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Chong Shen

Shen

Alumnus der FSGS

Epiphanie und Mnemopoesie. Motiv und Struktur des Vorübergehens bei Stefan George und Hugo von Hofmannsthal.

Chong Shen, geboren 1989 in Zhejiang, China, studierte von 2007 bis 2014 Germanistik an der Fudan University in Shanghai. Von Oktober 2014 bis September 2018 war er Stipendiat der FSGS. Im Januar 2019 hat er seine Promotion zum Thema „Epiphanie und Mnemopoesie. Motiv und Struktur des Vorübergehens bei Stefan George und Hugo von Hofmannsthal“ erfolgreich abgeschlossen.

Seine Dissertation hat sich zum Ziel gesetzt, das Motiv des Vorübergehens, das George und Hofmannsthal während ihrer Auseinandersetzungen mit Baudelaires Sonett „À une passante“ transformiert und sich angeeignet haben, als Strukturphänomen in ihren Werken herauszuarbeiten, das sich in drei Elementen niederschlägt, nämlich „Ennui“, „Epiphanie“ und „Mnemopoesie“. Nach diesem Modell werden unter anderem das sogenannte Maximin-Erlebnis Georges und die Auffassung Hofmannsthals über die Kunstproduktion erläutert. Im Grunde lässt sich das Vorübergehen als ein poetischer Augenblick der Moderne begreifen. Die Zeit wird dabei als Kairos statt Chronos aufgefasst. Anstelle von Gott oder Muse ist der Dichter selbstgekrönt und verdankt sein Werk der Introspektion. Und aus einer Erinnerung, die sich als Verdichtung und Verinnerlichung erweist, ist die Kunst geboren.

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