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Amevi Akpaglo

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Bildquelle: Privat

Gastfreundschaft in der afrikanisch-frankophonen und deutschsprachigen Literatur

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin

Amevi Akpaglo hat Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft an der Universität Lome in Togo studiert. Seinen Master hat er, gefördert durch den DAAD, 2016 mit einem Auslandssemester an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg mit dem Thema "Massenemotionen im revolutionären Kontext" absolviert. Seit Oktober hat er seine Promotion an der FSGS begonnen dank einer DAAD-Förderung 

Die Gastfreundschaftspraktik im postkolonialen Migrationskontext geht mit vielen Spannungen einher und zieht profunde Veränderungen in verschiedenen Grundlagen der modernen Gesellschaften und globale Auswirkungen nach sich. Ob kulturell, ethisch, sozial, politisch, religiös oder rechtlich, die postkoloniale Gastfreundschaftspraktik fordert zur Revidierung etablierter gesellschaftlichen Werte, Normen und Ideale und der Wahrnehmung des fremden Gastes auf. Sie stellt Fragen zum Zusammenleben in einer globalisierten Welt. Wie geht die Literatur mit dem Thema um? Wie schafft man ein friedliches und harmonisches Zusammenleben zwischen Gastmigranten und ihren Gastgebern?

Die geplante Arbeit untersucht postkoloniale Gastfreundschaftsdiskurse bzw. Gastfreundschaftspraktiken in der afrikanisch-frankophonen und deutschsprachigen Literatur. Erstens wird sie sich literarisch mit den unterschiedlichen neuen Aspekten und Besonderheiten, die die Gastfreundschaftspraktik im postkolonialen Migrationskontext prägen und verändern, befassen. Diese Besonderheiten sollen in den ausgewählten Erzählungen identifiziert, analysiert und ausgewertet werden. Zweitens sollen die unterschiedlichen Aufnahmedispositive, die durch die neuen Gastfreundschaftsdimensionen bedingt sind und von den Gastgebern eingesetzt werden, in ihren unterschiedlichen Grundlagen untersucht werden. Dabei soll aufgezeigt werden, wie die Aufnahmedispositive eine Feindbildkonstruktion vom Gastmigranten bzw. vom Gastgeber akzentuieren. Schließlich soll drittens hervorgehoben werden, welche gastliche Beziehungsqualität aus den Aufnahmedispositiven hervorgeht und wie dies die soziale Kohäsion im Gastgeberland belastet.

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