Springe direkt zu Inhalt

Über uns

Liebe Freundinnen und Freunde des Italienzentrums,

wir hoffen, dass Sie und die Ihnen Nahestehenden gut durch die letzten drei Semester gekommen sind, und wir danken all denjenigen, die unseren digital übertragenen Veranstaltungen mit großem Interesse gefolgt sind. Wir freuen uns sehr, dass wir im Wintersemester voraussichtlich wieder Veranstaltungen in Präsenz anbieten können. Da sich die pandemische Lage nach wie vor dynamisch gestaltet, bitten wir Sie, die für jede Veranstaltung vorgesehene Modalität (präsentisch, hybrid oder virtuell) auf unserer Webseite www.fu-berlin.de/italienzentrum einzusehen. Dort teilen wir gegebenenfalls kurzfristige Aktualisierungen mit. Auch die jeweils für die Veranstaltungen gültigen Corona-Schutzmaßnahmen werden dort zu finden sein – momentan (Sept. 2021) gelten die 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet mit jeweiligen zertifizierten Nachweisen [keine Selbsttests]), Maskenpflicht (in unseren Veranstaltungen FFP2) und Anwesenheitsdokumentation. Um regelmäßig Einladungen zu einzelnen Veranstaltungen zu erhalten und automatisch über Änderungen informiert zu werden, können Sie sich auf der oben genannten Webseite auch in unseren Newsletter eintragen.
Positiv zu vermerken ist, dass wir durch die digitale Übertragung unserer Veranstaltungen in den letzten Semestern eine große Anzahl von Interessent:innen hinzugewonnen haben, die oft der jeweiligen Veranstaltung gar nicht präsentisch hätten beiwohnen können. Diesem Publikum werden wir gerne weiterhin die Möglichkeit geben, die Beiträge digital zu verfolgen und sich virtuell an der Diskussion zu beteiligen.

Wir freuen uns sehr, dass wir unser Programm des Wintersemesters am 25. Oktober mit einem Beitrag des italienischen Botschafters S.E. Armando Varricchio eröffnen werden und danken dem Botschafter und der Italienischen Botschaft für ihre wie immer großzügige und zuverlässige Unterstützung.
Ein weiterer großer Dank geht an Prof. Maria Carolina Foi und ihr Team des Italienischen Kulturinstituts Berlin für die kontinuierlich gute Zusammenarbeit, auch unter herausfordernden Bedingungen. Da das 1996 gegründete Italienzentrum in diesem Jahr auf 25 Jahre Kooperation mit unseren italienischen Partner:innen zurückschauen kann, feiern wir unsere „Silberhochzeit“ Anfang Dezember mit einem gemeinsamen Studiennachmittag, der sich der Rezeption und den Übersetzungen von Dantes Werken in Deutschland widmen wird.
Es ist uns darüber hinaus eine Freude, dass wir die diesjährige „Settimana della Lingua Italiana“, die ebenfalls im Zeichen des Dante-Jubiläums stehen wird, mit den Vorträgen zweier unserer Beiratsmitglieder gemeinsam mit dem Italienischen Kulturinstitut begehen können: Am 18. Oktober spricht Prof. Dr. Lorenzo Filipponio mit Gästen über „Dante in drei Wörtern: Etymologie und Geschichte“. Prof. Dr. Annette Gerstenberg beleuchtet dann zwei Tage später mit ihren Mitarbeiterinnen Eman El Sherbiny Ismail und Dr. Marta Lupica Spagnolo die „Sprache der anderen: Spracheinstellungen bei Dante – und heute“.

