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Eike Wittrock

Eike Wittrock

Eike Wittrock

Eike Wittrock

 

E-Mail: wittrock [at] schriftbildlichkeit.de

 

Dissertationsvorhaben

"Die Arabeske als Tanzfigur der Romantik"

 

Projektbeschreibung

Die Arabeske ist zentrale Figur des Romantischen Balletts, der Epoche des Bühnentanzes, die sich zwischen 1830 und 1850 hauptsächlich in Paris entwickelt hat. Eine Untersuchung dieser Ballette anhand dieser Figur eröffnet die Möglichkeit zentrale Fragen der Notation und Bildlichkeit im Tanz zu entfalten.

Zur Zeit des Romantischen Balletts hat sich keine Tanznotation entwickelt, die die technischen und ästhetischen Neuerungen dieser Tänze erfassen konnte. Die Arabeske des Romantischen Balletts, in der sich diese Neuerungen exemplarisch darstellen, ist aus einem hybriden Materialkorpus zu rekonstruieren und zu analysieren. Anhand von Bildmaterial, verschiedenen Textformen (Kritiken, Traktaten, Unterrichtsbeschreibungen) und Notationen, die Bild, Diagramm und Text verbinden, ist herauszuarbeiten, welche Position die Arabeske in einer möglichen Grammatik des Balletts einnimmt, und wie gerade diese Figur Narration und Bewegungs-Ornament integriert. Die Arabeske formuliert den Übergang vom tänzerischen Ausdrucksbild zum Bewegungsornament und dem Tänzerkörper als abstraktem Liniengeflecht.

Im Vergleich mit Hogarths line of beauty lässt sich im Anschluss daran eine Theorie der Linie in Bezug auf die Arabeske formulieren, die verschiedene Künste – und als bewegte Linie eben ganz besonders den Tanz – in ein generelles abstraktes ästhetisches Prinzip überführt. So fängt die arabeske Linie als Form der Bewegung Bewegung selbst ein. Die Arabeske als Figur des Romantischen Balletts wäre somit mehr als eine Ausdrucksfloskel, nämlich auch der Versuch Bewegung in einem bewegten Medium zu denotieren.

 

Curriculum Vitae

Seit 10/2008

Promotionsstipendium im Rahmen des Graduiertenkollegs "'Schriftbildlichkeit': Über Materialität, Wahrnehmbarkeit und Operativität von Notationen an der Freien Universität Berlin

2007

Magisterabschluss mit einer Arbeit über Merce Cunninghams Beach Birds for Camera und die Frage nach der Mimesis

2001-2007

Studium der Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin mit Schwerpunkten auf Tanz, Oper und Ästhetische Theorie

 

2008/2009

Künstlerische Leitung des Context-Festival #6 Politics of Ecstasy/Altered States of Presence am Hebbel am Ufer, Berlin (gemeinsam mit Jeremy Wade)

2007

Musik-Recherche für die Ausstellung Schmerz. Kunst und Wissenschaft im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart Berlin

2006-2008

Werkeinführungen an der Komischen Oper Berlin

Dramaturgien für Daniel Cremer (Eva. Das intrigante Stück, Schauspiel Köln) und Jeremy Wade (Throwing Rainbows Up, Les Subsistances Lyon u.a.).

 

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Deutsche Forschungsgemeinschaft
Dahlem Research School