Anja Stadeler

Horaz und seine Kommentierung in der Renaissance – Eine Untersuchung zu verschiedenen Kommentierungsstrategien

Alumna der FSGS

Anja Stadeler, geboren 1986, aufgewachsen in Strausberg bei Berlin, studierte, gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes, nach dem Abitur 2005 Latein und Geschichte, ab 2007 auch Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität Berlin und wechselte 2008 an die University of Cambridge (UK). Dort 2010 Abschluss des promotionsvorbereitenden MPhil in Classics. Im Sommer 2009 und 2010 arbeitete sie in Berlin an einem Projekt zu Übersetzungsanthologien innerhalb des SFB „Transformationen der Antike“ und ist dort kooptiertes Mitglied. Anja Stadeler war von 2010 bis 2013 an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule im Promotionsstudium "Literaturwissenschaftliche Studien - Literary Studies" immatrikuliert, das sie mit der Dissertation Horaz und seine Kommentierung in der Renaissance – Eine Untersuchung zu verschiedenen Kommentierungsstrategien.


Anja Stadeler, born 1986, studied Latin, History (from 2005) and German Literature (from 2007) at Humboldt University Berlin and finished her Master’s (MPhil) in Classics at the University of Cambridge in 2010. She also worked on a project dealing with translations in German anthologies at the Collaborative Research Centre “Translations of Antiquity”. From 2010 to 2013 she was a doctoral candidate at the Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies, writing her dissertation Horace and his commentators in the Renaissance. A Study on the negotiation between primary text and commentary.

Horaz und seine Kommentierung in der Renaissance – Eine Untersuchung zu verschiedenen Kommentierungsstrategien (Klassische Philologie: Latinistik)

Für ihre Dissertation beschäftigte sich Anja Stadeler mit lateinischen gedruckten Kommentaren seit dem 15. Jahrhundert in Italien, Frankreich und Deutschland zu dem Gesamtoeuvre des römischen Dichter Quintus Horatius Flaccus (63 - 8 v. Chr.). Dabei ging es vor allem darum, herauszuarbeiten, welche Instanz in dieser Gattung der Wissensliteratur eigentlich im Vordergrund steht: der antike Text, der kommentiert wird, oder der humanistische Kommentar. Konzentrationspunkte der Untersuchung bilden dabei der Umgang der Humanisten mit kanonischen/poetologischen Stellen und obszönen/problematischen Stellen im Horaztext sowie die Verhandlung des Kräfteverhältnisses in den Paratexten. Dabei spielt auch die vorangegangene Kommentierungstradition und die Bildungs- und Wissenschaftskultur der Renaissance eine Rolle. Die Arbeit entstand also im Spannungsfeld von klassischer und neulateinischer Philologie, hatte aber auch Anknüpfungspunkte zur Romanistik haben.


For her PhD research she proposes an in-depth study of printed Renaissance commentaries on Horace from the 15th century onwards, dealing with the entire oeuvre of the classical Roman poet Quintus Horatius Flaccus (63 - 8 v. Chr.). She intends to focus on the negotiation between Horace’s text and the commentator’s notes within the commentary. Focal points for this study will be the humanists’ methods when dealing with canonic/metapoetic passages and obscene/problematic passages in Horace’s text, furthermore their approaches to genre and their scholarly self-representation and degree of visibility as an entity between the text and the assumed audience. Earlier commentary traditions and discourses of Renaissance educational and philological culture will be of great importance for her research in the areas of classical, Renaissance Neo-Latin and Romance philology.

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