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Luther im Italien des 16. Jahrhunderts. Eine Geschichte von Büchern, Übersetzern, Händlern, "Dissidenten" und neuem Lesen

11.06.2024 | 10:15
Flyer Salvadori

Flyer Salvadori

VORTRAG

Dr. Stefania Salvadori (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Einführung und Moderation: Prof. Dr. Annette Gerstenberg (Universität Potsdam)

In deutscher Sprache

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Romanistik der Universität Potsdam

Über den Vortrag:

Im 16. Jahrhundert verbreitete sich das Gedankengut der Reformation auch südlich der Alpen. Übersetzungen von Luthers Schriften ins Italienische spielten in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Ab 1525 verbreiteten sie sich anonym unter der Bevölkerung - insbesondere in den venezianischen Gebieten. Sie waren aber nicht bloße wörtliche Übersetzungen, sondern führten auch eine inhaltliche Anpassungen der Theologie Luthers durch. Diese zum Teil noch zu untersuchenden Phänomene des Kulturtransfers müssen unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert werden. Wer hat diese Texte übersetzt? Mit welchen Fachkenntnissen? Für welche Zielgruppen? Wo wurden sie gedruckt, mit welchen Mitteln und wie wurden diese Übersetzungen verbreitet? Was und wie hat man übersetzt? 

Der Vortrag möchte diese Fragen anhand der ersten Übersetzungen von Luthers Schriften ins Italienische (v.a. Libretto volgare 1525; Libro de la emendatione 1533) beantworten. Es wird somit diskutiert, wie die Werke Luthers durch Kaufleute und Dissidenten nach Italien gelangten, seine Theologie und seine Sprache für das italienische Publikum sprachlich und inhaltlich angepasst wurde, diese Übersetzungen in kürzester Zeit sehr breite Aufmerksamkeit gewannen -- und so die Geschichte der Reformation in Italien bestimmten. 

Zeit & Ort

11.06.2024 | 10:15

Raum 1.02.0.15,
Universität Potsdam,
Campus Neues Palais