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Die Dynamiken des Deutschen im mehrsprachigen Kontext des südlichen Afrika

Institution:

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie - Historische Linguistik

Förderung:

DFG

Projektlaufzeit:
01.10.2020 — 31.03.2024
Ansprechpartner/in:
Christian Zimmer

Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, den Sprachgebrauch der deutschsprachigen Minderheiten im südlichen Afrika zu beschreiben und zu analysieren. Das Vorhaben knüpft dabei an ein Projekt an, dessen zentrales Ziel die Dokumentation des Deutschen in Namibia war. Dies erfolgte in Form eines systematischen Korpus von informellen und formellen Gesprächsdaten. Dokumentiert ist der Sprachgebrauch des Deutschen in einer Sprachgemeinschaft, die durch ihre aktive Mehrsprachigkeit (Deutsch, Englisch, Afrikaans) besonders dynamisch ist, dabei aber − anders als in vielen deutschen Sprachinseln − Deutsch trotz seines Status als Minderheitensprache aktiv pflegt und generationenübergreifend nutzt. In einem weiteren Schritt wird das namibische Deutsche mit dem Sprachgebrauch deutschsprachiger Communities in Südafrika (den sogenannten Springbok-German Communities) kontrastiert. Der Vergleich ermöglicht es unter anderem, den Varietätenkontakt und somit eine bisher vernachlässigte Sprachwandelursache zu fokussieren. Während die beiden Settings nämlich einerseits in vielen Aspekten vergleichbar sind, unterscheiden sie sich andererseits deutlich hinsichtlich der historischen Siedlungsstruktur, sodass kontrastive Studien Aufschluss über die Auswirkungen dieser unterschiedlichen Gegebenheiten geben können.