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Rosemarie Tietze

Rosemarie Tietze

Rosemarie Tietze
Bildquelle: Hanser Verlag, Peter-Andreas Hassiepen

August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung im Wintersemester 2012/2013

Vita

Rosemarie Tietze stammt aus Oberkirch, Schwarzwald. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Slawistik und Germanistik in Köln, Wien und München forscht sie für ein Jahr an der Moskauer Theaterhochschule GITIS, es folgt ein Zweitstudium am Münchner Sprachen- und Dolmetscherinstitut. Seit 1972 ist Rosemarie Tietze als Russisch-Übersetzerin tätig, zunächst als Dolmetscherin, später vorwiegend als Literaturübersetzerin. Sie stellt russische Literatur und die Übersetzungskunst in Lesungen und in den Medien vor und gestaltet Fortbildungsseminare für Literaturübersetzer*innen. Von 1984 bis 2009 unterrichtet sie am Sprachen- und Dolmetscherinstitut in München, im Sommersemester 2012 ist sie Gastdozentin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Auf ihre Initiative wird 1997 der Deutsche Übersetzerfonds gegründet, den sie bis 2009 leitete. Für Ihre Übersetzungen wird Tietze vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2010 mit dem Paul-Celan-Preis für die Übersetzung von Leo Tolstois Anna Karenina. Rosemarie Tietze wohnt in München und Oberkirch.

Übersetzungen und Editionen (Auswahl)

Andrej Bitow – Der Symmetrielehrer (2012), Das Puschkinhaus (2007), Geschmack (2004), Georgisches Album (2003), Armenische Lektionen (2002), Puschkins Hase (1999), Mensch in Landschaft (1994), Das Licht der Toten. Erinnerungen an die Realität (1990)
Gaito Gasdanow – Das Phantom des Alexander Wolf (2012)
Leo Tolstoi – Anna Karenina (2009)
Boris Schitkow – Wiktor Wawitsch (2003)
Vladimir Nabokov – Dramen. Gesammelte Werke Band XV 1 (2000)
Jewgeni Popow – Wie es mit mir bergab ging (1997), Das Herz des Patrioten oder Diverse Sendschreiben an Ferfitschkin (1991)
Weiße Städte.
Sibirische Erzählungen der Gegenwart (1991, Herausgabe und Übersetzung)
Ljudmila Petruschewskaja – Cinzano (1989)
Andrej Tarkovskij – Opfer. Die Erzählung (1987)
Boris Pasternak und Olga Freudenberg – Briefwechsel 1910-1954 (1986)
Die großen Brände.
Ein Roman von 25 Autoren (1982)
Fjodor Dostojewskij – Der Großinquisitor (1981)
Wassili Axjonow – Der rosa Eisberg oder Auf der Suche nach der Gattung (1981)
Vsevolod Meyerhold – Theaterarbeit 1917-1930 (1974, Mitherausgabe und Übersetzung)

Auszeichnungen

Paul-Celan-Preis für die Übersetzung von Tolstois Anna Karenina (2010)
Brücke-Berlin-Preis, mit Andrej Bitow (2008)
Münchner Übersetzerpreis (2003)
Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (1995)