Kunst als Strafe. Zur Ästhetik der Disziplinierung

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Gertrud Koch, Ludger Schwarte, Sylvia Sasse – 2003

Ästhetische Praxis kommt ohne Disziplinierung nicht aus und umgekehrt ersinnt die Disziplin des Strafens theatrale Szenarien. Offenbar bestehen zwischen ästhetischer Praxis und Strafvollzug unbeachtete Verbindungen: So bedient sich die Strafjustiz bei der Ästhetik und ihren reinigenden Verfahren mit dem Anliegen, die Gesellschaft von Störungen zu befreien. Umgekehrt erscheint die Ästhetik nicht nur als eine Disziplin der Philosophie, sondern erweist sich auch als Räsonnement regulierender Wirkungen, das als Beschränkung künstlerischer Autonomie zurückwirkt. Inhalt Strafe und Zivilisation. Aus den Antikensälen der Kultur (GERTRUD KOCH) Katharsis und Kunstlosigkeit. Von der Beherrschung des Publikums zur Anarchie der Kunst (LUDGER SCHWARTE) Als selbst die Künstler die Todesstrafe forderten (SAMUEL Y. EDGERTON) Disziplin im Arsenal der Leidenschaften. Die Kunst des Strafens (ALOIS HAHN) Die Disziplin der Ästhetik. Eine Lektüre von "Überwachen und Strafen" (CHRISTOPH MENKE) Gerichtsspiele. Fiktive Schuld und reale Strafe im Theater und vor Gericht (SYLVIA SASSE) Die wahre Kunst, die Strafe der Straftat anzumessen (GRAEME NEWMANN) Kunst als Strafe für Kunst. Vom Eifer des Vollzugs im Moskauer Aktionismus (GEORG WITTE) Selbstverstümmelungs-Performances (ERIKA FISCHER-LICHTE) Bilder, die töten - Tod im Bild. Michael Powells "Peeping Tom" (ELISABETH BRONFEN)

Titel
Kunst als Strafe. Zur Ästhetik der Disziplinierung
Verfasser
Gertrud Koch, Ludger Schwarte, Sylvia Sasse
Verlag
Wilhelm Fink
Ort
München
Schlagwörter
Filmwissenschaft, Philosophie
Datum
2003
Zitierweise
ISBN 978-3-7705-3771-6
Sprache
ger
Art
Text
Größe oder Länge
229 S.