Vor der Theorie: Auf der Suche nach den Quellen der Inspiration und nach der ursprünglichen Form von Werken der modernen griechischen Prosa

Konstantinos A. Dimadis

Ist es für den Philologen von Bedeutung die Quellen der Inspiration und die ursprüngliche Form (oder die ursprünglichen Formen) der literarischen Werke und hauptsächlich der Prosa der Periode, mit der er sich beschäftigt, zu bestimmen und zu erforschen? Und vor allem ist es wichtig eine solch mühsame Arbeit in Angriff zu nehmen, bevor er sich entschieden hat, welche theoretischen Kriterien er auf ein oder mehrere konkrete Werke einer Periode, die er erforscht, anwenden wird?

Ich möchte betonen, dass eine solche Arbeit sowohl ein unentbehrliches vorbereitendes bibliographische Verzeichnis darstellt, als auch die grundlegende Voraussetzung für die theoretische Inangriffnahme eines Werkes ist. Denn sonst läuft der Philologe Gefahr den grundlegenden Fehler zu machen, der leider heutzutage allzu oft in Aufsätzen und sogar in Dissertationen gemacht wird, dass nämlich der Forscher versucht, das literarische Werk einer oder mehreren seiner theoretischen Voraussetzungen unterzuordnen. Mit anderen Worten der Forscher benutzt das Werk um die Richtigkeit seiner theoretischen Kriterien aufzuzeigen, die er im Vorhinein festgelegt hat.

Dennoch stützen sich die Literaturtheorien, die sich im 20. Jahrhundert herausgebildet haben, alle auf konkrete Werke. Diese Werke entstanden unter bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen, unter Verhältnissen, die die Person des Autors bzw. der Autorin direkt betreffen. Folglich ist jedes Kunstwerk eine einmalige und unwiederholbare Schöpfung und hat konkrete gesellschaftliche und ideologische Voraussetzungen für die Inspiration und die Schöpfung.

Das Thema ist weit. Es ist nicht meine Absicht heute hier meine theoretischen Ansichten zu dieser Frage darzustellen. Statt dessen werde ich einige Beispiele präsentieren, die sich auf den Romancier par excellence der Periode 1930 - 1960, der sogenannten Generation von 1930, M. Karagatsis beziehen. Ich glaube, dass diese Beispiele zeigen, wie interessant und wertvoll für die Arbeit des Philologen die Kenntnis der Voraussetzungen für das Ersinnen und das Schreiben eines Werkes sein kann.

Wie Karagatsis selbst zu Beginn des Jahres 1938 erklärte, beabsichtigte er mit „Ο Συνταγματάρχης Λιάπκιν“ (Oberst Liapkin, Dimitrakos 1933) „eine einzige Novelle zu schreiben und sonst nichts“(also keine Trilogie). Dennoch, wie ich bereits anderswo angemerkt habe, gibt der französische Romancier und Universitätsprofessor Roger Vercel (Pseudonym von Roger Crétin, 1894-1957) in einem Brief vom 22. Februar 1935 aus Dinan in Frankreich Karagatsis das Thema seiner zweiten Novelle „Χίμαιρα“ (Chimäre, Nea Estia 1936 und als Buch Estia 1936) vor.

Dinan, le 22 Février 1935

Monsieur D. J. RODOPOULOS
Rue Spartis, 14
Athens

Monsieur et cher Confrère,

Je vous remercie bien vivement et de votre lettre si cordiale et de l´envoi de votre livre que je n´ai pas renoncé à déchiffrer, grâce aux bribes de grec qui me restent de mon séjour en Macédoine.

Votre lettre m´a infiniment réjoui! L´humour emprunte à l´ombre de l´Acropole un relief tout à fait irrésistible, et le pére du COLONEL LIAPKINE à de l´esprit comme „le trés regretté“ Aristophane!

Me permettrait-il de lui demander un service de documentation? Lui, qui avec la connaissance approfondie des moeurs grecques, posséde à ce point l'intuition de l'esprit français, pourrait à coup sûr répondre à cette question:

„Une jeune femme est mariée à un captaine de la marine marchande grecque. Elle est française, normande et son mari grec. Elle habite un petit port grec, au choix… Elle a l cafard! Pourquoi? Qu´est-ce qui peut, dans sa nouvelle vie, choquer ses habitudes, son caractères? En quoi elle-même choque-t-elle les autres? En un mot quels peuvent être les malentendus précis, les petits détails qui font qu'elle s'adapte mal?