Zum hundertsten Geburtsjahr des sizilianischen Schriftstellers Leonardo Sciascia richten die Potsdamer Kolleg:innen um unser Beiratsmitglied Prof. Dr. Cornelia Klettke am 4. November einen internationalen Studientag aus, der sich aus verschiedenen Perspektiven dem „sguardo“ dieses „unbequemen Intellektuellen“ widmen wird.
Ebenfalls in Kooperation mit der Universität Potsdam, diesmal mit Beiratsmitglied Prof. Dr. Annette Gerstenberg und ihrem Team, heißen wir am 9. November die Linguistin Prof. Federica Guerini von der Universität Bergamo willkommen, die über „La commutazione di codice come strategia narrativa nel corpus ParVa“ referieren wird („ParVa“ steht für Partigiani Val Camonica und die so bezeichnete Sammlung besteht aus halbstrukturierten Interviews mit 24 ehemaligen Widerstandskämpfer:innen).
Zwei weitere Gäste beschäftigen sich aus unterschiedlicher Perspektive mit italienischen Dialekten: Prof. Patrizia Del Puente, die vor gut zehn Jahren einen zweibändigen Atlante linguistico della Basilicata vorgelegt hat, stellt am 25. November ein analoges Projekt für die lukanischen Dialekte vor. Die Übersetzerin Annette Kopetzki aus Hamburg widmet sich am 9. Dezember der Frage, wie Dialekt in der italienischen Literatur ins Deutsche übertragen werden kann.
Diejenigen unter Ihnen, die sich schon einmal gefragt haben, ob und wie im Italienischen gegendert werden kann, laden wir gerne zu einer Begegnung mit Vera Gheno am 13. Januar ein. Die Linguistin wird die neuesten Entwicklungen und Diskussionen unter dem Titel „Ministra è come maestra. Le discussioni linguistiche sul genere in Italia“ vorstellen.

Weitere Früchte unserer intensiven Zusammenarbeit mit dem Kulturinstitut sind im November zum einen die Begegnung mit dem Schriftsteller Mario Desiati, der als ,artist in residence‘ des IIC für einen Monat in Berlin leben und arbeiten wird. Zum anderen findet vom 29. bis zum 30. November eine internationale Tagung zum hundertsten Geburtstag von Andrea Zanzotto unter dem Titel „Zanzotto europeo, la sua poesia di movimento“ statt, die das IIC Berlin in Kooperation mit dem IIC Paris und dem Italienzentrum durchführt.

In unserer Reihe Kunstgeschichte und Archäologie stellt Professor Gabriele D’Autilia am 14. Dezember die Kultur des analogen und digitalen Fotografierens in Italien vor und konzentriert sich dabei auf die verschiedenen Formen der (Selbst-)Darstellung – der Fotografierenden und Fotografierten, aber letztlich auch der Gesellschaft.
Im Rahmen unserer fruchtbaren Kooperation mit dem Institut für Klassische Archäologie begrüßen wir dann am 17. Januar Professor Luigi Maria Caliò, der auf Basis neuester Grabungsergebnisse aus Agrigento die Entwicklung dieser sizilianischen Stadt in der Antike präsentieren wird.

Auch in diesem Wintersemester wird die römische Rechtsanwältin Dr. Cecilia Carrara in Zusammenarbeit mit unserem Beiratsmitglied Prof. Dr. Christian Armbrüster aktuellste Entwicklungen im italienischen Gesellschaftsrecht vorstellen. Besonders freut es uns aber, dass Dr. Carrara darüber hinaus den Anstoß zu einem internationalen Workshop über den Vergleich von Schiedsverfahren in Italien und Deutschland mit der Associazione Italiana Arbitri und der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit gegeben hat, zu dem wir Sie am 16. November ebenfalls herzlich einladen.
Unserem juristischen Gastdozenten Dr. Fernando D’Aniello danken wir für die Anregung, den Rechtsphilosophen Prof. Mario G. Losano für zwei Beiträge im Februar einzuladen: Am 7. Februar wird Prof. Losano an der Freien Universität Berlin die Thesen seiner Monographie „Le tre costituzioni pacifiste: Il rifiuto della guerra nelle costituzioni di Giappone, Italia e Germania“ erläutern und am darauffolgenden Tag einen Beitrag in der Veranstaltungsreihe des Italienischen Kulturinstituts präsentieren.

Den Abschluss des Wintersemesters begehen wir am 25. Februar mit einem Workshop zu den Trionfi Francesco Petrarcas, dem erzählenden Großtext in Terzinen, mit dem der ‚Vater des Humanismus‘ mit Dante rivalisieren wollte. Eine internationale Gruppe von Experten arbeitet in diesen Monaten an einem neuen Kommentar zu Petrarcas Text. Die Veranstaltung ist als öffentliches Werkstattgespräch mit allen Beteiligten angelegt.

Wir freuen uns sehr, Sie im Wintersemester präsentisch und/oder digital zugeschaltet wieder zahlreich bei uns begrüßen zu können. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich sowie uns gewogen,

Cordiali saluti

Bernhard Huss und Sabine Greiner