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Anne Birkenhauer

Anne Birkenhauer

Anne Birkenhauer
Bildquelle: Gershon Molad

August Wilhelm von Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung 
im Wintersemester 2014/2015

Anne Birkenhauer, 1961 in Essen geboren, ging 1980 als Freiwillige der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste nach Israel und lernte dort die hebräische Sprache. 1983 kehrte sie nach Deutschland zurück und studierte Judaistik und Germanistik an der Freien Universität Berlin. Mit dem Abschluss ihres Magisterstudiums, zog sie endgültig nach Jerusalem, mittlerweile ihr zweiter Lebensmittelpunkt. Zunächst arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin an der Abteilung für Jüdische Geschichte der Hebräischen Universität in Jerusalem, dann drei Jahre als Dozentin an der Dolmetscherschule der Bar-Ilan Universität in Ramat Gan. Daneben begann sie zu übersetzen. Ihre erste Übersetzung, Gedichte von Dan Pagis, erschien 1990; es folgten Übersetzungen poetischer Prosa und zwei Lyrikanthologien. Anne Birkenhauer übersetzt ein breites Spektrum literarischer Texte, von Prosa, deren kulturell-religiösem jüdischen Hintergrund gerecht zu werden ist, bis hin zu jüngeren Autor/Innen, bei denen ganz unterschiedliche, oft ethnisch geprägte Register der Umgangssprache übertragen werden müssen. Sie hält regelmäßig Vorträge über das Übersetzen hebräischer Literatur; seit 2011 leitet sie im Rahmen des ViceVersa Programms die Deutsch-Hebräische Übersetzerwerkstatt.

Stipendien und Preise

  • Mehrere Arbeitsaufenthalte im Europäischen Übersetzerkollegium Straelen; mehrere Förderungen durch den deutschen Übersetzerfonds
  • 2010 Internationaler Literaturpreis Albatros zusammen mit David Grossmann für seinen Roman Eine Frau flieht vor einer Nachricht
  • 2011 Jane Scatcherd-Preis für David Grossmans Roman Eine Frau flieht vor einer Nachricht
  • Seit 2011 Leitung der Hebräisch-Deutschen Übersetzerwerkstatt im Rahmen des Vice-Versa Programms, gemeinsam mit Gadi Goldberg

Übersetzungen (Auswahl)

  • Yoel Hoffmann, Christus der Fische, Reinbek 1997.
  • Jaakow Shabtai, Vollendete Vergangenheit. Frankfurt/Main 1997.
  • Dan Pagis, An beiden Ufern der Zeit. Ausgewählte Gedichte und Prosa, Straelen 2003.
  • Aharon Appelfeld, Geschichte eines Lebens, Hamburg 2004.
  • Eshkol Nevo, Vier Häuser und eine Sehnsucht, München 2007.
  • Sarah Shilo, Zwerge kommen hier keine, München, 2009.
  • Chaim Be’er, Bebelplatz, Berlin 2010.
  • Akzente 2/11 Anthologie hebräischer Lyrik von Chaim Nachman Bialik bis heute, zusammengestellt von Ariel Hirschfeld, München 2011.
  • David Grossman, Aus der Zeit fallen, München 2013.
  • Daniella Carmi, Lucy im Himmel, Berlin Verlag 2013.