Je vous serais tout à fait reconnaissant de bien vouloir me documenter à ce sujet. Cela m'éviterait certainement des erreurs ou des à-peu-prés. Inutile de dire, que vous pouvez être trés sèvére pour ma française qui n'a rien compris au caractère et la vie grecque.

Veuillez avec mes remerciments, agréer, cher Monsieur et Confrère, l' assurance de mes meilleurs sentiments.

Roger Vercel

19, Place du Guesdin
Dinan C. d. N.

Wie wir sehen gibt Roger Vercel in seinem Brief nicht nur das Thema vor, sondern auch die Fragen, die das neue Werk von Karagatsis beantworten muss. Die wichtigste davon ist die nach den Gründen, die die Akklimatisierung der französischen Städterin an das griechische städtische Umfeld ihres Mannes verhindern.

Ich muss noch anmerken, dass 1934 Roger Vercels Roman „Capitain Conan“, in dem Szenen des Lebens auf dem Meer vorherrschen, mit einem Preis ausgezeichnet wird. Außerdem ist das Meer eines der ersten Themen mit denen sich Karagatsis, wie ich vermute bereits 1926 befaßte, in seinem Jugendwerk „Εγώ μικρός, με μένα και τη θάλασσα“ (Ich als Kind, mit mir und dem Meer)[1] und wenig später in den 30er Jahren aber auch 1940 in den maritimen Erzählungen „S/S Blackbirth“, „S/S Tynebridge“, „S/S Old Gipsy“, „Οργή“ (Zorn), „Το χαμένο νησί“ (Die verschwundene Insel), „Στο Γουώππιν με φογκ“.[2] Überdies gehört auch die Novelle „Χίμαιρα“ (Chimäre) unter einem bestimmten Aspekt zum selben Themenkreis. Ebenfalls bekannt ist die freundschaftliche Beziehung zwischen M. Karagatsis und dem Dichter Nikos Kavvadias[3]. Ganz allgemein ist das Thema Meer in der literarischen Produktion von M. Karagatsis von Interesse und stellt ein Thema zur weiteren Erforschung dar.

Wir kommen jetzt zu einem anderen Beispiel. Wie schon in dem Roman „Ο Κοτζάμπασης του Καστρόπυργου“ (Kotzabasis von Kastropyrgos)[4] finden wir direkte Bezugnahmen auf die Familie von Karagatsis in seinem autobiographischen Roman „ Ο μεγάλος ύπνος “ (Der große Schlaf, Ikaros 1946). In diesem Werk erscheint erneut die Figur Michalis Rusis aus der Einleitung der ersten Ausgabe von „Ο Κοτζάμπασης του Καστρόπυργου“, dieses mal als Protagonist. Ebenfalls in diesem Roman von 1946 finden wir Erinnerungen des Autors an seine Großmutter wieder, die er 20 Jahre zuvor protokolliert hatte, Anfang 1926 wie ich annehme, also im Alter von 18 Jahren, in seinem Prosatext „Ο Καζαμίας“ (Kazamias)[5]. Außerdem werden in der Vorabveröffentlichung eines Ausschnitts aus „Ο μεγάλος ύπνος“ in der Nea Estia 40 (1946) S. 845-848 Erfahrungen aus der Zeit der Pubertät des Autors in Bezug auf seine Familie wieder aufgenommen, die bereits in dem unveröffentlichten Text von Anfang 1926 „Εγώ μικρός, με μένα και τη θάλασσα“ vorkommen.

Was den Titel des Romans angeht, so muss ich anführen, dass wir den bereits 1937 in einer von ihm veröffentlichen Erzählung in der Zeitung „Η Καθημερινή“ (08.11.1937) mit dem Titel „Ανατολή“ (Osten) und Untertitel “Στη σκιά της Κυρίας Διευθυντού“(Im Schatten der Frau Direktor) antreffen.

Και το πρωί αυτό του Σεπτεμβρίου ήταν απαλό και γλυκύτατο, γεμάτο χρώματα και δροσερές πνοές μοθσκεμένου πεύκου. Σιγοχάθηκαν σε μια πρόσκαιρη ανυπαρξία τ' αστέρια... Μόνον ο Αύγερινός έλαμπε στην ανατολή υπέρλαμπρο διαμάντι στην κορόνα της αυγής.

