Oksana Stoychuk

Berlin als ein transkultureller Raum in den deutschsprachigen Romanen von MigrantInnen nach 1989


Oxana Stoychuk

Alumna der FSGS

Oksana Stoychuk, geboren 1986 in Lviv (Ukraine);  2003-2008 Magisterstudium an der Nationalen Ivan Franko Universität Lviv (Germanistik). Thema der Magisterarbeit: Raumdarstellung im Roman von Herbert Rosendorfer “Briefe in die chinesische Vergangenheit”. 2007/08 DAAD-Forschungsstipendium an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. 2010/11 Qualifizierungsstipendium an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule.

Von 2011 bis 2017 (Disputation am 13.01.2017) hat Oksana Stoychuk an der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule promoviert.

Seit der Wende 1989 ist eine Vielzahl von Texten deutschsprachiger MigrantenautorInnen verschiedener Herkunft erschienen, die in Berlin spielen und in denen Berlin als Lebensraum thematisiert wird. In der langen Tradition der Berlinliteratur markieren diese Romane neue Aspekte der Stadttopografie und der Stadtdarstellung. Das Dissertationsprojekt soll zeigen, welchen Beitrag MigrantenautorInnen – im Unterschied zu AutorInnen deutscher Herkunft und im Verhältnis zu historischen Darstellungen der Stadt – zur Berlinliteratur liefern. Die Ausgangsthese der Arbeit lautet, dass die ausgewählten Texte von MigrantenautorInnen Berlin als transkulturellen Raum gestalten, indem sie die Suche nach den Möglichkeiten kultureller Grenzüberschreitungen auf verschiedene Art und Weise thematisieren. Das Ziel der Arbeit besteht in der Beantwortung der Frage, wie Berlin in der Literatur von MigrantInnen als die Stadt kultureller Vielfalt dargestellt wird und wie das Überschreiten geographischer, kultureller und sprachlicher Grenzen die Stadttopografie in den Texten verändert. Die interdisziplinären wissenschaftlichen Ansätze zur „Transkulturalität“ sollen helfen zu untersuchen, wie die ausgewählten Texte von MigrantInnen die unterschiedlichen Interaktionsprozesse zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen beschreiben und gleichzeitig die Möglichkeit der neuen Sichtweise von Kultur, kultureller Identität, Fremdwahrnehmung und transkultureller Gesellschaft am Stadtbild Berlins anbieten. Darüber hinaus soll der gegenwärtig diskutierte Begriff „Migrationsliteratur“ problematisiert und der Versuch unternommen werden, am konkreten Beispiel der Berlinliteratur einen Beitrag zur Inter- und Transkulturalitätstheorie zu leisten.

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