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Andreas Vater

Andreas Josef Vater

 

E-Mail: vater[at]schriftbildlichkeit.de

 

Dissertationsvorhaben

"Ikonographie reziprok. Die Entzifferung des Rebusbildes im barocken Bilderrätsel“

 

Projektbeschreibung

Beim Rebus handelt es sich um eine Art von Bilderrätsel, bei welchem bildliche und textliche Komponenten so miteinander verbunden werden, dass einzelne Textstellen durch Bilder ersetzt sind.

Während diese besondere Variante des Bilderrätsels heutzutage nur mehr sehr selten verwendet wird, finden sich zwischen 1600 und 1700 zahlreiche Belege für ihren Gebrauch, die weder auf einen bestimmten Sprachraum noch auf einen konkreten Gattungsbereich beschränkt sind. Der Rebus tritt in diesem Zeitraum in Wappen von holländischen und flämischen Dichtergilden auf, als eigenständige Zeichnung, in der Flugblattpublizistik und als umfangreiche Bilderbibel, aber auch als integrativer Bestandteil von Huldigungsschriften oder als Buchillustration mnemotechnischer Kompendia.

Das Forschungsvorhaben möchte anhand einer bestimmten Gruppe von Graphiken untersuchen, inwieweit die Substitution textlicher Komponenten durch Rebusbilder im Zeitraum von 1600 bis 1700 Änderungen unterworfen ist und inwieweit bei diesen Abweichungen nicht so sehr das zu enträtselnde Wort – seine Phonetik, Mehrdeutigkeit, etc. – maßgeblich ist, sondern der Eigenwert der bildlichen Komponente selbst beziehungsweise die konkrete Textintention des jeweiligen Werkes.

 

 

Curriculum Vitae

Seit Oktober 2011

Promotionsstipendiat im DFG-Graduiertenkolleg 1458 „Schriftbildlichkeit“ an der Freien Universität Berlin

September 2010 – August 2011

Stipendiat am Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris beim Jahresthema “Parler de l’image. Parler par l’image.” (Leitung: Georges Didi-Huberman & Johannes Grave)

April 2010

Beginn des Dissertationsprojektes mit dem Titel “Ikonographie reziprok. Die Entzifferung des Rebusbildes im barocken Bilderrätsel” an der Universität Wien

2003-2010

Studium der Kunstgeschichte und Klassischen Archäologie in Wien, Basel und Rom. Abschluss des Studiums im März 2010 mit einer Arbeit über eine Gruppe von Flugblättern des 30-jährigen Krieges (Begutachter: Werner Telesko)

Ausstellungen

2009

“Mit Worten malen. Mit Bildern schreiben: Figurengedichte, Permutationen, Bilderrätsel, Bilderschriften”, Universitätsbibliothek Wien, Wien, 3. Juni 2009 - 31. Juli 2009 (gemeinsam mit Elisabeth Klecker)

Organisation/Kolloquien

2011

“Le jeu entre image et langage”. Colloque organisé par le Centre Allemand d’Histoire de l’Art et l’Institut National d’Histoire de l’Art, Paris, 6. - 7. Mai 2011

2009

“Mit Worten malen. Mit Bildern schreiben”. Workshop zur Ausstellung, Universitätsbibliothek Wien/Österreichisches Museum für Angewandte Kunst, Wien, 3. - 5. Juni 2009

 

 

Teilnahme/Kolloquien

2011

“Sprache der Bilder - Bilder der Sprache”. Internationales Doktorandenkolloquium im Rahmen der Villa-Vigoni Gespräche, Villa Vigoni, Loveno di Menaggio, 25. - 29. September 2011 (Organisation: Dieter Burdorf, Johannes Grave, Thorsten Valk, Reinhard Wegner)

2011

“Sprechen über Bilder - Sprechen in Bildern”. Workshop der Kolleg-Forschergruppe Bildakt und Verkörperung und des Deutschen Forums für Kunstgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin, 8. - 9. April 2011

Herausgeberschaft

2010-

Emanuele Tesauro, Il Cannocchiale Aristotelico, Turin 1670, hg., übersetzt und kommentiert von Andreas Josef Vater u. a. (in Vorbereitung)

 

 

 

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft
Dahlem Research School