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Prof. Dr. Uli Reich

Uli Reich

Institut / Einrichtungen:

Fachgebiet / Arbeitsbereich:

Romanische Sprachwissenschaft

Professor

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
Raum JK 30/120
14195 Berlin
Fax
(030) 838-562 30

Sprechstunde

Wintersemester 2022/23:

Donnerstag, 16.00 - 18.00 Uhr

In den Semesterferien findet die Sprechstunde an folgenden Terminen statt:

27.07.2022 14-16 Uhr

10.08.2022 10-12 Uhr

31.08.2022 16-18 Uhr

19.09.2022 11-13 Uhr

04.10.2022 11-13 Uhr

In dringenden Fällen können zusätzliche Sprechstunden über abreich@romanistik.fu-berlin.de vereinbart werden.

Die Sprechstunde findet nach Vereinbarung in Präsenz (JK 30/120) oder über Webex statt.

https://fu-berlin.webex.com/meet/uli.reich

Bitte vereinbaren Sie einen Termin über

abreich@romanistik.fu-berlin.de


Modulanerkennungen:

Für die Anerkennung von Modulen für 

BA Spanisch (sprachwissenschaftliche Module aller Studiengänge)

BA Portugiesisch (sprachwissenschaftliche Module)

Galicisch (alle Studiengänge)

Katalanisch (alle Studiengänge)

schicken Sie bitte Nachweise des erfolgreichen Besuchs beider Lehrveranstaltungen und der Prüfungsleistung des entsprechenden Moduls an

abreich@romanistik.fu-berlin.de


Für alle Seminararbeiten beachten Sie bitte den


LEITFADEN FÜR HAUSARBEITEN



Wissenschaftliche Mitarbeiter:

Sarah Waldmann

Camila Barros


DFG-Projekt:

Timo Buchholz

Raúl Italo Bendezú Araujo


Studentische Hilfskräfte:

Irene E. Serna Lehmann

Jan Potthoff


Lektorate:

Núria Fenoll Domingo
(Katalanisch: Landeskunde, Sprachpraxis)

N.N.
(Galicisch: Landeskunde, Sprachpraxis)


Sekretariat:

Anna Iwanaga
Raum JK 30/118
Tel. 838 57403
a.iwanaga@fu-berlin.de



Vita

1990 bis 1996

Studium der Romanischen Philologie in München;

02/1992 bis 03/1993

Aufenthalt am Goethe-Institut in Caracas als Kursleiter für Deutsch als Fremdsprache;

Sommer 1996

Magister Artium in Literaturwissenschaft/Spanisch mit einer Arbeit über die phantastischen Erzählungen Julio Cortázars bei Prof. Dr. Ilse Nolting-Hauff;

1997 bis 2000

Promotionsstudium im Hauptfach Portugiesisch (Sprachwissenschaft) in München;

1997 bis 1998

Aufenthalt an der Universidade de São Paulo mit einem Promotionsstipendium des DAAD;

1999 bis 2000

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Projekt Neue und Alte Welt – Missionarslinguistik;

Sommer 2000

Promotion mit der Dissertationsschrift Freie Pronomina, Verbalklitika und Nullobjekte im Spieldiskursiver Variation des Portugiesischen in São Paulo bei Prof. Dr. Wulf Oesterreicher;

2001 bis 2002

Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Wulf Oesterreicher in München;

2002 bis 2008

Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Daniel Jacob in Köln;

02/2005 bis 04/2005

Gastprofessor an der Université de Franche-Comté à Besançon;

Sommer 2007

Habilitation mit der Schrift Differentielle Phonologie und polyglotte Kompetenz: Prinzipien und der Fall des Französischen in Dakar an der an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln;

03/2007 bis 03/2008

Gastprofessor an der Universidade Federal do Rio de Janeiro;

Seit April 2008

Professor für Romanische Philologie/Sprachwissenschaft (Spanisch und Portugiesisch) an der Freien Universität Berlin;

März 2011

Ruf auf eine W3-Professur an der Universität Hamburg (abgelehnt);

Mai 2011

Ruf auf eine W3-Professur an der Universität Leipzig (abgelehnt);

 


Leitfaden für Hausarbeiten


Wintersemester 2022/23

Romanistik


Grundkurs Typ A für alle romanischen Sprachen:

17000, V Einführung in die romanistische Sprachwissenschaft, Fr 12:00-14:00, Hs 1a Hörsaal

In dieser Vorlesung wird die Wissenschaft von der menschlichen Sprache in ihrer Perspektive auf die globale Romania vorgestellt. Nach einem allgemeinen wissenschaftstheoretischen und historiogra­phischen Überblick werden Gegenstände und Methoden der wichtigsten Teildisziplinen der modernen Linguistik skizziert und an romanischen Beispielen exemplarisch vorgeführt.

