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Allgemeine FAQs zum Studium der Romanistik an der FU

Ja, alle  Studienbewerberinnen und -bewerber müssen vor Aufnahme des Studiums einen Sprachtest absolvieren, unabhängig davon, ob sie Sprachkenntnisse z.B. mit dem Abiturzeugnis nachweisen können. Die gilt sowohl für die Zulassung für das Kernfach als auch für die Modulangebote.Die Termine der Sprachtests, die vom Sprachenzentrum organisiert werden, werden auf dessen Website veröffentlicht. Auf der Seite finden sich auch nähere Informationen sowie Beispieltests. Spezifische Vorbereitungs- oder Vorstudiensprachkurse werden seitens des Sprachenzentrums nicht angeboten.

Im Einstufungstest werden verschiedene Bereiche (Hörverstehen, mündlicher Ausdruck, Leseverstehen, schriftlicher Ausdruck etc.) Ihrer Sprachkompetenz geprüft, um zu sehen, auf welchem Sprachniveau des Europäischen Referenzrahmens Sie sich befinden. Wird in Ihrem Studiengang bzw. in dem von Ihnen gewählten Modulangebot ein bestimmtes Niveau als Eingangsvoraussetzung angegeben, so entscheidet dieser Test tatsächlich darüber, ob Sie Ihr Studium in dem Studiengang aufnehmen dürfen oder nicht. Bei vielen Modulangeboten in der Romanistik wird allerdings kein Mindestniveau gefordert, so dass in diesem Fall der Test lediglich einen Anhaltspunkt für das Sprachenzentrum darstellt, um je nach Ihrem Niveau den entsprechenden Kurs zuweisen zu können. Ein Nichtbestehen des Tests gibt es dabei nicht. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man auch vom Sprachtest befreit werden. Dazu müssen Sie das geforderte Mindestniveau für Ihren Studiengang (z.B. B1 (GER) des Europäischen Referenzrahmens) mit entsprechenden Zeugnissen o.ä. (z.B. französisches Baccalauréat, Diploma de Español como Lengua Extranjera,...) nachweisen. Falls Sie sich aufgrund Ihrer Vorkenntnisse vom Test befreien lassen möchten, warten Sie aber bitte ab, bis Sie Ihren (vorläufigen) Zulassungsbescheid und die Einladung zum Test erhalten haben. Die Befreiung erfolgt ggf. nach Vorlage der schriftlichen Einladung zum Test zusammen mit dem Nachweis des Äquivalents im Sprachenzentrum (s. die Modulbeauftragen für die einzelnen Bereiche der Sprachpraxis). Diese Regelung gilt auch für Muttersprachler in der jeweils studierten Sprache! Nähere Hinweise zu den Einstufungstests (Musterexemplare, Termine etc.) finden Sie auf der  Homepage des Sprachenzentrums.

Grundkurse sind Pflichtveranstaltungen der Basismodule und werden in der Regel mit einer Klausur abgeschlossen. Sie haben einführenden Charakter und sollen systematisch breites Grundwissen vermitteln sowie eine Einführung in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens geben.

Unterschieden werden Pro-, Haupt-, oder Oberseminare. Diese Bezeichnungen kennzeichnen in der Regel den Studienabschnitt, dem das Seminar zugeordnet ist. Proseminare werden in den Basis- und Aufbaumodulen des Bachelorstudiums belegt, Hauptseminare besucht man nur in den Aufbaumodulen. Oberseminare werden typischerweise erst im Masterstudium belegt.

In Seminaren untersuchen alle Studierenden das Seminarthema gemeinsam unter verschiedenen Aspekten. Seminare behandeln im Gegensatz zu Grundkursen inhaltlich stärker eingegrenzte Themen. Es wird von den Studierenden bereits eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten verlangt - die Erstellung der Referate, Hausarbeiten, Thesenpapiere, Portfolios u.a. sind der erste Schritt in die Forschung. Gewöhnlich wird in den ersten Seminarsitzungen eine Themenliste für Referate und Hausarbeiten ausgegeben, die von den Studierenden im Seminar bearbeitet werden müssen, und es werden die genauen Prüfungsmodalitäten geklärt.

