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Über uns

Liebe Freundinnen und Freunde des Italienzentrums,

als Semesterauftakt und zur Feier unseres 25jährigen Bestehens veranstalten wir am 25. April zusammen mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin einen deutsch-italienischen Workshop zur Übertragung von Dantes Commedia ins Deutsche. Neben Reflexionen zur Theorie des Übersetzens beschäftigen sich unser Direktor Prof. Dr. Bernhard Huss sowie unsere Gäste Dr. Irene Fantappiè und Prof. Dr. Ludger Scherer sowohl mit historischen, als auch aktuellen Übertragungen von Dantes berühmtestem Werk in die deutsche Sprache. Es schließt eine lectio magistralis des Dante-Experten Prof. Carlo Ossola an, dessen „Introduzione alla Divina Commedia“ 2012 mit dem Premio De Sanctis ausgezeichnet wurde.

Unser Beiratsmitglied Prof. Dr. Annette Gerstenberg und ihr Team führen am 12. Mai die Vortragsreihe zur Analyse narrativer Strategien in der Linguistik mit einem Vortrag von Prof. Sabina M. Perrino von der Binghamton University/State University of New York zu „Chronotopic Identities: Narrating Made in Italy across Spatiotemporal Scales“ fort. Mitte Juni stellt darauf Dr. Paolo Rigo von der Universität Roma Tre seine jüngst erschienene Studie über den florentinischen Stilnovismus und Cavalcanti an der Freien Universität Berlin vor und vertieft deren Thesen in der Diskussion mit uns. Im Rahmen der Reihe „Italien liest“ veranstaltet das Italienische Kulturinstitut Berlin am 23. Juni in Zusammenarbeit mit uns und dem Goethe-Institut Rom einen Abend, an dem zwei neue Autor:innenstimmen aus Italien und Deutschland zu hören sein werden. Ebenso freut es uns, dass wir auch in diesem Semester die artist in residence des Kulturinstituts für ein Gespräch an der Freien Universität Berlin begrüßen können. Claudia Durastanti, bekannt unter anderem für ihren 2021 auf Deutsch erschienenen Roman Die Fremde (La straniera, 2019), wird am 29. Juni bei uns sein.
Mitte September veranstalten wir in Kooperation mit dem Exzellenzcluster EXC 2020 „Temporal Communities“ einen öffentlichen Workshop zu den Gefühlswelten in petrarkistischer Dichtung der Renaissance.

Außerdem laden wir Sie in diesem Semester zu zwei historischen Beiträgen ein, die Schlaglichter auf weniger bekannte Aspekte italienischer (und teilweise auch deutscher) Geschichte werfen. Am 17. Mai stellt Carlo Greppi am Beispiel des Marinehauptmanns Rudolf Jacobs die Geschichte von Wehrmachtsangehörigen vor, die sich im Zweiten Weltkrieg nach 1943 dem italienischen Widerstand, der Resistenza, angeschlossen haben. Sein Kollege Francesco Filippi spricht dann am 28. Juni in seinem Beitrag „Le colonie italiane tra bugie, razzismi e amnesie“ über Wahrnehmungen der Geschichte der italienischen Kolonien, die teilweise Eingang in das kollektive Gedächtnis Italiens gefunden haben, ohne immer auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft worden zu sein.

Unsere sehr bewährte Zusammenarbeit mit dem Institut für Klassische Archäologie setzen wir am 13. Juni mit einem Beitrag des Direktors des Archäologischen Parks Ostia Antica, Prof. Alessandro D’Alessio, über Ostia und den dortigen antiken Hafenbezirk fort. Die Kunsthistorikerin Dr. Viviana Costagliola von der Bibliotheca Hertziana Rom, die in diesem Semester Fellow des Exzellenzclusters EXC 2020 an der Freien Universität ist, stellt am 4. Juli ihr aktuelles Projekt „Agents of blindness: travel guides and photography of Southern Italy (1869-1927)“ vor.

In Kooperation mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und unseren Kolleg:innen vom Italien-Zentrum der Technischen Universität Dresden veranstalten wir für zwei Gruppen von Studierenden der FU Berlin und der TU Dresden eine Exkursion zur Ausstellung „Höllenschwarz und Sternenlicht. Dantes Göttliche Komödie in der Moderne und Gegenwart“.
Der Frage, welche Berufsfelder sich durch die Kenntnis der italienischen Sprache erschließen, möchten wir uns zusammen mit unserer Kollegin Josephine Löffler vom Büro ViaVai für deutsch-italienischen Jugendaustausch anhand von vier thematisch gruppierten Begegnungen mit jungen Berufstätigen widmen. Bei den ersten beiden virtuellen Treffen geht es am 10. Mai um den Sektor Sprach- und Kulturvermittlung, am 12. Juli um die Bereiche Wirtschaft und Kommunikation. Zwei weitere Gespräche sind für das kommende Wintersemester vorgesehen. Die Veranstaltungen wenden sich vor allem an junge Menschen, die Italienisch lernen – oder lernen wollen – und sich gerne informieren möchten, in welchen Bereichen ihre zukünftigen Sprachkompetenzen gefragt sind.
Für Italienischlehrende, Universitätslektor:innen wie auch Italienischlehrer:innen in Sekundarschulen, Gymnasien und Sprachschulen, bieten wir zudem am 16. Juni einen virtuellen Workshop zum Thema „La didattica a distanza dell’italiano come lingua straniera. Oggi e domani“ an. Gemeinsam mit Expert:innen der Didaktik der italienischen Sprache diskutieren wir anhand mehrerer Impulsvorträge und praktischer Beispiele, welche Elemente des online-Unterrichts wir auch in Zukunft für den Italienischunterricht, gegebenenfalls auch komplementär zu präsentischen Sitzungen, verwenden oder sogar produktiv weiter entwickeln können.

Zum Schluss weisen wir auf eine Reihe von Veranstaltungen zum 100. Geburtsjahr Pier Paolo Pasolinis hin, die vom 4.-8. Juli stattfinden wird. Das Italienische Kulturinstitut Berlin wird hierbei in Zusammenarbeit mit dem Italian Film Festival Berlin, dem Ministero della Cultura, dem Verlag Klaus Wagenbach und dem Italienzentrum Einblicke sowohl in das Schaffen des Lyrikers, als auch des Erzählers, Filmregisseurs, Drehbuchschreibers und Intellektuellen Pier Paolo Pasolini geben. In Kooperation mit der Kolleg-Forschungsgruppe „Cinepoetics“ der Freien Universität Berlin laden wir Sie zudem am 5. Juli zu einem Pasolini gewidmeten Vortrag von Prof. Dr. Bernhard Groß (Jena) im Kino Arsenal ein, an den sich eine Filmvorführung anschließt.

Wie schon im letzten Semester möchten wir Sie auch diesmal bitten, die für jede Veranstaltung geltende Modalität (präsentisch, hybrid, virtuell) und das aktuell geltende Hygienekonzept vor dem Besuch auf unserer Webseite www.fu-berlin.de/italienzentrum einzusehen. Am einfachsten können wir Sie von eventuell auch kurzfristigen Änderungen informieren, wenn Sie sich per Mail (italzen@zedat.fu-berlin.de) für die Veranstaltungen Ihrer Wahl anmelden. Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns sehr, Sie im Sommersemester präsentisch und/oder digital zugeschaltet wieder zahlreich bei uns begrüßen zu können. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich sowie uns weiterhin gewogen,

Cordiali saluti

Bernhard Huss und Sabine Greiner