie uns weiterhin gewogen,

Cordiali saluti

Bernhard Huss und Sabine Greiner