Die Vorlesung ist die bekannteste und traditionsreichste Form universitärer Lehre: Professor/innen oder Privatdozent/inn/en halten ihrem Publikum einen Vortrag zu dem betreffenden Vorlesungsthema. Vorlesungen können Überblickscharakter haben (dann sind es so genannte Überblicksvorlesungen (ÜV)) oder auch neueste Forschungsergebnisse vermitteln - die Themenvielfalt ergibt sich aus den Forschungsschwerpunkten der jeweiligen Dozenten. Die Teilnehmerzahl ist selten begrenzt. Die Studierenden schreiben mit, wobei die Notizen als Anhaltspunkt für eine weiterführende Literaturrecherche sowie für die Vor- und Nachbereitung der Vorlesung dienen sollten. Überlegen Sie sich dabei anhand Ihres Lerntyps gut, wie viel oder wie wenig Sie mitschreiben. (Sie beherrschen Mitschreibetechniken noch nicht so gut? Die allgemeine Studienberatung bietet unentgeltliche Kurse und e-learning-Module zu Arbeitstechniken im Studium an). In Bachelorstudiengängen werden die Vorlesungsinhalte am Ende der Vorlesungszeit in der Regel mit einer Klausur abgeprüft.

Übungen und wissenschaftliche Übungen dienen der Einführung in wissenschaftliche Arbeitsmethoden. Abgesehen davon sind in der Romanistik Übungen die vorherrschende Lehrveranstaltungsform im Bereich der Sprachpraxis. Sie haben einen stark schulischen Charakter, da regelmäßige Hausaufgaben mit kleinen Übungsaufgaben zu erledigen sind, deren Lösungsmöglichkeiten in der Sitzung gemeinsam besprochen werden. Wissenschaftliche Übungen gibt es in den romanistischen Bachelorstudiengängen nur im Bereich der Sprachwissenschaft.

Welche Prüfungsleistung als Voraussetzung für die Vergabe von Leistungspunkten (in modularisierten Studiengängen) verlangt wird, bestimmt die  Prüfungsordnung  des jeweiligen Studiengangs, die  Satzung für allgemeine Prüfungsangelegenheiten  der FU Berlin sowie die  Rahmenprüfungsordnung  (pdf) des Fachbereichs. Die konkreten Prüfungsmodalitäten (z.B. Termin der Klausur oder der mündlichen Prüfung, Abgabefristen der Hausarbeit, Kriterien für die Erstellung eines Portfolios etc.) werden entweder bereits im kommentierten Vorlesungsverzeichnis oder aber beim ersten Veranstaltungstermin vom Dozenten bekannt gegeben. Leistungsnachweise in gedruckter Form gibt es in Bachelorstudiengängen in der Regel nicht mehr. Die von den Studierenden erbrachten Leistungen werden von den Dozenten und Prüfungsbüros in das EDV-System Campus Management eingetragen und dort zentral gespeichert. Eine Ausnahme bilden die Kurse der ABV (der Allgemeinen Berufsvorbereitung) und die affinen Module, deren Prüfungs- oder Teilnahmebescheinigungen noch in Papierform ausgehändigt werden.

Die Unterscheidung zwischen kleinen und großen Scheinen wird in den romanistischen Bachelorstudiengängen gemacht und bezieht sich auf den Arbeitsaufwand, der für ein Seminar zu erbringen ist. Der erbrachte Arbeitsaufwand wird in LP ("Leistungspunkte") übersetzt. 1 LP entspricht dabei dem Arbeitsaufwand von 30 Stunden pro Semester.

Beim kleinen Schein werden weniger LP als beim großen Schein erworben. Dementsprechend geringer sind die Arbeitsanforderungen, die für einen kleinen Schein erfüllt werden müssen. Kriterien für den Erwerb eines kleinen Scheins sind z.B. regelmäßige, aktive Teilnahme und kleine Arbeitsaufgaben wie Kurzreferate, Protokolle, Textzusammenfassungen etc.

