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Aristoteles-Archiv

Aristoteles: Athos, Iviron-Kloster, Portaitissa-Kapelle, 17. Jh.

Aristoteles: Athos, Iviron-Kloster, Portaitissa-Kapelle, 17. Jh.

Das im Jahre 1965 auf Initiative von Paul Moraux gegründete Aristoteles-Archiv widmet sich der Erforschung der Überlieferungsgeschichte des Corpus Aristotelicum. Das Archiv besitzt eine einzigartige Mikrofilmsammlung aller griechischen Aristoteles-Manuskripte sowie weiterer ca. 1.000 Handschriften mit spätantiken und byzantinischen Kommentartexten zu den Traktaten des Aristoteles.

 

Das langfristig angelegte Hauptprojekt des Archivs ist der Aristoteles Graecus: Durch die wissenschaftliche Erfassung und systematische Beschreibung der ca. 1.000 aus acht Jahrhunderten stammenden Aristoteles-Handschriften, die über ganz Europa, den Vorderen Orient und Nordamerika verteilt sind, werden die Grundlagen für die Überlieferungsgeschichte sowie für Textkritik und maßgebliche Edition der einzelnen Traktate geschaffen.

 

Die Tradition der Aristotelischen Grundlagenforschung in Berlin geht auf herausragende Philologen des 19. und 20. Jahrhunderts zurück, v.a. auf Immanuel Bekker, Editor der „Akademie-Ausgabe“ der Werke des Aristoteles (1831), und Hermann Diels, Herausgeber der ebenfalls an der Preussischen Akademie erschienenen Commentaria in Aristotelem Graeca (1882-1909). Die Edition auch der byzantinischen Aristoteles-Kommentare wird heute in Kooperation mit dem Aristoteles-Archiv durch das Langzeitvorhaben Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) bearbeitet.  

Das Archiv wurde nach einer Anfangsfinanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft kontinuierlich von der Freien Universität gefördert.

Von 2007–2014 wurden von Prof. O. Primavesi (LMU München) aus Mitteln seines Leibnizpreises ein wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Hilfkräfte an das Archiv delegiert.

Das Aristoteles-Archiv ist Partner des Teuchos-Zentrums für Handschriften- und Textforschung der Universität Hamburg. Teuchos stellte von 2007–2010 zeitweise einen wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie Hilfkräfte für das Archiv bereit. 

Seit dem 03.06.2014 ist das Aristoteles-Archiv Teil des Aristotelismus-Zentrums Berlin.