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Rahel Stennes

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Bildquelle: Lorenz Becker

Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien

Projektstipendium-Alumna

Poetiken des ‚Volkes‘. Die Herstellung einer deutschen Gemeinschaft in der Literatur zwischen 1800 und 1848

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin

Akademischer Werdegang

seit März 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SNF-geförderten Projekt Deutschsprachig-jüdische Literatur vom Zeitalter der Aufklärung bis zur Gegenwart – Neue Forschungszugänge in Paradigmen an der Universität Basel https://jewishstudies.unibas.ch/de/personen/rahel-stennes/

seit März 2021: Doktorandin der Friedrich Schlegel Graduiertebschule für literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin (assoziiertes Mitglied der Kohorte 2021)

Juni 2020 – Februar 2021: Projektstipendiatin der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin (Anschubfinanzierung Promotionsförderung)

Juni 2020: Aufnahme des Promotionsstudiums an der Freien Universität Berlin (Betreuung der Dissertation durch Prof. Alfred Bodenheimer, Universität Basel und Prof. Jürgen Brokoff, Freie Universität Berlin)

2018 – 2019: Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Samuel Salzborn am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

2017 – 2020: Masterstudium der Neueren deutschen Literatur an der Freien Universität Berlin

2017 – 2020: Masterstudium der Interdisziplinären Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin

2013 – 2017: Bachelorstudium der Deutschen Philologie und Jüdischen Geschichte an der Freien Universität Berlin


Eingeworbene Stipendien

Projektstipendium der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin (Anschubfinanzierung Promotionsförderung)


Mitgliedschaften

Gesellschaft für europäisch-jüdische Literaturstudien

Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaften

Dissertationsprojekt

Poetiken des ‚Volkes‘. Die Herstellung einer deutschen Gemeinschaft in der Literatur zwischen 1800 und 1848 (Arbeitstitel)

In meinem Dissertationsprojekt sollen verschiedene Ausformungen und Ausgestaltungen des ‚deutschen Volkes‘ in der Literatur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstehbar gemacht werden. Untersuchungsgegenstand sind dabei Erzähltexte und Essays zwischen 1800 und 1848 von Ludwig Achim von Arnim, Joseph Görres, Bettina von Arnim und Berthold Auerbach. Mithilfe eines kulturwissenschaftlich grundierten close reading soll herausgearbeitet werden, inwiefern sich hier Poetik und Politik miteinander vermischen: Gesellschaftliche Debatten spiegeln sich nicht nur in der Literatur wieder, vielmehr wird die Literatur selbst zum Verhandlungsraum für politische Fragen, die wiederum zurück in die Gesellschaft wirken. Meine Hauptthese ist, dass sich der Volksbegriff aus der Literatur heraus entwickelt und sich hier ästhetische und politische Debatten zu einer poetischen Politik bzw. politischen Poetik der Gemeinschaftsbildung formieren.

In meiner Arbeit werden Fragen des Antisemitismus im Kontext mit dem deutschen Nationalismus um 1800 sowie die jüdische Perspektive auf Fragen der Emanzipation und der Herausbildung der deutschen Nation in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle einnehmen. Welche Rolle dabei Figurationen der Weiblichkeit, allgemein weibliche Perspektiven und konfessionelle Unterschiede spielen, werden ebenso zentrale Aspekte meiner Arbeit sein.

Weitere Forschungsschwerpunkte

Antisemitismus in der deutschsprachigen Literatur

Sozialwissenschaftliche Antisemitismustheorien

Deutschsprachige Literatur jüdischer Autor*innen des 19. und 20. Jahrhunderts

Aufsätze

Strategien jüdischer Selbstermächtigung im völkisch-antisemitischen Diskurs der 1920er Jahre. Ein Einblick in "An den Wassern von Babylon. Ein fast heiteres Judenbüchlein". In: Yearbook for European-Jewish Literature Studies 8,1 (2021). S. 105–117.

Nation durch Emanzipation. Jüdische Identität und deutsche Nationalismus bei Berthold Auerbach. In: Identitätskonzepte in der Literatur. Hg. von Hermann Gätje/Sikander Singh. Tübingen 2021. S. 167–178.   

Antisemitismus in der Literatur am Beispiel von Wilhelm Raabes "Hungerpastor" (1864) und Martin Walsers "Tod eines Kritikers‘ (2002). Anhaltspunkte für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe’. In: Schule und Antisemitismus. Politische Bestandsaufnahme und pädagogische Handlungsmöglichkeiten. Hg. von Samuel Salzborn. Weinheim 2020. S. 163–182. 

Der Jude und der Philister. Die Konstruktion komplementärer Feindbilder bei Clemens Brentano. In: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 27 (2018). S. 13–39.

Redaktion   

Jan Erik Schulte / Michael Wildt (Hg.): Die SS nach 1945. Entschuldungsnarrative, populäre Mythen, europäische Erinnerungsdiskurse. Göttingen 2018.

Wissenschaftliche Vorträge

2022 – Verkörperung des Bösen. Achim von Arnims Golem Bella als Bedrohung für das deutsche ‚Volk‘. Im Rahmen der Tagung „Figurationen des Bösen“ an der Universität Koblenz-Landau, Juni 2022

2019 – Strategien der jüdischen Selbstermächtigung im völkisch-antisemitischen Diskurs der 1920er Jahre. Mit einem Einblick in „An den Wassern von Babylon. Ein fast heiteres Judenbüchlein". Im Rahmen der Tagung „Gegenwart und Zukunft europäisch-jüdischer Literaturstudien in einem veränderten Europa / Presence an future of European Jewish Literature Studies in changing Europe“ der Gesellschaft für europäisch-jüdische Literaturstudien in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte der RWTH Aachen

2019 – Nation durch Emanzipation. Jüdische Identität und deutscher Nationalismus bei Berthold Auerbach. Im Rahmen der Tagung des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes „Identitätskonzepte in der Literatur“.

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