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Prof. Dr. Malte Rosemeyer

MalteRosemeyer2019c

Bildquelle: Privat

Institut / Einrichtungen:

Fachgebiet / Arbeitsbereich:

Romanische Sprachwissenschaft

Professor

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
Raum JK 30/116
14195 Berlin

Sprechstunde

Dienstag, 10.00 - 11.00 h

Bitte vereinbaren Sie einen Termin über Anna Iwanaga

Besuchen Sie dann pünktlich zur vereinbarten Zeit

https://fu-berlin.webex.com/meet/malte.rosemeyer

Vita

Seit Oktober 2021

Professor für Romanische Philologie/Sprachwissenschaft des Spanischen an der Freien Universität Berlin

Januar 2021

Ruf auf eine W2-Professur an der Universität Regensburg (abgelehnt)

10/2020 bis 10/2021

Gastprofessor für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Regensburg

Mai 2020

Habilitation mit der Schrift Variation and Change in Ibero-Romance Wh-interrogatives an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

05/2018 bis 07/2018

Forschungsaufenthalt an der Universitat de Barcelona

05/2017 bis 06/2017

Forschungsaufenthalt an der Universidade Federal do Rio de Janeiro

08/2015 bis 10/2018

Postdoc an der KU Leuven (Belgien) für das selbst eingeworbene Projekt Variation and Change in Ibero-Romance Wh-interrogatives des Fonds Wetenschappelijk Onderzoek (FWO)

02/2014 bis 05/2014

Gastprofessor für Spanische Sprachwissenschaft an der Universität Antwerpen (Belgien)

07/2013

Promotion mit der Dissertationsschrift Auxiliary Selection in Spanish. Gradience, Gradualness, and Conservation bei Prof. Dr. Rolf Kailuweit und Prof. Dr. Daniel Jacob

10/2012 bis 10/2021

(mit Unterbrechungen)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Akademischer Rat (ab 2014) am Romanischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Zuordnung: Prof. Dr. Daniel Jacob)

03/2012 bis 06/2012

Forschungsaufenthalt an der Universidad Complutense de Madrid

03/2011 bis 06/2011

Forschungsaufenthalt an der Universitat de Barcelona

10/2009 bis 10/2012

DFG-Stipendium für die Promotion im Rahmen des GRK 1624/1 „Frequenzeffekte in der Sprache“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Sommer 2009

Lehrauftrag für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität zu Köln

01/2009

Magister Artium in spanischer Sprachwissenschaft mit der Arbeit Zur Referenz von Nominalisierungen im Spanischenbei Prof. Dr. Daniel Jacob

02/2005 bis 06/2005

Studium an der Universidad de Sevilla (Erasmus)

10/2002 bis 01/2009

Studium der Romanischen Philologie, Anglistik und Geschichte an der Universität zu Köln

Den Leitfaden zum Verfassen von Hausarbeiten finden Sie hier:

Leitfaden zum Verfassen von Hausarbeiten

Veranstaltungen im Wintersemester 2021/2022

17073V Online: Die spanische Sprache, Fr 12:00-14:00

Spanisch ist eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt. Die Vorlesung verschafft einen Überblick über wesentliche Fakten und theoretische Konzepte in der Perspektive auf Wandel und Variation des Spanischen. Wichtige Kapitel betreffen die Entstehung des Spanischen aus gesprochenen Varietäten des Lateinischen, den Ausbau zur Nationalsprache im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit, die Geschichte des Spanischen in Amerika und die Soziolinguistik des Spanischen in der modernen Welt. Die Vorlesung wird online ausgeführt. Bitte beachten Sie die Ankündigungen auf Blackboard in der ersten Woche.

16834, S Variationslinguistik, Mo 10:00-12:00

Der amerikanische Soziolinguist William Labov definiert Variation als „two alternate ways of saying the same thing“. Sowohl auf lexikalischer als auch auf grammatischer Ebene ist Variation in der menschlichen Sprache omnipräsent. In diesem Seminar werden wir uns erstens das Konzept der Variation in der Sprache erarbeiten und zweitens spezifische sprachwissenschaftliche Disziplinen kennenlernen, die sprachliche Variation zu fassen versuchen. Hierzu gehören insbesondere die amerikanische Soziolinguistik und die romanistische Variationslinguistik. Ausgehend von diesen theoretischen Grundlagen beleuchten wir im Detail spezifische Faktoren, anhand derer sprachliche Variation beschrieben werden kann. Dazu gehören dialektale und diastratische Variation, Sprachkontakt sowie Nähe und Distanz, aber auch Konzepte aus dem Bereich der Spracheinstellungen wie Höflichkeit, Salienz und Stil.