Begleitende Literatur:

Gabriel, Christoph & Trudel Meisenburg. 2007. Romanische Sprachwissenschaft. Paderborn: Fink.
Hoffmann, Ludger (ed.). 2010. Sprachwissenschaft: Ein Reader. Berlin: de Gruyter.


Hauptseminar für Spanisch und Portugiesisch:

17074, HS Untersuchungen zur lateinamerikanischen Sprachenvielfalt, Mi 14:00-16:00, KL 29/207

In Lateinamerika spricht man neben Spanisch und Portugiesisch auch ca. 400 indigene Sprachen aus mehreren Dutzend Sprachfamilien, sowie Italienisch, Deutsch, Japanisch und Chinesisch. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurden vor allem in der Karibik und in Brasilien auch zahlreiche afrikanische Sprachen gesprochen, die deutliche Spuren in den politisch dominanten iberoromanischen Sprachen hinterlassen haben. Wie sind diese Sprachen beschaffen, welche Rollen spielten und spielen sie in historischen und aktuellen sozialen Netzwerken und wie gehen die derzeitigen Regierungen mit ihnen um? In diesem Seminar erarbeiten wir uns zunächst einen genealogischen, arealen und typologischen Überblick und skizzieren dann in studentischen Projekten ausgewählte soziolinguistische und strukturelle Ökologien der sprachlichen Realität mit Schwerpunkten in den Anden, am Amazonas und im Südosten Südamerikas.

Literatur zur Einstimmung:

Dixon, Robert M. W. & Alexandra Y. Aikhenvald (eds.). 1999. The Amazonian languages. Cambridge, UK, New York: Cambridge University Press.
Adelaar, Willem F. H. & Pieter Muysken. 2004. The languages of the Andes. Cambridge, New York: Cambridge University Press.


Kolloquium (zusammen mit Malte Rosemeyer):

17130, C Forschungskolloquium der romanistischen Sprachwissenschaft, Mi 16:00-18:00, JK 31/227

In diesem Kolloquium stellen die romanistischen Linguist*innen der Freien Universität Berlin ihre Forschungsarbeiten vor und vernetzen sich mit nationalen und internationalen Gästen.

BA Sprache und Gesellschaft

Seminar im Modul Sprache und Macht:

16824, S Linguistische Instrumente zur Analyse politischer Diskurse, Do 14:00-16:00, JK 31/227

Politische Diskurse waren schon immer die Bühne gezielter sprachlicher Manipulation, die allerdings seit den rezenten Möglichkeiten ihrer digitalen Aufbereitung und Verbreitung in allen Teilen der Welt eine neue Wucht entfaltet. In unserem Seminar wollen wir ganz allgemeine Techniken der sprach­lichen Bedeutungskonstruktion kennenlernen und in der Analyse aktueller politischer Diskurse beobachten. Lexikalisches Framing, die sozio-indexikalische Projektion ideologischer Positionen und Mechanismen der pragmatischen Konstruktion impliziter Inhalte sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Literatur zu einigen Leitbegriffen:

Eckert, Penelope. 2008. Variation and the indexical field. Journal of Sociolinguistics 12(4), 453–476.
Lakoff, George, Howard Dean & Don Hazen. 2004. Don't think of an elephant!: Know your values and frame the debate; the essential guide for progressives. White River Junction: Chelsea Green.
Potts, Christopher. 2015. Presupposition and implicature. In Shalom Lappin and Chris Fox, eds., The Handbook of Contemporary Semantic Theory, 168-202. Oxford: Wiley-Blackwell.