Beim großen Schein werden mehr LP erworben. Dementsprechend sind die Anforderungen an einen Schein-Erwerb hier auch größer. So müssen für den Erwerb eines großen Scheins in der Regel folgende Kriterien erfüllt werden: regelmäßige, aktive Teilnahme, mündliche Prüfung (ca. 20 min.) oder Klausur (60 min) oder Referat und wissenschaftliche Hausarbeit im Umfang von ca. 10 Seiten (Proseminar) bzw. von ca. 15 Seiten (Hauptseminar).

Beachten Sie jedoch, dass die Anzahl der LP eines kleinen/ großen Scheins im Proseminar nicht der eines kleinen/großen Scheins im Hauptseminar entspricht. Da die Anforderungen in einem Hauptseminar grundsätzlich höher sind als in einem Proseminar, werden im Hauptseminar für einen kleinen Schein 4 LP (großer Schein: 8 LP) vergeben, im Proseminar jedoch nur 2 LP (großer Schein: 4 LP). Eine detailliertere Beschreibung der Anforderungen für den kleinen und großen Schein finden Sie auch in Ihrer Prüfungsordnung.

Im wissenschaftlichen Kontext der Uni werden häufig an ein Referat andere Anforderungen gestellt als in der Schule. Studierende, die zum ersten Mal ein Referat an der Uni halten müssen, sollten daher unbedingt gleich zu Semesterbeginn in die Sprechstunde des jeweiligen Dozenten gehen, um Fragen zur Vorbereitung zu klären und mögliche Erwartungen des Dozenten zu erfahren (Wie recherchiere ich die dafür notwendige Literatur? Wie lese und exzerpiere ich Texte? Wie strukturiere ich das Referat? Was muss ich beachten, welche Medien kann ich einsetzen, um eine anschauliche, interessante Präsentation darzubieten? Wie gestalte ich ein sinnvolles Handout? Etc.). Investieren Sie ausreichend Zeit in die Vorbereitung, da ein gelungenes Referat schon eine solide Grundlage für die eventuell noch anzufertigende Hausarbeit bietet! Bei grundsätzlichen Problemen mit Referaten, die nicht in der Sprechstunde oder in den ersten Sitzungen der Lehrveranstaltung geklärt werden konnten, können außerdem die zahlreichen Angebote der allgemeinen Studienberatung (z.B. Workshops oder e-learning-Lernmodule zu Lesestrategien, zur Rhetorik, gegen Lampenfieber vor Vorträgen etc.) oder des Career Service sehr hilfreich sein. Nutzen Sie außerdem die zahlreichen, kostenlosen Fortbildungsangebote der ZEDAT, um grundlegende Medienkompetenzen zu erwerben und vorhandene Kompetenzen zu erweitern!

Schriftliche Hausarbeiten sind neben Referaten die Grundlage für die Vergabe von Leistungsnachweisen und/oder Leistungspunkten in den Seminaren. Oft basieren sie auf Referaten, die im Verlauf des Semesters von den Studierenden im Seminar gehalten wurden. Der Umfang einer wissenschaftlichen Hausarbeit wird in der Regel von der Studien- bzw. Prüfungsordnung vorgegeben. Um eine wissenschaftliche Hausarbeit den Anforderungen entsprechend anfertigen zu können, müssen die Studierenden über eine gewisse Methodenkompetenz verfügen, die in der Regel im Grundkurs erworben wird. Dazu gehören Recherchemethoden, Lesetechniken, Kenntnis von Zitierweisen und Quellenangaben etc. Studierende, die zum ersten Mal eine wissenschaftliche Hausarbeit schreiben müssen, sollten unbedingt gleich zu Semesterbeginn in die Sprechstunde des jeweiligen Dozenten gehen, um Fragen zur Vorbereitung zu klären und mögliche Erwartungen des Dozenten zu erfahren. Bei grundsätzlichen Problemen mit dem Schreiben von Hausarbeiten, die nicht in der Sprechstunde geklärt werden konnten, können außerdem die zahlreichen Angebote der  allgemeinen Studienberatung  (z.B. Workshops oder e-learning-Lernmodule zu Lesestrategien und zum Exzerpieren, gegen Schreibblockaden etc.) oder des  Career Service  sehr hilfreich sein. Nutzen Sie außerdem die zahlreichen, kostenlosen Fortbildungsangebote der  ZEDAT, um grundlegende Medienkompetenzen zu erwerben und vorhandene Kompetenzen zu erweitern!