16853Quantitative Korpuslinguistik mit R, Mo 12:00-14:00

Neben Sprecherurteilen und psycholinguistischen Experimenten sind Korpusdaten eine wichtige Beweisquelle sprachwissenschaftlicher Studien. Mit Hilfe quantitativer Analysen kann der Einfluss unterschiedlicher Kontextfaktoren auf den Gebrauch einer sprachlichen Konstruktion (Variation bzgl. verschiedener Diskursfunktionen) oder mehrerer sprachlicher Konstruktionen (Alternation zwischen verschiedenen Konstruktionen) gemessen werden. Diese Herangehensweise erlaubt sowohl eine objektivierbare und replizierbare Beschreibung des Sprachgebrauchs als auch Hypothesentests und gilt aus diesem Grund in vielen Bereichen der Sprachwissenschaft inzwischen als Standard. In diesem Seminar werden wir uns grundlegendende Fähigkeiten im Gebrauch quantitativer korpuslinguistischer Methoden erarbeiten. Wir werden gemeinsam quantitative Analysen über selbst gesammelte korpuslinguistische Daten entwickeln. Dabei werden wir lernen, wie man (a) Fragestellungen anhand quantitativer Daten entwickelt, (b) sprachliche Daten aus Korpora sammelt, (c) grundlegende statistische Analysen dieser Daten vornimmt und (d) diese Analysen interpretiert und präsentiert. Der Kurs wird flankiert durch eine Einführung in die grundlegenden Funktionen des Open-Source-Statistikprogramms R (https://www.r-project.org).

17075, S Iberoromanische Fragekonstruktionen, Fr 10:00-12:00

Die iberoromanischen Sprachen weisen zum Teil große Unterschiede im Forminventar und in den möglichen Funktionen von Interrogativkonstruktionen auf. So kann beispielsweise in portugiesischen q-Informationsfragen die q-Konstituente in-situ (d.h. nach dem Verb) realisiert werden (vgl. Beispiel (1a)). Im Spanischen sind solche in-situ q-Interrogative deutlich seltener und weniger produktiv (vgl. Beispiel (1b)), wie durch den Hashtag angezeigt.

(1)       a.         Pt.       Você está lendo o quê?

            b.         Sp.       # ¿Estás leyendo qué?

Andererseits werden auch Polarfragen (Ja/Nein-Fragen) teilweise sehr unterschiedlich realisiert. So besteht im Spanischen Variation zwischen Polarfragen mit oder ohne übergeordneter Spaltzsatzkonstruktion (vgl. 2a-b). 

(2)       a.         Sp.       Usted tiene un billete?

            b.         Sp.       Es que usted tiene un billete?

In diesem Hauptseminar werden wir den Gebrauch von Interrogativkonstruktionen im Spanischen und Portugiesischen vergleichen. Wir werden sowohl Grundprobleme der semantischen und syntaktischen Analyse von Fragekonstruktionen klären als auch die Pragmatik von Fragekonstruktionen aus einer interaktionalen Perspektive analysieren. Darüber hinaus werden wir Spezifika des Fragegebrauchs in den beiden Zielsprachen herausstellen. Das Thema der Fragekonstruktionen bietet somit eine hervorragende Gelegenheit, das Zusammenspiel verschiedener sprachlicher Ebenen (Semantik, Syntax, Pragmatik) anhand eines Fallbeispiels zu untersuchen. 

XXXX, S Online: Romanische Syntax, XXXX

Dieses Proseminar beschäftigt sich mit dem sprachwissenschaftlichen Teilgebiet der Syntax. Es werden Konzepte und Begriffe der syntaktischen Analyse eingeführt und auf die romanischen Sprachen angewendet. Hierbei werden wir verschiedene generative und gebrauchsbasierte Syntaxtheorien kennenlernen sowie spezifische syntaktische Phänomene im Detail analysieren. Neben diesen Grundlagen besteht ein Schwerpunkt des Seminars darin, die Berührungspunkte und Schnittstellen der Syntax zu anderen Gebieten der Linguistik herauszuarbeiten, wie beispielsweise der Morphologie, Semantik, Informationsstruktur und Pragmatik. Präsentationen und ausgewählte Texte aus der Literatur bereiten Übungen vor, die wir in Videokonferenzen besprechen.