Η πρώτη αυγή - εδώ και είκοσι χρόνια - που δεν είδαν τ' άυπνα μάτια της... Τα σφάλιξε ο Μεγάλος ύπνος, ο ύπνος των ύπνων, λίγο πριν χαράξει ο λύκος. Τη στιγμή που άυλα κι' αόρατα μηνύματα πρόλεγαν στις ανήσυχες ψυχές τον ερχομό της μέρας.

Diese Erzählung wurde aus Anlaß des Todes der Schwester von Karagatsis, Rodopi Tzuliadu 1937 geschrieben, die als „Frau Direktor“ in „Ο συνταγματάρχης Λιάπκιν“ (Oberst Liapkin) erscheint.

Aber warum und aus welchem Anlaß schreibt Karagatsis im Sommer 1946 diesen autobiographischen Roman? Die Antwort ist, daß etwas früher, im selben Jahr, seine Mutter Anthi G. Rodopulu stirbt, für die der Autor von Kindheit an starke Zuneigung empfand.

Das handschriftliche Testament der Mutter von M. Karagatsis ist als unveränderter Text, mit demselben Datum das das originale Schriftstück trägt, in den Roman „Ο μεγάλος ύπνος“ eingefügt. Hier ist der Protagonist, wie bereits erwähnt, Michalis Rusis und seine Mutter Anna Rusi[6].

Testament (1)                    Testament (2)

Es ist offensichtlich, daß der Fall des autobiographischen Romans „Ο μεγάλος ύπνος“ auf Basis der Informationen, die ich zuvor gegeben habe, von vielfältigem Interesse in intertextueller und erzähltheoretischer Hinsicht ist.

Zu Schluß werde ich kurz noch ein drittes Beispiel anführen, das die Voraussetzungen der Abfassung des Romans „Σέργιος και Βάκχος“ (Sergios und Bakchos) betrifft. Das Werk wurde von Mai 1951 bis Mai 1959 geschrieben, wie auf S.573 der ersten Auflage aber auch auf der letzten Seite der nachfolgenden Auflagen[7] angemerkt wird. Die Geschichte beginnt in der Zeit der Einführung des Christentums in Konstantinopel und endet im Morgengrauen des 30. Mai 1948. Im Epilog des Werkes befindet sich der Erzähler am 29. Mai 1951 geschäftlich in Konstantinopel und spricht mit einem türkischen Polizisten aus Kreta.

Der Text von M. Karagatsis ist sowohl in literaturtheoretischer als auch in ideologischer Hinsicht von Interesse. Sehen wir uns einen kleinen Ausschnitt an:

ΣΕΡΓΙΟΣ: Πως να την πω; Πριν εκατόν είκοσι χρόνια πιότεροι ήσαν οι ¨Ελληνες κάτοικοι της, παρά οι Τούρκοι. Τώρα... Άντε να γυρίσουμε στο ναό μας× να τον αποχαιρετήσουμε για πάντα και ν' αναληφτούμε στον ουρανό...

ΒΑΚΧΟΣ: Άκου Σέργιε, έχω μιαν ιδέα: γιατί να μην κάνουμε υπομονή άλλα εννενηνταεννιά χρόνια;

ΣΕΡΓΙΟΣ: Θαυμάζω την αισιοδοξία σου! Όπως παν τα πράματα, το 2047 μ.Χ., η Πόλη μάλλον θα είναι πρωτεύουσα του Νομού Βαλκανίων των Ηνωμένων Πολιτειών της Ανθρωπότητας: μιας Ανθρωπότητας που πολυ λίγο θα βασίζεται σε θρησκείες, μηδέ του Μαρξισμού εξαιρουμένου. Ο ναός μας δεν θα είναι τζαμί× δεν θα ματαγίνει όμως και χριστιανικός. Θα τον κάνουν μοθσείο. Λοιπόν, ποιός ο λόγος;[8]

Schon 1981 beschäftigte M. G. Meraklis die Frage warum die Geschäfte des Erzählers ihn ins Konstantinopel von 1951 führen und nicht in ein anderes Jahr. Und er selbst gibt die Antwort: Vielleicht, weil damals die NATO gegründet wurde[9].

