Ehrendoktorwürde für Cees Nooteboom

News vom 29.09.2008

Cees Nooteboom. Foto: Simone Sassen

Der Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften ehrt den niederländischen Schriftsteller, Lyriker und Essayisten Cees Nooteboom mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde.

Mit Cornelis Johannes Jacobus Maria Nooteboom wird ein bedeutender Vertreter der Weltliteratur und zugleich ein Autor, der durch seine Arbeiten auf besondere Weise mit der Stadt Berlin und ihrer bewegten Geschichte verbunden ist, geehrt.
Nooteboom wurde 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman ("Philip en de anderen"), der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel "Das Paradies ist nebenan" veröffentlich wurde. Während seiner Tätigkeit als Journalist berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den VI. Parteitag der SED, fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band "Paris, Mai 1968"), Ende der 70er Jahre über den Umsturz im Iran und ab November 1989 über den Zusammenbruch der DDR. Mit dem inzwischen auch verfilmten Roman "Rituale" erzielte er 1980 einen seiner großen Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in mehr als 15 Sprachen übersetzt ist, umfaßt Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie "Allerseelen" ("Allerzielen").
Das Werk von Cees Nooteboom ist vielfach ausgezeichnet worden, angefangen 1957 mit dem Anne-Frank-Preis für "Das Paradies ist nebenan", bis zum Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur (2003) und dem P.C. Hooft-Preis für das Gesamtwerk (2004). Nooteboom erhielt 1992 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, wurde im selben Jahr in die Akademie der Künste (Berlin) aufgenommen und 1997 zum Ehrenmitglied der Modern Language Association ernannt.

Die Feierstunde findet am Donnerstag, 13. November 2008, um 18.00 Uhr
im Hörsaal 1b des Gebäudes Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin statt.
Da nur limitierte Plätze zur Verfügung stehen,
bitten wir Sie freundlich um Anmeldung bis zum 6. November 2008
an nooteboom@dhc.fu-berlin.de

 

Quelle: Suhrkamp Verlag, Wikipedia, Pressemitteilung der FU

 

42 / 83