Arbeitsschwerpunkte

  • Variation und Wandel in der Grammatik der romanischen Sprachen
  • Gebrauchsbasierte Grammatiktheorien
  • Soziolinguistik
  • Interaktionale Linguistik
  • Pragmatische Theorien
2019 Variation and Change in Ibero-Romance Wh-interrogatives. Habilitationsschrift, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
2014 Auxiliary Selection in Spanish. Gradience, Gradualness, and Conservation. Amsterdam, Philadelphia: John Benjamins.
In Vor. Romance Indefinites: From Semantics to Pragmatics. Language Science Press (mit Olga Kellert und Sebastian Lauschus). 
Discourse-pragmatic Perspectives on Interrogatives. Special issue, Functions of Language
2018 Inferences in Interaction and Language Change. Special issue, Open Linguistics (mit Oliver Ehmer).
2015 Auxiliary Selection Revisited: Gradience and Gradualness. Berlin, New York: De Gruyter (mit Rolf Kailuweit).

Im Dr.

À nouveau and de nouveau in spoken and written French. Journal of French Language Studies

Why don't grammaticalization pathways always recur? (mit Eitan Grossman). Corpus Linguistics and Linguistic Theory

Asyndetic complementation and referential integration in Spanish: a probabilistic diachronic grammar account (mit Giulia Mazzola & Bert Cornillie). Journal of Historical Linguistics.

Variación diatópica en la evolución del pluscuamperfecto sintético. Verba.

Modeling the discourse pragmatics of interrogatives. Functions of Language

How sentence type influences the interpretation of Spanish future constructions (mit María Sol Sansiñena). Functions of Language.

On the emergence of polyphonic functions of bueno: a dialectal view (mit Pekka Posio). In Casartelli, Daniela, Pekka Posio, Silvio Cruschina und Stef Spronck (Hgg.), The Grammar of Thinking. Berlin, New York: De Gruyter. 

The development of the Brazilian Portuguese present perfect: from nominal to verbal pluractionality (mit Martin Becker). In Rosemeyer, Malte, Olga Kellert und Sebastian Lauschus (Hgg.), Romance Indefinites: From Semantics to Pragmatics. Berlin: Language Science Press. 

Focus processing and background knowledge (mit Daniel Jacob und Lars Konieczny). In Garassino, Davide und Daniel Jacob (Hgg.), When Data Challenges Theory: Non-Prototypical, Unexpected and Paradoxical Evidence in the Field of Information Structure. Berlin, New York: De Gruyter. 

Anteriors and resultatives in Old Spanish. In Garachana, Mar, Sandra Montserrat und Claus Pusch (Hgg.), From Composite Predicates to Verbal Periphrases in Romance Languages. Amsterdam, Philadelphia: John Benjamins.

2021

Two types of constructionalization processes in Spanish and Portuguese clefted wh-interrogatives. Studies in Hispanic and Lusophone Linguistics 14(1). 117-160. 

Reforming the Spanish future subjunctive: Linguistics and legal language policy (mit Mary C. Lavissière). International Journal for the Semiotics of Law. DOI: https://doi.org/10.1007/s11196-020-09807-5 

On cause and correlation in language change. Word order and clefting in Brazilian Portuguese (mit Freek Van de Velde). Language Dynamics and Change 11. 130-166. 

2019

Actual and apparent change in Brazilian Portuguese wh-interrogatives. Language Variation and Change 31(2). 165-191. Open access here.

The discourse functions of insubordination in Spanish wh-interrogatives (mit María Sol Sansiñena). Papers of the Linguistic Society of Belgium 13. Open access hier.

A história das interrogativas parciais in-situ no português brasileiro em uma perspectiva baseada no uso. LaborHistórico 5. 162-189. Open access hier.

De la consecución a la contraexpectación: la construccionalización de lograr/conseguir + infinitivo (mit Mar Garachana). Studies in Hispanic and Lusophone Linguistics 12(2). 383-422. 

Brazilian Portuguese in-situ wh-interrogatives between rhetoric and change. Glossa 4(1). 1–29. Open access hier.

Echoic and non-echoic confirming affirmative responses in spoken Brazilian Portuguese (mit Scott Schwenter). Journal of Pragmatics 141. 80-101. 

Entrenchment and persistence in language change: the Spanish past subjunctive (mit Scott Schwenter). Corpus Linguistics and Linguistic Theory 15(1). 167-204.

(Não) diga sim: Bejahende Antworten im gesprochenen Portugiesisch und im Portugiesischunterricht. In Gabriel, Christoph, Jonas Grünke und Sylvia Thiele (Hgg.), Romanische Sprachen in ihrer Vielfalt: Brückenschläge zwischen linguistischer Theoriebildung und Fremdsprachenunterricht, 15-42. Stuttgart: ibidem.