Doch wir brauchen uns nicht irgendeine Antwort auszudenken, denn tatsächlich besucht Karagatsis Ende Mai 1951 als Korrespondent der Zeitung „Η Βραδυνή“ Smyrna und Konstantinopel. Es ist die Zeit, in der nach dem Bürgerkrieg einige Athener Zeitungen und andere Institutionen beginnen, bekannte Literaten und andere Intellektuelle in die griechischen Gemeinden der Diaspora zu schicken. Ebenfalls im Mai 1951 wird beispielsweise K. Th. Dimaras von der Griechischen Vereinigung (Ελληνική Ένωση) Konstantinopels eingeladen und hält zwei Vorträge[10].

Am 23 Mai 1951 kündigt die „Βραδυνή“ die Artikelserie von Karagatsis an, die „jeden Kleinasiaten Bewegen wird“ mit dem Titel „Nostalgische Spaziergänge im heutigen Smyrna. Zauberhafte Eindrücke des Autors von Junkermann M. Karagatsis von seiner Rundreise durch die Nachkriegstürkei“. Der erste von insgesamt 6 Artikeln von Karagatsisüber Smyrna wird unter dem Titel „Altes und neues Schicksal“ am 28. Mai 1951 in der Βραδυνή veröffentlicht, während der erste von insgesamt 14 Artikelnüber Konstantinopel am 11. Juni 1951 in derselben Zeitung erscheint[11].

Ein ähnliches Beispiel finden wir etwas später, wenn Karagatsis nach seinen Reisen nach Afrika den Roman „Άρμι α Μουγκου“ schreibt.

Findet sich also der Kern des Romans „Σέργιος και Βάκχος“ in den Texten, die Karagatsis in der Βραδυνή veröffentlicht? Die Frage ist zu bejahen. Hier findet sich der Kern der Problematik und skizziert die Weltsicht des Erzählers, die die ideologische Perspektive des Werkes bestimmt. Wie ich angeführt habe beginnt Karagatsis mit der Abfassung von „Σέργιος και Βάκχος“ im selben Jahr, nachdem er aus Smyrna und Konstantinopel zurückgekehrt ist.

Diese Beispiele zeigen, wie interressant für die Interpretation aber auch für die Literaturgeschichte das Studium der Quellen der Inspiration und der ursprünglichen Form ist.

 


[1] M. Karagatsis , Νεανικά διηγήματα (Jugendliche Erzählungen), Einleitung und philologische Bearbeitung Vangelis Athanasopulos, Athen, Estia 1993, S. 291-309.

[2] „S/S Blackbirth“, Kerkyreon Vima 7., 21., 28. Mai und 4., 11. Juni 1933. „S/S Tynebridge“, Nea Estia 21 (1937), S. 493-503 (danach in der Sammlung Η λιτανεία των ασεβών (Die Prozession der Gottlosen), Govostis 1940). „S/S Old Gipsy“, Nea Estia 22 (Weihnachten 1937), S. 39-49, Nikos Kavvadias gewidmet. Die wichtigsten maritimen Erzählungen von M. Karagatsis in den 40er Jahren sind: „Οργή“ (Zorn), Nea Estia 28 (1940), S. 811-816, 868-873 (danach in der Sammlung Νυχτερινή ιστορία (Nachtgeschichte), Glaros 1943).Το χαμένο νησί (Die verschwundene Insel), phantastische Novelle, Aetos 1943 (Erstveröffentlichung in Nea Estia 31 (1942), S. 282-286, 391-394; 32 (1942), S. 708-716, 812-815, 876-878, 948-950, 1003-1005, 1069-1071, 1118-1121, 1189-1198, 1252-1260). „Στο Γουώππιν με φογκ“, Nea Estia 45 (1949) S. 467-470.

[3] Siehe K. A. Dimadis, Δικτατορία - πόλεμος και πεζογραφία (Diktatur, Krieg und Literatur), Athen, Gnosi 1991, S.373.