 

MA Sprachwissenschaft

Seminar im Modul Strukturen der romanischen Sprachen:

16843, V Argumentstruktur, Mo 12:00-14:00, JK 31/227

Prädikate weisen ihren Argumenten Eigenschaften zu. Diese logische und semantische Relation wird in syntaktischen Funktionen ausgedrückt, die einen grundsätzlichen Satzbauplan entwerfen. Dabei stehen für vielfältige semantische Unterschiede nur wenige syntaktische Funktionen zur Verfügung. Bei der Zuordnung semantischer Rollen zu syntaktischen Funktionen ergeben sich große einzelsprachliche Unterschiede, die auch die romanischen Sprachen stark differenzieren. Nach einem Überblick auffälliger Unterschiede im Ausdruck der Argumentstruktur werden wir uns prädikatenlogische, semantische und kognitive Grundlagen erarbeiten und gängige generative und konstruktionsgrammatische Modelle der Syntax kennenlernen, die sie analytisch umzusetzen versuchen.

Goldberg, Adele E. 1995. Constructions: A construction grammar approach to argument structure. Chicago: University of Chicago Press.
Ramchand, Gillian. 2013. Argument Structure and Argument Structure Alternations. In Marcel den Dikken (ed.), Cambridge Handbook of Generative Syntax. Cambridge: Cambridge University Press, 265-321.

Arbeitsschwerpunkte

  • 1996. Julio Cortázar – ein moderner Phantastiker? LMU München unveröffentlichte Magisterarbeit, Institut für Romanische Philologie (Prof. Dr. Ilse Nolting-Hauff).

  • 2002a. Freie Pronomina, Verbalklitika und Nullobjekte im Spielraum diskursiver Variation des Portugiesischen in São Paulo. Tübingen: Narr (= Romanica Monacensia 62).

  • 2007. Differentielle Phonologie und polyglotte Kompetenz. Prinzipien und der Fall des Französischen in Dakar. Universität zu Köln unveröffentlichte Habilitationsschrift.

     
  • 2009. Neue Romania 39. Processos Urbanos – Variação Lingüística em Megalópoles Latino-Americanas. München: Lincom. Mit Célia Lopes (UFRJ).
  • 2021. Linguistica Latinoamericana Volumen 1. Berlin/Boston: De Gruyter. Mit Dermeval da Hora & Carlos Garatea Grau.

 

