Verabschiedung von Dr. Dagmar Walach

News vom 06.06.2011

Protestmarsch nach Washington D.C. gegen die Vollstreckung des Todesurteils von Julius und  Ethel Rosenberg (1953)
Foto: Alfred J. Balcombe

Am 31. Mai 2011 fand am Institut für Theaterwissenschaft zugleich eine Vernissage und eine Finissage statt: Die von Dr. Dagmar Walach kuratierte Ausstellung „Camera Work – Alfred J. Balcombe“ wurde eröffnet und Dagmar Walach verabschiedete sich an diesem Abend von ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Leiterin der Theaterhistorischen Sammlungen an der FU, um sich in den Ruhestand zu begeben.

Die Ausstellung präsentiert im Foyer des Instituts für Theaterwissenschaft bisher noch nie gezeigte Fotografien des Engländers Alfred J. Balcombe, dessen fotografisches Werk im Rahmen einer Schenkung seines Sohnes Michael J. Balcombe im Jahr 2010 dem Institut übereignet wurde. In der Ausstellung werden die unterschiedlichen Facetten von Balcombes fotografischer Arbeit präsentiert – von Fotos des „social life“ in den USA und im England der 1940er und 1950er Jahre bis hin zu Szenenfotos vom New Yorker Off-Broadway oder von Inszenierungen des Dramatic Workshops unter Leitung von Erwin Piscator.

Zur Ausstellungseröffnung kamen Wegbegleiter Dagmar Walachs und Uni-Angehörige genauso wie eine Vielzahl Studierender. In ihrer Begrüßung zu der Veranstaltung dankte Prof. Dr. Dr. h.c. Erika Fischer-Lichte Dagmar Walach für ihre 10-jährige Tätigkeit an der FU und vor allem für ihr unschätzbares Engagement für die Theaterhistorischen Sammlungen, die dank gut gewählter Ankäufe und sorgsamer Aufarbeitung der vorhandenen Bestände nunmehr als fester Ansprechpartner für Theaterhistoriografen sowie für Forscherinnen und Forscher anderer Disziplinen wahrgenommen werden. Erika Fischer-Lichtes Dank galt darüber hinaus der Lehre Dagmar Walachs, mit der bei vielen Studierenden das Interesse für Theatergeschichte und für die Auseinandersetzung mit Archivalien geweckt wurde, ebenso wie den vielen Ausstellungen, die den Uni-Alltag bereicherten, und den Jahresgaben, die dank tiefgründiger Recherche und genauer Zusammenstellung der Dokumente wichtige Beiträge für die Theatergeschichtsforschung liefern.

Sascha Förster


 

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