[4] Zu ähnlichen Fragen und zu dem unveröffentlichen Text seines Vaters, den M. Karagatsis vor Augen hatte, als er den Roman Ο Κοτζάμπασης του Καστρόπυργου siehe K. A. Dimadis, a.a.O., S.369. Siehe auch S.384, wo sich M. Karagatsis auf Dionisios Kokkinos und sein Werk „Η Ελληνική Επανάσταση (Die Griechische Revolution) als historische Quelle für Kotsabasis von Kastropyrgos bezieht.Das Akademiemitglied Dionisios A. Kokkinos (1884-1967) schrieb Erzählungen und Romane über das Leben in Athen. Er arbeitete als Journalist und war philologischer Mitarbeiter bei vielen Athener Zeitungen. Von 1908 - 1909 war er Herausgeber der sozialistischen Zeitung Μέλλον (Zukunft). Später, ab dem 25.03.1930 begann er Η Ελληνική Επανάστασις (Die Griechische Revolution) in Fortsetzungen in der Zeitung Η Πρωία ( Der Morgen) zu veröffentlichen. Das Werk erschien in mehreren Bänden 1931 in Athen. 3. Auflage, ergänzt und verbessert: Athen, Melissa 1956 (12 Bände).

[5] A.a.O. (siehe Anm. 1), S. 321-328.

[6] Zur Kindheit von Michalis Rusis siehe auch die Erzählung „Από τη ζωή του Μιχάλη Ρούση“ (Aus dem Leben des Michalis Rusis), aus der Sammlung Νυχτερινή ιστορία (Nachtgeschichte, Glaros 1943, S.87-108), die Angelos Terzakis gewidmet ist.

[7] M. Karagatsis, Σέργιος και Βάκχος (Sergios und Bakchos), [2. Band], Athen, Estia [19943], S.498.

[8] A.a.O. (siehe Anm. 7), S.468

[9] M. G. Meraklis, „Τρεις παράγραφοι της καραγατσικής πεζογραφίας“ (Drei Prosaabschnitte von Karagatsis), zu Ehren von M. Karagatsis, Tetradia Efthinis 14 (Athen 1981), S. 58.

[10] Siehe auch Petros Charis, „Ο μάγος από το Σικάγο“ (Der Magier aus Chikago), in der Zeitung Elefteria vom 10.05.1951.

[11] Folgende Artikel wurden von M. Karagatsis in der Vradini veröffentlicht:

28.5.51
Παληό και νεο ρίζικο (Altes und neues Schicksal)

29.5.51
2. Παλιό και καινούργιο Κορδελιό (Alter und neuer Kordelio)

30.5.51
(Wird als 4. Bezeichnet, was offensichtlich falsch ist) Τ' όμορφο Τσαρσί

30.5.51
με τα γραφικά στενά του δεν έχει αλλάξει (Das schöne Tsarsi mit seinen malerischen Gassen hat sich nicht verändert)

31.5.51
4. Τα δημόσια και τα ιδιωτικά κτίρια (Öffentliche und private Baute)

1.6.51
5.

2.6.51
6. (letzter Teil)

11.6.51
1. Βυζάντιο, Πόλη ή Ισταμπούλ (Byzanz, Konstantinopel oder Istanbul)

12.6.51
2. Μάχη της Πίστεως (Glaubenskampf)

13.6.51
3. Πόλη, συνισταμένη τριών πολιτισμών (Konstantinopel, Resultat dreier Kulturen)

14.6.51
4. Ανάγκη να γίνη ένα νέο Φανάρι (Es muß ein neues Fanari entstehen)

15.6.51
5. Παλάτια της Πόλης (Paläste Konstantinopels)

16.6.51
6. Εκεί όπου ο δήμιος έκοβε τα κεφάλια (Dort, wo der Henker die Köpfe abschlug)

18.6.51
7. Περίεργα ενδύματα παλιών Οθωμανών (Seltsame Gewänder alter Osmanen)

19.6.51
8. Σουλτανικό χαρέμι (Der Harem des Sultans)

20.6.51
9. Η φεγγαροπρόσωπη Βαλιντέ Σουλτάνα (Valinde, die mondgesichtige Sultanin)

22.6.51
Τζαμιά της Πόλης (Moscheen Konstantinopels)

25.6.51
Ένας „άπιστος“ Ελλην στο τζαμί του Πορθητού (Ein „ungläubiger“ Grieche in der Porthitos – Moschee)

27.6.51
Θρύλος για Έλληνα που έκτισ' ένα τζαμί (Die Legende vom Griechen, der eine Moschee baute)

2.7.51
Ο τραγικός πατέρας σκοτώνει τον γυιο (Der unglückliche Vater tötet den Sohn)

9.7.51.
Στο Αχμέτ τζαμί με το ιερό λάβαρο (In der Ahmet - Moschee mit dem heiligen Labaron)

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