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Häufig gestellte Fragen zur intensiven Aphasietherapie an der FU

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Alle Aphasiker*innen, die

  • einen Schlaganfall hatten, der mehr als 1 Jahr zurückliegt (also chronische Aphasie haben),
  • Deutsch als Muttersprache haben,
  • bereit sind, an einer Therapie in einer kleinen Gruppe mit 3 Patient*innen teilzunehmen,
  • bereit sind, vor und nach der Therapie an Sprachtestungen und Testungen mit bildgebenden Verfahren teilzunehmen.

 

Die Studie ist für Aphasiker*innen aller Schweregrade geeignet.

Auch Patient*innen mit Sprechstörungen können teilnehmen.

 

Wie läuft die Studie ab?

Am Anfang und Ende der Studie werden an 2 Tagen Testungen durchgeführt (Sprachtests, ggf. EEG und MRT).

Dazwischen findet über 2 aufeinanderfolgende Wochen die intensive Therapie statt, d.h. täglich Montag bis Freitag 2-3 Stunden am Vormittag.

 

Welche Testungen werden durchgeführt? Gibt es dabei Risiken?

Es werden eine Reihe von Sprachtests und Fragebögen durchgeführt. Zusätzlich führen wir, wenn möglich, bildgebende Verfahren durch (EEG, MRT).

Beim EEG verwenden wir eine Methode, die für Sie möglichst angenehm ist. Es gibt dabei keine gesundheitlichen Risiken.

Ein MRT führen wir nur durch, wenn keine gesundheitlichen Risiken entstehen. Das prüfen wir vorher sehr ausführlich. Wenn ein MRT nicht möglich ist, ist das nicht schlimm. Sie können dann trotzdem an der Studie teilnehmen.

Die Testungen werden jeweils am Anfang und am Ende der Studie durchgeführt.

 

Wie läuft die Therapie ab?

Die Sprachtherapie wird mehrere Stunden pro Tag (2-3 Stunden) in einer Gruppe von 3
Patient*innen und einer Therapeutin durchgeführt.

In unserer Therapie trainieren wir vorrangig das Sprechen. Das Lesen und Schreiben stehen nicht im Vordergrund.

Wir passen die Therapie individuell an Ihre Bedürfnisse an, auch wenn die anderen Gruppenteilnehmer*innen schwerer/weniger schwer von der Aphasie betroffen sind.

 

 Ich komme nicht aus Berlin – kann ich trotzdem teilnehmen?

Viele unserer Patient*innen reisen aus einem anderen Bundesland an.

Da diese Studie in der Universität durchgeführt wird, gibt es bei uns jedoch keine Möglichkeit zu übernachten.

Wir stellen Ihnen aber gerne eine Liste mit Unterkünften in der Nähe zur Verfügung, die von unseren Patient*innen empfohlen wurden.

 

Welche Kosten entstehen für mich?

Die Teilnahme an der Therapie ist für Sie kostenlos.

Für die Anfahrten oder eine Unterkunft in Berlin müssen Sie die Kosten selbst tragen.

 

Sind Studienräume und die Unterkünfte barrierefrei?

Alle Räume in der Universität, in welchen die Testungen und Therapie stattfinden, erreichen Sie barrierefrei.

Auf unserer Liste finden Sie barrierefreie Unterkünfte.

 

Wie finde ich mich zurecht?

Sie erhalten von uns eine genaue Wegbeschreibung zur Universität.

Wir holen Sie am Haupteingang ab, bis Sie sich sicher fühlen, den Weg allein zu finden.

Wir sind für Sie telefonisch erreichbar und helfen Ihnen bei Fragen oder Unsicherheiten.

 

Welche Abstimmung mit meinen Ärzt*innen und Logopäd*innen ist notwendig oder möglich?

Sie benötigen für die Therapie keine Verordnung/kein Rezept vom Arzt.

Während der Therapiezeit müssen Sie die reguläre Logopädie pausieren.

Nach Ende der Therapie erhalten Sie einen Bericht über die Ergebnisse der Sprachtests. Diesen Bericht können Sie gerne an Ihre Logopäd*innen und Neurolog*innen weitergeben.

 

Was ist das Ziel der Studien?

Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass intensive Sprachtherapie wirksam zur Behandlung von Aphasie ist.

Wir untersuchen in unseren Studien, welche der intensiven Therapiemethoden am effektivsten sind und in welcher Form die Therapie am besten durchgeführt wird.

Wir prüfen außerdem, welche Veränderungen im Gehirn nach intensiver Therapie stattfinden.