Workshop Res est impatiens tractari carmine. Herausforderungen der Poetisierung von Wissenschaft

31.01.2019 - 01.02.2019

Programm

Donnerstag, 31. Januar / Thursday, 31 January

9:30 Begrüßung / Welcome address
9:45 Ramune Markeviciute (Berlin): Einleitung / introduction

DAS LEHRGEDICHT IM ITALIENISCHEN RINASCIMENTO
THE DIDACTIC POEM IN THE ITALIAN RINASCIMENTO

10:30 Karl Enenkel (Münster): Ludovico Lazzarellis De gentilium deorum imaginibus
11:15 Kaffeepause / Coffee break
11:45 Antonietta Iacono (Neapel): Mythopoiesis und Wissenschaft in Pontanos De hortis Hesperidum
DIE POETISIERUNG DES WISSENSCHAFTLICHEN OBJEKTS
POETICIZING THE SCIENTIFIC OBJECT
12:30 Nikolaus Thurn (Berlin): Giovanni Augurellis Chrysopoeia: Zwischen Alchemie und chemischen Farben
13:15 Mittagessen / Lunch
15:15 Claudia Schindler (Hamburg): Miranda inventa magistri. Ekphrasen technischer Geräte in neulateinischer Jesuiten-Lehrdichtung
16:00 Johanna Luggin (Innsbruck): Griffet's Cerebrum (1727) – A New Poetic Guide to the Human Brain
16:45 Kaffeepause / Coffee break
POLITIK UND ETHIK
POLITICS AND ETHICS
17:15 Yasmin Haskell (Bristol): Scientific Poetry in the Shadow of the Jesuit Suppression
18:00 Marc Laureys (Bonn): Literarische Kunst und Friedensengagement in der Bombarda des Bartholomaeus Latomus


Freitag, 1. Februar / Friday, 1 February

9:30 Alexander Winkler (Bonn): Raphael Thorius' Hymnus Tabaci (1625): Tabacology and the Global Ethics of Tobacco Consumption
IM ZEITALTER NEWTONS
IN THE ERA OF NEWTON
10:15 Thomas Haye (Göttingen): Das Gedicht De Solis ac Lunae defectibus des Roger Boscovich (1711-1787): wissensvermittelnde Poesie in antiker und nachantiker Tradition
11:00 Kaffeepause / Coffee break
11:30 Juliane Küppers (Berlin): Introducing Isaac Newton: Lucretian Hero or Staunch Providentialist? The three versions of Edmond Halley's Ode to the Principia
12:15 Reinhold Glei (Bochum): Tertius motus: Die Erklärung der Präzession im Anti-Lucretius des Melchior de Polignac
13:00 Abschlussrunde / Conclusion

Der Workshop zu den „Herausforderungen der Poetisierung von Wissenschaft“ möchte zur Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen der dichterischen Behandlung von (natur)wissenschaftlichen und philosophischen Gegenständen in spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Lehrdichtung einladen. Ist die paradigmatische Dichterklage über den schwer zu bewältigenden Stoff schierer Topos oder drückt sie ein tatsächliches Dilemma aus, in dem poetische Leichtigkeit und wissenschaftliche Präzision gegeneinander aufgewogen werden müssen? Kann das antike Metaphern- und Bilderreservoir in der Beschreibung neuer Theorien und Techniken immer eine passende Lösung anbieten? Wir hoffen, im Rahmen dieses Workshops nicht nur die Herausforderungen der poetischen Praxis bezüglich wissenschaftlicher Dichtung, sondern auch zeitgenössische rezeptionsästhetische Befunde beleuchten zu können und somit einen Beitrag zu der allgemeinen Frage nach der Literarizität in Wissenschaftssprache leisten.

Zeit & Ort

31.01.2019 - 01.02.2019

Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45
Raum L 116 (Seminarzentrum)