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Christentum und Heidentum: Ideologische Konflikte im Renaissance Epos

20.04.2015 | 08:30
Flyer

Flyer

Epische Modellierung ideologischer Konflikte in der Frühen Neuzeit

Programm

8:30-9:00 Bernhard Huß (Berlin) [Chair]
Zur Chronotopik der epischen Modellierung ideologischer Konflikte

9:00-9:30 Stefano Jossa (London)
Costruire il nemico nei poemi di metà ’500

9:30-9:50 Andrea Beretta (Siena)
Il „nemico“ come fattore coesivo: la funzione-Attila nella tradizione italiana

10:50-11:20 Sergio Zatti (Pisa)
Sull’ „orientalismo“ nella Gerusalemme liberata di Torquato Tasso

11:20-11:40 Alice Spinelli (Berlin)
Duelli intertestuali e conflitti di poetica. Gerarchizzazione semantica delle „fonti“ nella costruzione tassiana degli (anti)eroi pagani

11:40-12:10 Claudio Gigante (Bruxelles)
L´ultima frontiera. Il sistema tassiano nella Malteide di Giovanni Fratta

14:30-14:45 Bernd Roling (Berlin) [Chair]
Zwischenfazit und Impulsreferat

14:45-15:15 Peter Orth (Köln)
Ein Spiegel der Gegenwart - Der erste Kreuzzug als Thema neulateinischer Epen

15:15-15:35 Alexander Winkler (Berlin)
Die Formkraft der Tradition: die Syrias und die Gerusalemme als zweieiige Zwillinge

16:20-16:50 Christian Peters (Münster)
Der Götterapparat und die Türkenfrage. Zur politischen Funktionalisierung des Mythos in lateinischen Epen über die osmanische Expansion

16:50-17:20 Hermann Wiegand (Heidelberg)
Neulateinische „Reflexe“ auf die Türkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683

17:20-18:30 Diskussion und Schlusswort

Flyer der Veranstaltung

Der erste im Rahmen des DFG-Projekts „Epische Modellierung ideologischer Konflikte in der Frühen Neuzeit“ stattfindende Workshop nimmt das spannungsreiche Verhältnis zwischen Christentum und Heidentum in den Blick. Dieser Ideologiekonflikt, dem das Konzil von Trient zusätzliches Gewicht verlieh, durchzieht und prägt nicht nur die Hauptwerke der epischen Dichtung des italienischen Cinquecento. Obgleich die Richtigkeit der eigenen Ideologie von den christlichen Dichtern kaum ernsthaft in Frage gestellt wird, gehen sie in der Zeichnung der Konfliktparteien ungleich subtiler vor, als dies eine eindeutige Scheidung in Gut und Böse zunächst vielleicht erwarten lassen könnte. Im Workshop soll anhand sowohl zentraler Werke wie Torquato Tassos Gerusalemme Liberata als auch bislang weniger berücksichtigter Texte die literarische bzw. spezifisch epische Modellierung dieses Konflikts analysiert werden. Dabei wird auf die Konstruktion des (feindlichen?) Anderen ebenso eingegangen wie auf die je spezifische Anwendung und Fortschreibung des epischen Codes. Gerade im Hinblick auf letzteren Punkt sowie vor dem Hintergrund der langen Gattungstradition ist die ausdrückliche Mitberücksichtigung der lateinischen Renaissance-Epik von großer Bedeutung.

Zeit & Ort

20.04.2015 | 08:30

Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, Seminarzentrum Raum L 115