Filmische Seitenblicke: Cinepoetische Exkursionen ins Kino von 1968

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Hermann Kappelhoff, Christine Lötscher, Daniel Illger – 2018

Ist 1968 gescheitert? Die Frage ist falsch gestellt. Die Ereignisse, die Bedeutung und die Auswirkungen von '68 lassen sich nicht in einem schlüssigen Narrativ fassen. Das Jahr beschreibt einen Kulminationspunkt, an dem höchst heterogene kulturelle, soziale und politische Phänomen in eine Interaktion zueinander treten, ohne ursächlich miteinander verbunden zu sein. Herzstück des Bandes ist ein Essay von Hermann Kappelhoff, der '68 aus der Analyse von Happenings, avantgardistischen Aktionen und Filmen heraus als Synonym für eine Form kultureller Gemeinschaftsbildung beschreibt; es markiert die Geburtsstunde der transnationalen Geschmacksgemeinschaft der westlichen Pop- und Jugendkultur. Dass sich der radikale kulturelle Wandel von '68 nur in seiner Heterogenität fassen lässt und die Logik des Happenings und des Widerspruchs zur poetischen Matrix des Kinos wird, zeigt ein Kaleidoskop aus Analysen von Filmen, die 1968 gezeigt wurden.

Titel
Filmische Seitenblicke: Cinepoetische Exkursionen ins Kino von 1968
Verfasser
Hermann Kappelhoff, Christine Lötscher, Daniel Illger
Verlag
De Gruyter
Ort
Berlin/Boston
Schlagwörter
Filmwissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Medienästhetik
Datum
2018
Art
Text