2018

El orden de palabras en las interrogativas-Q. Un análisis contrastivo del español caribeño y portugués brasileño. Revista Internacional de Lingüística Iberoamericana 16(2). 135-148. 

Inferences in interaction and language change (mit Oliver Ehmer). Open Linguistics 4. 536-551. Open access hier.

The pragmatics of postposed-wh interrogatives in Spanish. Folia Linguistica 52(2). 283-317. 

Refunctionalization and usage frequency. An exploratory questionnaire study. Languages 3(4). Open access hier.

When "questions" are not questions. Inferences and conventionalization in Spanish but-prefaced partial interrogatives (mit Oliver Ehmer). Open Linguistics 4. 70-100. Open access hier.

Las funciones discursivas de las interrogativas parciales en castellano. Romanistisches Jahrbuch 69. 277-314. 

2017

The road to auxiliariness revisited: the grammaticalization of FINISH anteriors in Spanish (mit Eitan Grossman). Diachronica 34(4). 516-558.

La historia de las perífrasis deber / deber de + INF: variación, norma y géneros textuales. In Garachana, Mar (Hg.), La gramática en la diacronía. La evolución de las perífrasis verbales modales en español, 147-193. Madrid, Frankfurt: Iberoamericana/Vervuert.

Masse und Klasse. Zur Datierung von grammatischen Sprachwandelprozessen. In Völker, Harald und Georg Kaiser (Hgg.), Philologie und Grammatik, 187-204. Berlin, New York: De Gruyter. 

2016

A match made in heaven. Using parallel corpora and multinomial logistic regression to analyze the expression of possession in Old Spanish (mit Andrés Enrique-Arias). Language Variation and Change 28. 307-334.

The development of iterative verbal periphrases in Romance. Linguistics 54(2). 235-272. 

Gradientes semánticos y sintácticos en la historia de la selección de auxiliares en español. In De Benito Moreno, Carlota und Álvaro Octavio de Toledo y Huerta (Hgg.), En torno a haber: construcciones, usos y variación desde el latín hasta la actualidad, 469-502. New York, Frankfurt a.M.: Peter Lang.

Modeling frequency effects in language change. In Behrens, Heike und Stefan Pfänder (Hgg.), Experience Counts: Frequency Effects in Language, 175-207. Berlin: Mouton de Gruyter. 

2015

How usage rescues the system: persistence as conservation. In Adli, Aria, Marco García García und Göz Kaufmann (Hgg.), Variation in Language: System- and Usage-based Approaches, 289-311. Berlin, New York: De Gruyter.

Entrenchment and discourse traditions in Spanish auxiliary selection. In Kailuweit, Rolf und Malte Rosemeyer (Hgg.), Auxiliary Selection Revisited: Gradience and Gradualness, 301-331. Berlin, New York: De Gruyter. 

Introduction (mit Rolf Kailuweit). In Kailuweit, Rolf und Malte Rosemeyer (Hgg.), Auxiliary Selection Revisited: Gradience and Gradualness, 1-20. Berlin, New York: De Gruyter. 

2013

Tornar and volver: The interplay of frequency and semantics in compound tense auxiliary selection in Medieval and Classical Spanish. In Van Gelderen, Elly, Jóhanna Barðdal und Michela Cennamo (Hgg.), Argument Structure in Flux. The Naples-Capri Papers, 435-458. Amsterdam, Philadelphia: John Benjamins. 

2012

How to measure replacement: Auxiliary selection in Old Spanish bibles. Folia Linguistica Historica 33 (1). 135–174.

On the interplay between transitivity, factivity and information structure: Spanish nominal and verbal infinitives. In García García, Marco und Valeriano Bellosta von Colbe (Hgg.), Aspectualidad - transitividad - referencialidad: las lenguas románicas en contraste, 181-209. Frankfurt: Peter Lang. 

2011

Rutinas léxicas en el cambio gramatical. El caso de las perífrasis deónticas e iterativas (mit Mar Garachana). Revista de Historia de la Lengua Española 6. 35-60.

Reviews

2015 Kirsten Jeppesen Kragh / Jan Lindschouw (eds.): Deixis and Pronouns in Romance Languages. Revista Internacional de Lingüística Iberoamericana 13(1), 229-233.
2013 Steven N. Dworkin – A History of the Spanish Lexicon. Romanistisches Jahrbuch 64. 340-345.
2011 Javier Elvira – Evolución lingüística y cambio sintáctico. Romanistisches Jahrbuch 62. 436-440.