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Ostia, Portus e il Parco archeologico di Ostia Antica

09.01.2023 | 18:00
Flyer_D'Alessio1

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VORTRAG

Prof. Alessandro d´Alessio (Direttore Parco archeologico Ostia antica)
Einführung und Moderation: Prof. Dr. Monika Trümper (Freie Universität Berlin)

In italienischer Sprache

Im Zusammenarbeit mit dem Institut für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin

Die antike Stadt Ostia verdankt ihre Existenz, wie schon ihr Name verrät (von ostium, 'Mündung'), der Nähe des Tibers und des Meeres. Vor dem verheerenden Hochwasser von 1557 hatte der Fluss einen ganz anderen Verlauf als heute und verlief entlang der Nordseite der Stadt, jetzt berührt er nur noch ein kurzes Stück im Wersten Auch das Meer war einst näher als heute

Im 2. Jahrhundert n.Chr. wurde Ostia immer wohlhabender und bevölkerungsreicher (manche Schätzungen sprechen von 50.000 Einwohnern) und beherbergte zahlreiche wirtschaftliche und kommerzielle Aktivitäten im Zusammenhang mit den nahe gelegenen kaiserlichen Häfen von Claudius und Trajan. Aus dieser Zeit stammen die Anlage des Forums und der Bau von Bädern, horrea (Getreidespeicher), scholae (Sitze für Berufsverbände), insulae (große Mietshäuser) und des Capitolium (Haupttempel der Stadt).

Ab der Mitte des 3. Jh. n. Chr. wurden viele Handelsaktivitäten nach Porto verlagert, und aus literarischen Quellen erfahren wir, dass Ostia Mitte des 6. Jh. n.Chr. verlassen und isoliert erschien, da die Schifffahrt auf dem Fluss voller Hindernisse war und die Via Ostiense nicht mehr ausgebaut wurde.

Die größe Ausgrabungsarbeiten, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Ostia durchgeführt wurden, und die damit verbundenen Sicherungs-, Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten an einzelnen Monumenten und Gebäudekomplexen ermöglichen heute eines der außergewöhnlichsten urbanen Zentren der Antike zu erkunden und zu bewundern – ja, aller Wahrscheinlichkeit nach die wichtigste und am besten erhaltene römische Stadt der mittleren und späten Kaiserzeit – als ihre Skyline, wie die des nahe Portus mit seiner imposanten Infrastruktur, direkt auf die Küste und das Meer blickte. Ostia (von lateinisch ostium = Mündung: offensichtlich des Tiber) war und noch heute ist Rom selbst am Meer, zunächst ein militärischer Ableger und dann „Annonaria der Urbe“ und der Größter Fluss- und Seehafen der antiken Welt, das Herz des Wirtschafts-, Produktions- und kommerziellen  Systems des römischen Reiches und Staates.

Zeit & Ort

09.01.2023 | 18:00

Raum -1.2009, Freie Universität Berlin, Fabeckstr. 23-25 (Holzlaube)