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André Gasch

André Gasch

 

E-Mail: gasch [at] schriftbildlichkeit.de

 

Dissertationsvorhaben

"Schreiben, um gesehen zu werden. Graffiti-Writing als paradigmatischer Fall des Phänomens der Schriftbildlichkeit"

 

Projektbeschreibung

Das Promotionsvorhaben versucht, dem augenfälligen Zusammenhang von Schrift, Bild und Schriftbildlichkeit im Graffiti-Writing eine philosophische Tiefe abzugewinnen, um Rückkoppelungen zur Arbeit am Konzept der Schriftbildlichkeit herzustellen.

 Ausgehend von den Entwicklungen, die Graffiti-Writing seit seiner Entstehung Ende der 1960er Jahre in New York erlebte, nimmt die Arbeit zunächst eine Typisierung der über Typographie und Kalligraphie hinausgehenden Gestaltungsmöglichkeiten von Schrift und Bild im Writing vor. Im Anschluss werden die dabei gewonnenen Erkenntnisse in Kontext zur Philosophie der Schrift(bildlichkeit) gesetzt, um deren begriffliches Fundament auf Lücken zu prüfen und gegebenenfalls auszubessern. So ergeben sich schnell Abweichungen vom intuitiven Schriftbegriff, wenn Graffiti zunächst ziellos an die Öffentlichkeit adressiert und damit eine ungeahnte Sichtbarmachung „neuer“ Flächen im Stadtbild eingeleitet wird. Insbesondere der Verzicht auf eine Priorität der Lesbarkeit sowie der noch zu klärende Status möglicher Referenz werfen dabei weitere Fragen auf, die nicht ohne eine Modifizierung der Werkzeugkiste der Schriftbildlichkeit zu beantworten sind.

 Writing dient so der Philosophie der Schrift als eine Art paradigmatisches Pharmakon – Heilmittel und Gift zugleich –, das den Blick für vielfältige bildliche Elemente der Schrift schärft.

  

Curriculum Vitae

Seit 10/2011

Doktorand im Graduiertenkolleg 1458 „Schriftbildlichkeit“ an der Freien Universität Berlin (DFG–Stipendium)

2011

Magister Artium, Thema der Magisterarbeit: „Vergessen, Versprechen, Vergehen. Symbolische und diabolische Funktionen der Medialität in Elfriede Jelineks Rechnitz (Der Würgeengel) und Die Kontrakte des Kaufmanns

2008

Studentische Hilfskraft in der Literaturwissenschaft bei Dr. Andreas Erb, Universität Duisburg-Essen

2008

Praktikum im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung

2004-2011

Studium der Philosophie und Germanistik an der Universität Duisburg-Essen

 

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft
Dahlem Research School