Theaterhistorische Sammlungen

Konzession für Max Reinhardt zum Betrieb des Theaters "Schall und Rauch" (1901)

Konzession für Max Reinhardt zum Betrieb des Theaters "Schall und Rauch" (1901)
Bildquelle: Theaterhistorische Sammlungen des Instituts für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin

Die Theaterhistorischen Sammlungen der Freien Universität wurden seit den 1950er Jahren mit dem Ziel aufgebaut, in Anknüpfung an die durch Max Herrmann (1865-1942) in Berlin begründete quellenorientierte theaterwissenschaftliche Forschungstradition, Lehrenden und Studierenden theaterbezogenes Anschauungsmaterial zur Verfügung zu stellen.

Neben dem aktiven Sammeln von Programmheften und Kritiken aktueller Berliner Produktionen (umfangreich bis in die 1990er Jahre für West- und Ostberlin), betreut das Institut für Theaterwissenschaft mit der Theaterhistorischen Sammlung Walter Unruh (Depositum des Landes Berlin) eine der größten ehemaligen Privatsammlungen zur Berliner Theatergeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus finden sich im Besitz des Instituts weitere bedeutende Künstlernachlässe, sowie umfangreiche Foto-, Theaterzettel- und Presseausschnittsammlungen.

Um die Archivbestände auch der breiten Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen, aber auch um neue Formen der Erschließung zu ermöglichen, bemühen sich die Theaterhistorischen Sammlungen aktuell verstärkt um die Digitalisierung ausgewählter Bestände.

In den Akademischen Ferien vom 23.12. bis 05.01. geschlossen

Kontakt

Dr. Peter Jammerthal

Telefon    (030) 838-503 47

Fax          (030) 838-4594 19 

E-Mail      peter.jammerthal@fu-berlin.de

Bestandsübersicht

Die Bestandsübersicht bietet einen Überblick über die in den Theaterhistorischen Sammlungen vorhandenen Objektgruppen.

Katalogrecherche

Teile des Bestandes sowie der Katalog der Sammlungsbibliothek können über den Fachinformationsdienst Darstellende Kunst online recherchiert werden.

Hier bitte im Suchfilter bei „Datengeber“ „Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft“ und dann „Archivbestand“ angeben (15.421 Einträge).

Ergänzend sind Teile der Autographenbestände im Kalliope Verbundkatalog zu finden.

Beratung und Bereitstellung

Mo., Di. und Do. 10.00 - 16.00 Uhr

Bitte melden Sie sich telefonisch oder per Email an, da die Sammlungsbestände nicht frei zugänglich sind.

Eine Nutzung von bereits bereitgestellten Dokumenten ist nach Absprache auch zu den regulären Öffnungszeiten der Bibliothek möglich.

Digitalisierungsprojekt Regiebuch Max Reinhardt

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Max Reinhardt (1873-1943) gelang 1916 am Deutschen Theater in Berlin die erste erfolgreiche Inszenierung von Georg Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod‟. Sein Regiebuch für diese Produktion, das sich in den Theaterhistorischen Sammlungen der Freien Universität Berlin befindet,  kann zugleich als exemplarisches Dokument für die Entwicklungen der Theaterästhetik in Deutschland gelten.

Digitalisierungsprojekt Nachlass Traugott Müller

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Traugott Müller (1895-1944) zählt neben Caspar Neher und Teo Otto zu den bedeutendsten Bühnenbildnern des deutschsprachigen Theaters seiner Generation. 

Das Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin besitzt den umfangreichsten Teilnachlass Müllers, darin rund 90 Prozent des erhaltenen grafischen Werkes, das im Rahmen des Förderprogramms zur Digitalisierung des kulturellen Erbes des Landes Berlin 2015 digitalisiert wurde und hier erstmals komplett online zur Verfügung gestellt wird. 

(Re-)Collecting Theatre History

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»(Re-)Collecting Theatre History« ist ein Verbundprojekt zwischen den Theatersammlungen der Universität zu Köln und der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Theatermuseum Düsseldorf, dem Deutschen Theatermuseum München, der Akademie der Künste Berlin sowie dem Cologne Center for e-Humanities (CCeH). Es zielt auf die theaterwissenschaftliche Neuperspektivierung und Resystematisierung personenbezogener Bestände zum frühen 20. Jahrhundert ab. Ausgangspunkt des Projekts ist dabei die ›zufällige‹ biografische Ordnung von Beständen (oftmals in Form von Nachlässen), die im Gegensatz zu etablierten Verlaufsmodellen und theoretischen Kategorien der Theaterhistoriographie steht. Mit Blick auf die wechselvolle politische Geschichte Deutschlands in der Zeit von 1900 bis 1970 werden – ausgehend von ausgewählten Teilbeständen – Kontinuitäten und Diskontinuitäten in Arbeitsprozessen, künstlerischen Perspektiven und Akteur-Netzwerken untersucht.