  • 2001. Grammatikalisierungsprozesse im modernen brasilianischen Pronominalsystem. In Schäfer-Prieß, Barbara, Rolf Kailuweit & Hildegard Klöden (eds.), Grammatikalisierung in den iberoromanischen Sprachen, 13-32. Wilhelmsfeld: Egert.
  • 2002a. Erstellung und Analyse von Corpora in diskursvariationeller Perspektive: Chancen und Probleme. In Pusch, Claus & Wolfgang Raible (eds.), Romanistische Korpuslinguistik/Romance Corpus Linguistics, 31-44. Tübingen: Narr (= ScriptOralia 126).
  • 2002b. Uma visão integrada ao objeto nulo no Português Brasileiro. Romanistisches Jahrbuch 52 (2001), 360-386. Mit Sonia Cyrino.
  • 2003a. Mudança sintática e pragmática na Língua Geral Amazônica: Marcação de caso e sistema pronominal. In Freire, José Ribamar & Maria Carlota Rosa (eds.), Línguas Gerais. Política lingüística e catequese na América do Sul no período colonial, 167-184. Rio de Janeiro: UERJ.
  • 2003b. Specifically Brazilian Pronouns. In Heusinger, Klaus von & Georg Kaiser (eds.), Proceedings of the workshop on semantic and syntactic aspects of specificity in Romance languages, 10-12 october 2002, 119-132. University of Konstanz.
  • 2003c. Rhythmic differences within Romance: identifying French, Spanish, European and Brazilian Portuguese. In Recasens, Daniel, Josep Solé & Joaquin Romero (eds.), Proceedings of the 15th International Congress of Phonetic Sciences, Barcelona: Universidad Autónoma de Barcelona, International Phonetic Association, 2781-2784. Mit Andreas Dufter.
  • 2004a. Ritmo, saliencia prosódica y clitización en portugués y español. In Meisenburg, Trudel & Maria Selig (eds.), Nouveaux départs en phonologie : les conceptions sub- et suprasegmentales, 125-137. Tübingen: Narr.
  • 2004b. Contatos e naturalidade. In Dietrich, Wolf & Volker Noll (eds.), O Português do Brasil. Perspectivas da pesquisa atual, 55-72. Frankfurt: Vervuert.
  • 2005a. Salsa y Control – funciones e historicidad de figuras prosódicas en español y portugués. Revista Internacional de Lingüística Iberoamericana (RILI) Volumen III/2(6). 109-136.
  • 2005b. Rasgos socio-indexicales en la dinámica urbana. Lexis XXIX/1. 47-78. Mit Katja Ploog.
  • 2006a. O morro é feito de Samba: gramaticalização, prosódia e o cada vez mais famigerado se. In Lobo, Tania, Ilza Ribeiro, Zenaide Carneiro & Norma Almeida (eds.), Projeto para a História do Português VI: Novos dados, novas análises, Salvador da Bahia, 425-440. EDUFBA.
  • 2006b. Urbane Prozesse: Migration und Variation in Lima, São Paulo und Abidjan. In Krefeld, Thomas (ed.), Modellando lo spazio in linguistica/Modellierung sprachlicher Räume, 215-256. Frankfurt: Lang (VarioLIngua). Mit Katja Ploog.
  • 2008a. Vor lauter Syntax. In Stark, Elisabeth, Roland Schmidt-Riese & Eva Stoll (eds.), Romanische Syntax im Wandel, 49-65. Tübingen: Narr.
  • 2008b. Cê que fez! Construções de foco em Português Brasileiro. Lingüíʃtica 4/1. 77-99.
  • 2009. Mille plateaux linguistiques. Neue Romania 39. 287-299.
  • 2012. The meanings of semantics: Comment on “Towards a neural basis of processing musical semantics” by Stefan Koelsch. Physics of Life Reviews 8/2. 120-121.
  • 2012a.Empirical Musicaology Review. 85-87.
  • 2014. Batidas Latinas – On Rhythm and Meter in Spanish and Portuguese and Other Types of Music. In Szczepaniak, Renata & Javier Caro Reina (eds.), Phonological Typology of Syllable and Word Languages in Theory and Practice, 391-420. Berlin/New York: De Gruyter.
  • 2015a. Das Deutschlandbild in der brasilianischen Literatur: Loyola Brandão. João Ubaldo Ribeiro. Zé do Rock. In Bolle, Willy & Eckhard Kupfer (eds.), Deutsch-brasilianische Beziehungen in der Gegenwart, São Paulo: Goethe-Institut.
  • 2015b. Dancing Insight. How Psychotherapist Use Change of Positioning in Order to Complement Split-Off Areas of Experience. Chaos and Complexity Letters 8.
  • 2015c. Tanz der Einsicht – Linguistische Einblicke in ein psychoanalytisches Gespräch. Journal für Psychologie 23/2. 11-51.
  • 2016. Psychoanalyse und Linguistik: Chancen einer gefährlichen Liebschaft. In Hierdeis, Helmwart (ed.), Austauschprozesse. Psychoanalyse und Humanwissenschaften, 291-310. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
  • 2018a. The realizational coefficient: devising a method for empirically determining prominent positions in Conchucos Quechua. In Feldhausen, Ingo, Jan Fliessbach & Maria del Mar Vanrell (eds.), Methods in prosody: A view from Romance languages, Berlin: Language Science Press. Zusammen mit Timo Buchholz.

  • 2018b. Presupposed Modality. In García García, Marco & Melanie Uth (eds.), Focus and beyond, Berlin: Mouton de Gruyter.

  • 2020. The groove of Wolof in French. In Gabriel, Christoph, Andrea Pešková & Maria Selig (eds), Contact, variation and change. Studies in honor of Trudel Meisenburg, 195-217. Berlin: Erich Schmidt.

  • 2021. 15 The phonology of Romance contact varieties. In Gabriel, Christoph, Randall Gess & Trudel Meisenburg (eds.), Manual of Romance Phonetics and Phonology, 462-502. Berlin/Boston: De Gruyter. Zusammen mit Christoph Gabriel.

Rezensionen

  • 2004c: Yves Moñino & Armin Schwegler (eds.). 2002.Palenque, Cartagena y Afro-Caribe: Historia y Lengua. Tübingen: Niemeyer. Romanische Forschungen 116/3. 426-427.
  • 2005c: Marlos de Barros Pessoa. 2003. Formação de uma variedade urbana e semi-oralidade. O caso do Recife, Brasi. Tübingen: Niemeyer, Romanische Forschungen 117/3. 365-386.
  • 2006c: Dirk Naguschewski. 2003. Muttersprache als Bekenntnis. Leipzig: Leipziger Universitätsver­lag, Zeitschrift für französische Sprachwissenschaft.
  • 2006d: Peter Gilles & Jörg Peters (eds.). 2004. Regional Variation in Intonation. Tübingen: Niemeyer, Zeitschrift für Sprachwissenschaft.