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PD Dr. Werner Kogge

Institut / Einrichtungen:

Adresse
Fabeckstrasse 15
14195 Berlin
Fax
030 838-56430

Sprechstunde

nach Vereinbarung

Aktuelle Funktionen und Aufgabenbereiche

  • Seit 11/ 2017: Leitung des Bereichs Wissenschaftsphilosophie und Politische Theorie der Kollegforschungsgruppe "Governance-Strategien und Partizipationsformen im Alten Orient"
  • Seit Januar 2013:  TopoiLab: Theoretische und methodologische Netzwerkstelle im Exzellenzcluster Topoi: The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations; eingestellt für die FU-Berlin.
  • Seit 2001: Dozent für Philosophie an der Freien Universität Berlin

 

Vita

 

Mai 2013 Habilitation: Habilitationsvortrag "Prozeduralismus, Verfahrensgerechtigkeit und die Frage der Gestaltbarkeit von Verfahren"
seit 1/2013 TopoiLab: Theoretische und methodologische Netzwerkstelle im Exzellenzcluster "Topoi: The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations"; eingestellt für die FU-Berlin
2012 Fertigstellung der Habilitationsschrift "Intervention durch Begriffsforschung. Experimentelle Konkretion molekularbiologischer Konzepte nach Wittgenstein"
8/2012-12/2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik, Freie Universität Berlin: Erstellung von Lehrbriefen zum Thema Informationsethik
2009-2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Verkörperte Information – 'Lebendige' Algorithmen & Zelluläre 'Maschinen'. Konzepte und Bilder der 'Converging Technologies'". BMBF Verbundprojekt (Programm: 'Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaft'), Institut für Philosophie, FU Berlin
2004-2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Von der Schrift zur Spur: Das Spurenlesen als Kulturtechnik im Spannungsfeld von Medientheorie, Genforschung und Computertechnik (gefördert von der DFG, Leitung Prof. Sybille Krämer; Institution: Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HU-, FU-, TU-Berlin))
2001-2004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Die Operativität der Schrift: Textur und Text als kulturtechnisches Potenzial" (gefördert von der DFG, Leitung Prof. Sybille Krämer; Institution: Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HU-, FU-, TU-Berlin)
1999-2001 Postdoc am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung, Bielefeld; Projekt:  "Eine frühe Moderne: Wissen, Wissenschaft und Gemeinwohl in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts"
1999 Promotion zum Dr. phil. an der Humboldt-Universität zu Berlin;  Gutachter: Prof. Oswald Schwemmer, Prof. Herbert Schädelbach. Dissertationsarbeit "Die Grenzen des Verstehens.  Philosophie und Kulturdifferenz" (erschienen bei: Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2002)
1995-1998 Promotionsstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert durch ein Promotionsstipendium der "Studienstiftung des deutschen Volkes"
1995 Magisterprüfung in den Fächern Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Bremen
1994-1995 Studium der Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Bremen. Studentische Hilfskraft im Forschungsprojekt "Geschichte und Identität" von Prof. Matthias Waltz, Bremen
1993-1994 Studium der Philosophie an der Université de Provence, Aix-Marseille
1992-1993 Studium der Philosophie und Kulturwissenschaften an der Universität Bremen
1989-1992 Studium der Philosophie, Filmwissenschaften und Psychologie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

 

 


Vorschau SoSe 2021:

Der Demokratiebegriff

Mit dem Begriff der Demokratie werden verschiedene Praktiken, Strukturen und Institutionen assoziiert: Freie Wahlen, Partizipation, Repräsentation, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Legitimität, Minderheitenschutz, Widerstandsrecht etc. Im Seminar werden wir diese Elemente jeweils hinsichtlich ihrer historischen Genese und ihres systematischen Stellenwerts für den Begriff rekonstruieren und uns mit betreffenden Debatten auseinandersetzen.

Auf dieser Grundlage werden wir auch Demokratie-Rankings und Klassifikationen von Demokratien kritisch diskutieren.

