Bauen - Wohnen - Schreiben. Texte und Häuser der klassischen Moderne

Ungefähr zwischen den Jahren 1910 und 1935 ändern sich Bauen und Wohnen in Europa grundlegend und mit ihnen die Texte, die von Architektur, Siedlungen und Städten erzählen, bzw. die von ihnen theoretisch Rechenschaft geben. Das Seminar widmet sich diesen neuen Bauten und den Narrativen, den theoretischen Darstellungen, den historiographischen Tropen oder schlicht den Beschreibungen, die diesen Wandel darstellen, die den Aufenthalt unter den Bedingungen einer sich radikal ändernden Architektur wiedergeben. Zu fragen ist auch, welche Funktion die Bedingungen von Raum und Bau für die Generierung von Texten haben. Zum Themenkreis der Veranstaltung gehören u.a.: der Bezug von Kunst auf Technik; Ornamentkritik und Sachlichkeit; der Konflikt zwischen weißer Moderne und farblichen Spektren; Transparenz; die Aufgabe der Einrichtung; urbanistische Interventionen; Biopolitik und Raumordnung. Behandelt werden Texte und Häuser u.a. von Benjamin, LeCorbusier, Loos, Giedion, Kafka, Musil, Scheerbart, Taut.