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Hanna Maria Hofmann

Unerreichbare Pole – Polare Welten. Polarphantasien als Narrative über das Fremde und Andere

Hanna Maria Hofmann, geboren 1978 in Berlin; 1997 Abitur an der Sophie-Scholl-Oberschule in Berlin-Schöneberg; 1998-2003 Studium der Visuellen Kommunikation und Studentin der Fachklasse „Narrativer Film“ an der Universität der Künste Berlin; 1999-2008 Studium der Neueren Deutschen Philologie, Vergleichenden Literaturwissenschaften und Philosophie an der Technischen Universität Berlin. Tätigkeiten in Film, Fernsehen und Rundfunk. 2002-2003 Auslandsaufenthalt in Italien: Studium an der Università di Pisa (Förderung durch SOKRATES/ERASMUS); 2003-2007 Studentische Mitarbeiterin mit Lehrfunktion am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der TU Berlin; 2005-2006 Tätigkeit als Tutorin und Leitung des Kulturmagazins beim Campusradio der TU Berlin. 2007 Magisterarbeit: Polare Welten. Zum Verhältnis von Fremdheit und Imagination in den literarischen Polarfahrten von Edgar Allan Poe, Georg Heym und Alfred Döblin. 2008 Vortragende beim internationalen Kongress „Arctic Discourses 2008“ an der Universität Tromsö (Förderung durch das Nordeuropa-Institut der HU Berlin und durch die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V.). Vortrag (veröffentlicht 2008): Crisis of the Mythological? The Melting of the Polar Ice in Greenland in Alfred Döblin’s Berge Meere und Giganten. Hanna Hofmann ist seit Oktober 2008 an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule im Promotionsstudium "Literaturwissenschaftliche Studien - Literary Studies" immatrikuliert.


Hanna Maria Hofmann completed her M.A. in German Literature, General and Comparative Literature, and Philosophy in 2008. She has studied at the Technical University Berlin, Humboldt University Berlin, the University of Pisa, and was also a student of Visual Communications at the University of Arts in Berlin. She has been a research assistant and lecturer at the Department of German Philology, General and Comparative Literature at the Technical University Berlin, was manager of ‘Campusradio’, an on-line radio project at the Department of Communication Sciences (TU Berlin) and has worked at RBB (Radio Berlin Brandenburg). Hanna’s research interests include literary polar fictions, cultural polar fantasies, expedition/exploration literature in the USA and Europe from the eighteenth to the twentieth centuries, the works of E.A. Poe, Georg Heym, Alfred Döblin, Christoph Ransmayr, European Romanticism, and ‘Writing Sorrow’ – contemporary literary concepts of loss andVerlustbewältigung. Lecture (published 2008): Crisis of the Mythological? The Melting of the Polar Ice in Greenland in Alfred Döblin’s Berge Meere und Giganten

Polarphantasien haben Bestand über das reale Vordringen in die Polarzonen hinaus und formieren sich als „Antworten“ darauf. Das zeigt auch die gegenwärtige (Re-) Aktivierung der kollektiven „Faszination Polarfahrt“ in Öffentlichkeit und Medien, die (wieder einmal) im Zeichen zivilisatorischer Entwicklungen steht. Was macht diese „Faszination Polarfahrt“ aus? Welche historischen Entwicklungen hat sie durchlaufen? Was macht die Eislandschaften, die „imaginären“ Punkte in Nord und Süd zu besonderen Orten der Projektion? Hanna Hofmann beschäftigt sich mit literarischen Fiktionen der Polareroberung und der Polarlandschaft aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ausgehend von Edgar Allan Poes Narrative of Arthur Gordon Pym (1838) werden diese als Polarphantasien auf dem Weg in die Moderne untersucht, die auf den zunehmenden zivilisatorischen Zugriff auf die „fernsten Zonen“ reagieren. Ziel ist es, neben der Analyse und Erforschung der Polarfiktionen als literarische Texte, eine Kulturgeschichte des westlichen Blicks auf die Polarlandschaften zu erarbeiten. Denn „Polare Welten“ sind Vorstellungswelten, die literarisch und medial vermittelt werden, die kulturell geprägt und gesellschaftlich produziert sind.

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