Für Studierende in den auslaufenden Magister- und Diplomstudiengängen ist der späteste Abgabetermin in der Regel das Ende der vorlesungsfreien Zeit nach dem jeweiligen Semester.

Für Studierende in den Bachelor-Studiengängen gelten andere Fristen, wobei zwischen konsekutiven und nicht konsekutiven Modulen unterschieden wird. D.h. jede/r Studierende muss für sich prüfen, ob das Modul Voraussetzung für ein weiteres Modul ist, das im folgenden Semester belegt wird. Falls ja, gilt ein früherer Abgabetermin, denn in einem solchen Fall muss der erfolgreiche Modulabschluss rechtzeitig im Campus Management vermerkt werden, damit weiterführende Module im darauf folgenden Semester besucht werden können. Angaben zu Abgabefristen werden in der Regel auch von den Dozenten in der ersten Sitzung der Lehrveranstaltung gemacht.

Die Abgabefristen für konsekutive und nicht konsekutive Module finden Sie jeweils auf der Website des Fachbereichs.

In der Regel wird nach dem Klausurtermin noch ein Termin für eine Nachholklausur angeboten. Wird die Nachholklausur dann ebenfalls nicht bestanden, kann die Klausur in der Regel erst am Ende des darauf folgenden Semesters im Rahmen der entsprechenden Lehrveranstaltung des nächsten Semesters wiederholt werden. Dadurch verlängert sich jedoch unter Umständen Ihre Studiendauer, denn Bachelorstudierende dürfen weiterführende Module, die auf dem noch nicht abgeschlossenen Modul aufbauen, noch nicht besuchen.

Wenn mehr als 2 Sitzungen versäumt wurden, kann die Teilnahme an der Lehrveranstaltung nicht bestätigt werden, und es können keine Leistungspunkte vergeben werden, unabhängig davon, ob die Prüfungsleistung (Klausur, Referat, Hausarbeit etc.) erbracht wurde. In Härtefällen können aber in Absprache mit dem Dozenten Fehltermine durch eine Extraleistung ausgeglichen werden, so dass unter diesen Voraussetzungen Leistungspunkte doch noch erworben werden können. Allgemein gebietet es das Gesetz der Höflichkeit, und es schafft außerdem ein angenehmes Arbeitsklima, wenn der jeweilige Dozent, wenn möglich, rechtzeitig vor der Lehrveranstaltungssitzung über Fehltermine mit einer kurzen Mail oder einem Anruf informiert wird (insbesondere wenn ein geplantes Referat nicht stattfinden kann!).

Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Grundsätzlich ist es möglich, sofern Sie in Kauf nehmen, Ihr Studium nicht innerhalb der Regelstudienzeit abzuschließen. Grundsätzlich lassen sich nämlich Vollzeitstudium und Arbeitsbelastungen neben dem Studium nicht vereinbaren. Eine Überschreitung der Regelstudienzeit hat für Sie aber nur bezüglich der Studienfinanzierung Konsequenzen und wird Ihnen eventuell Schwierigkeiten mit dem Bafög-Amt einbringen.

Wenn Sie sich zum 9. Bachelorsemester zurückmelden, werden Sie von der Studierendenverwaltung zu einer Studienabschlussberatung gebeten, in der Sie dann allerdings Gründe für die Verlängerung Ihres Studiums wie die Doppelbelastung durch Studium und Job angeben können. Die Beratung wird von Hochschullehrern Ihres Kernfachs durchgeführt und während dieser Beratung werden konkrete Pläne und Schritte zur Realisierung des Studienabschluss besprochen. Es wird auch ein Beratungsprotokoll erstellt, welche Sie der Studierendenverwaltung zur Rückmeldung vorlegen müssen.

Die meisten Lehrveranstaltungen finden in deutscher Sprache statt. Sofern sie nicht auf Deutsch abgehalten werden, findet sich ein Hinweis dazu im Vorlesungsverzeichnis. Lediglich die Kurse im Bereich der Sprachpraxis und Landeskunde finden ausschließlich in der zu erlernenden romanischen Sprache statt.