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Dr. Sarah Dornhof

Institut / Einrichtungen:

Fachgebiet / Arbeitsbereich:

Postkolonialismus in zeitgenössischer Kunst und kultureller Politik in Marokko

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Adresse
Grunewaldstraße 34
12165 Berlin

Postkolonialismus in zeitgenössischer Kunst und kultureller Politik in Marokko

Im Mittelpunkt des Projektes stehen transnationale Kunst und kulturelle Politiken als Bereiche räumlicher und zeitlicher Neukonfiguration des Postkolonialen in Marokko.

Das Postkoloniale - als Bezeichnung einer Ordnung, die einerseits auf der geopolitischen Unterscheidung und einem hierarchischen Machtgefälle zwischen dem Westen und dem Nicht-Westen beruht, und andererseits diese Opposition zwischen Westen und Nicht-Westen permanent durchkreuzt und verunsichert - ist sowohl Bedingung transnationaler Kunst als auch materielles Ergebnis eben solcher Kunst.

Die Forschung richtet sich auf die Art, in der kulturelle Politiken in der Intersektionalität von Gender, Religion, Ethnizität, Sprache, Klasse und Nationalität Blickregime verändern, in denen sich Ebenen der Sichtbarkeit, der Repräsentation und der Subjektivierung überkreuzen. Der Begriff des Blickregimes umfasst – ähnlich wie der des Dispositivs – die komplexen materiellen Bedingungen, die bestimmte Sichtweisen und Sichtbarkeiten möglich machen. Er betont Verschränkungen, Übergänge und wechselseitige Veränderungen von Blicken und Realitätsvorstellungen, von Bildern und Narrativen, von Kunst und Politik, und macht diese Verschränkungen analysierbar. Das Projekt untersucht anhand von Beispielen aus Film, Theater und Malerei auf welche Weisen hegemoniale Bilder und orientalistische Traditionen in unterschiedlichen transnationalen Formationen sowohl reproduziert als auch verändert werden.

Deutsche Forschungsgemeinschaft