Springe direkt zu Inhalt

Forschungsprojekte am Arbeitsbereich Bertram

Am Arbeitsbereich von Prof. Bertram werden Forschungen in den Bereichen Ästhetik, Sprachphilosophie, Rationalitätstheorie, Philosophie des Selbstbewusstseins und Sozialontologie durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem historisch auf der Philosophie Hegels. 

Beteiligung an Verbundforschungsprojekten

  • Ab 2017: Kooperationspartner des von der Einstein-Stiftung Berlin geförderten Projekts "Autonomie und Funktionalisierung – eine ästhetisch-kulturhistorische Analyse der Kunstbegriffe in der bildenden Kunst in Berlin von den 1990er Jahren bis heute" (Leitung: Prof. Dr. Judith Siegmund), in Zusammenarbeit mit UdK Berlin, HU Berlin und Weißensee Kunsthochschule Berlin (siehe unten).
  • Seit 2015: Assoziiertes Mitglied in der Kolleg-Forschergruppe "Cinepoetics - Poetologien audiovisueller Bilder"
  • Seit 2010: Mitglied im Internationalen Graduiertenkolleg "InterArt"
  • Von 2008-2014: Mit Teilprojekt beteiligt am SFB 626 (siehe unten)

Forschungsprojekt: Der Begriff der Künste. Eine Neubestimmung (abgeschlossen)

Projektleitung: Georg W. Bertram und Daniel M. Feige (Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart)
Sachbeihilfe der DFG, Laufzeit: 2016-2019

Abstract: Das Projekt zielt darauf, in kunstphilosophischer Perspektive eine Neubestimmung des Begriffs der Künste zu erarbeiten. Der zu entwickelnde Vorschlag besagt, dass Einheit und Unterschiedenheit der Künste derart zusammengedacht werden können, dass die Unterschiedenheit keine den Werken vorausliegende Bestimmung, sondern vielmehr Prozess und Produkt dessen ist, was gelungene Werke realisieren, die damit zugleich die Einheit der Künste jeweils neu bestimmen. Ist jedes gelungene Kunstwerk dergestalt unverrechenbar auf vorangehende Kunstwerke, so steht die Identität der einzelnen Künste mit jedem neuen Werk zur Disposition; sie ist Prozess und Produkt dessen, was im Rahmen einer unabgeschlossenen Geschichte ästhetischen Gelingens herausgearbeitet worden ist. Damit eignet den Künsten gleichermaßen ein bestimmtes wie ein unbestimmtes Moment: Bestimmt sind die Künste darin, dass sie unterschieden sind; unbestimmt sind sie darin, dass ihre Unterschiedenheit nicht feststeht, sondern sich geschichtlich entwickelt. Die begriffliche Klärung, auf die das Projekt zielt, soll in kritischer Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Konzeptionen in der Bestimmung des Kunstbegriffs gewonnen werden, die entweder vornehmlich die Einheit oder die Differenz der Künste betonen. Durch die Überwindung dieser Alternative soll verständlich gemacht werden, dass das Verschwinden von Künsten und die Emergenz neuer Künste kein kategorialer Sonderfall in der Geschichte der Künste ist, da mit jedem neuen gelungenen Werk die Künste in ihrer Ordnung prinzipiell zur Disposition stehen.

Forschungsprojekt: Autonomie und Funktionalisierung – eine ästhetisch-kulturhistorische Analyse der Kunstbegriffe in der bildenden Kunst in Berlin von den 1990er Jahren bis heute (abgeschlossen)

Projektleitung: Judith Siegmund (UdK Berlin)
Kooperationspartner: Georg W. Bertram (FU Berlin)
In Zusammenarbeit mit HU Berlin und Weißensee Kunsthochschule Berlin
Einstein Stiftung Berlin, Laufzeit: 2017-2019

Abstract: Wie haben sich künstlerische Praxen, wie hat sich der Kunstbegriff in der Zeit seit 1989 bis heute geändert? Welche Rolle spielten dabei konkrete historischen Umstände der politischen Wende? Im Fokus der Fragestellung nach dem Verhältnis von Autonomie und Funktionalisierung steht die Entwicklung der Berliner bildenden und performativen Künste im Vergleich mit Entwicklungen in London, Wien und Warschau seit den 1990er Jahren. Mehr Information zu dem Projekt

Forschungsprojekt: Sinnliche und symbolische Reflexivität in Medien ästhetischer Erfahrung (abgeschlossen)

Teilprojekt C13 des Sonderforschungsbereichs 626 "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste"
Site des Teilprojekts im Rahmen des SFB 626

Abstract: Ästhetischen Erfahrungen sind in der Tradition der philosophischen Ästhetik stets reflexive Momente zugesprochen worden. Das Teilprojekt fragt danach, inwiefern diese konstitutiv mit reflexiven Strukturen verbunden sind, die in den – sinnlich und symbolisch verfassten – Medien dieser Erfahrungen angelegt sind. Ziel ist es, die internen und externen Grenzen und Entgrenzungsformen der Künste als wesentlich durch medien- und praxisspezifische Formen von Reflexivität bestimmt begreiflich zu machen. Hierzu soll die Ausbildung reflexiver Formen sowohl der sinnlichen als auch der symbolischen Aspekte dieser Medien in ästhetischen Praktiken untersucht werden.
Die Projektarbeit beschränkt sich auf die symbolischen Medien Bild, Musik und Sprache und ist an zwei Hypothesen orientiert: Ästhetische Erfahrungen hängen, so die erste Hypothese, wesentlich mit charakteristischen reflexiven Formen von Medien zusammen, die in bestimmten Praktiken konstituiert sind. Dabei lassen sich, so die zweite Hypothese, primär sinnlich-materiale von primär symbolischen Formen der Reflexivität unterscheiden. Ästhetische Erfahrungen konstituieren sich im Zusammenspiel dieser beiden unterschiedlichen Formen von Reflexivität, sind aber möglicherweise auch ihrerseits konstitutiv für sie.