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Manuela Barney Seidel

Manuela_Barney_Seidel (29)

Bildquelle: Jannis Sterr

Institut / Einrichtungen:

Fachgebiet / Arbeitsbereich:

Spanische Literaturwissenschaft (Lateinamerika) / AB Prof. Traninger

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
Raum JK 30/110
14195 Berlin

Sprechstunde

Im Wintersemester 2022/2023

Dienstag, 14:30-15:30 Uhr oder nach Vereinbarung

In JK 30/110 oder per Web-Ex

Melden Sie sich bitte vorab bei mir per Mail zur Sprechstunde an.  

Aktuelle Funktionen und Aufgabenbereiche

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am AB Prof. Dr. Anita Traninger 

Vita

Seit 2022: Promotion an der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien.

Thema der Dissertation: Von Barranquilla nach Paris – Transkulturelle und transtemporale Verflechtungen im literarischen Werk Marvel Morenos.

01/2021-06/2021: Auslandsaufenthalt an der Sorbonne Université in Paris, Frankreich.  

04/2019-02/2022: Masterstudium im Fach Europäische Literaturen an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Abschlussarbeit: Orianes weibliche Gegenwelt – Eine Untersuchung der Erzählung "Oriane, Tía Oriane" (1975) von Marvel Moreno und ihrer Verfilmung "Oriana" (1985) durch Fina Torres. Betreuende: Prof. Dr. Jörg Dünne, Prof. Dr. Mark-Georg Dehrmann. 

10/2014-02/2019:    Bachelorstudium in den Fächern Deutsche Literatur und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Abschlussarbeit: Gescheiterte Heimkehr – Zum Verhältnis zwischen Hermann Kesten und Hans Werner Richter. Betreuende: Prof. Dr. Roland Berbig, Prof. Dr. Steffen Martus. 

WiSe 2022/2023: Marvel Moreno im Kontext des lateinamerikanischen Booms, Do 10-12 Uhr

Dieses Proseminar widmet sich dem transnationalen Phänomen des sog. lateinamerikanischen Booms, durch welchen (zunächst nur männliche) Autoren Lateinamerikas in den 1960er und 1970er Jahren schlagartig auf der Bildfläche des europäischen Buchmarkts erschienen. Der Fokus wird zu Beginn des Seminars darauf liegen, den Boom als solchen genauer zu fassen und die für ihn wesentlichen Romane und Autoren (Julio Cortázar, Carlos Fuentes, Mario Vargas Llosa, Gabriel García Márquez u. a.) kennenzulernen. Dabei sollen diese Zuordnungen jedoch auch kritisch hinterfragt und diskutiert werden: Wer bestimmt welche Autor:innen zum Boom gehören und welche nicht? Reproduziert der Boom nicht eine eurozentristische Perspektive, die der geografischen Homogenisierung einer reichen und vielfältigen Literatur gleichkommt? Oder gibt es vielleicht doch Übereinstimmungen und Parallelen zwischen den Autoren und ihren Werken, die eine solche Kategorisierung rechtfertigen, wie zum Beispiel der gemeinsame Glaube an die Werte der Kubanischen Revolution? Um diese Fragen anhand eines konkreten Fallbeispiels weiter zu erörtern, soll dann die noch wenig bekannte, doch bemerkenswerte kolumbianische Autorin Marvel Moreno (1939-1995) vorgestellt werden, die als weibliche Autorin, deren erster Roman „En diciembre llegaban las brisas“ erst 1987 erschien, neben dem Boom auch gern den Unterkategorien des boom femenino und des post-boom zugezählt wird. So soll der Blick von der Makro- auf die Mikroebene gewendet werden, um die Position der Autorin im und zum Boom genauer zu erfassen.

Das Seminar kann auf Deutsch oder Spanisch stattfinden, dies wird mit den Studierenden zu Beginn des Semesters gemeinsam entschieden. Das Lesen spanischsprachiger (und teilweise englischsprachiger) Texte ist jedoch unerlässlich.

Forschungsinteressen 

- Feministische Theorie und transdisziplinäre Geschlechterstudien 

- Psychoanalyse 

- Literatursoziologie

- Filmwissenschaften (feministische Filmtheorie, Neues Argentinisches Kino)