Aktuelles Seminar:

WiSe 2020/2021

Rechts- und Staatstheorien seit dem 19. Jahrhundert

Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Gesetzesherrschaft, Legitimität und Regierungsform sind zentrale Themen der politischen Philosophie. Wir nähern uns diesem Themenkomplex, indem wir verschiedene Schulen und Ansätze der Rechtstheorie, der politischen Theorie und der Demokratietheorie in den Blick nehmen. Nachdem wir im WS 2019/2020 rechtsphilosophische Probleme von der Antike bis zur Gegenwart behandelt haben, soll nun der Schwerpunkt auf jüngeren Theorieansätzen liegen. Ein Resümee der historischen Problemstellungen wird im ersten Teil theoretische Voraussetzungen der jüngeren Problemstellungen einholen (weshalb ein Besuch des Vorgängerseminars zwar günstig, aber nicht Voraussetzung ist). Im zweiten Teil werden prominente Ansätze des 20. Jahrhunderts besprochen, im dritten Teil aktuelle Tendenzen.

Rückblick:

WiSe 2019/2020

Geschichte der Rechtsphilosophie

Wie verhalten sich Recht, Gerechtigkeit und Gesetz zueinander? Ziel des Seminars ist ein Überblick über rechtsphilosophische Ansätze in historischer Perspektive. Wir werden u.a. Texte von Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin, Bodin, Hobbes, Locke, Montesquieu, Kant und Hegel lesen. Außerdem werden wir uns einige Ansätze der Rechtsphilosophie der Gegenwart näher ansehen.

SoSe 2019

Begriff und Begriffsforschung

Was ist ein Begriff? Was bedeutet Begriffsanalyse? Welche Varianten der Begriffsforschung gibt es? Welche Rolle spielt die Begriffsgeschichte in der Philosophie? Wir werden uns mit diesen Fragen beschäftigen, indem wir zum einen jüngere Texte zu diesen Themen diskutieren, zum anderen uns einige klassische Ansätze zur 'Arbeit am Begriff' genauer ansehen. Dazu verwenden wir u.a. Textausschnitte von Platon, Aristoteles, Bacon, Wittgenstein, Austin, Arendt und Koselleck. Leitendes Ziel ist die Frage, welche Rolle Begriffsarbeit in der Forschung allgemein spielen kann und welche Ansätze die Philosophie hier zu bieten hat.

 

WS 2018/19

Demokratietheorien

In einem ersten Schritt werden wir zentrale demokratietheoretische Texte kennenlernen. Wir lesen eine Auswahl einschlägiger Texte von Aristoteles, Marsilius von Padua, Nicolò Machiavelli, Thomas Hobbes, John Locke, Charles de Montesquieu, Jean-Jacques Rousseau, Alexis de Tocqueville, Karl Marx und Max Weber. Ein Schwerpunkt unserer Beschäftigung mit den Texten liegt auf der Frage, in welchem ontologischen und anthropologischen Kontext die jeweiligen Demokratietheorien stehen: wie wird die Beschaffenheit der Welt und die Beschaffenheit des Menschen jeweils gedacht und wie gehen diese Konzeptionen in die Auffassung der Möglichkeit und des Werts von Demokratie ein?

Beschäftigen werden wir uns außerdem mit der Frage, ob es überhaupt berechtigt ist, von einem abendländischen Ursprung der Demokratien auszugehen. Und schließen werden wir mit einem Ausblick auf aktuelle Problemstellungen der Demokratietheorien.

 

SoSe 2018

Regierungskunst und Kritik nach Michel Foucault

Am Leitfaden von Michel Foucaults Vorlesungen zur "Geschichte der Gouvernementalität" (I und II) werden wir unterschiedliche Konzepte der Kunst zu Regieren kennenlernen. Dabei werden wir einer Reihe von Bezügen zu Konzepten der politischen Theorie vertiefend nachgehen, die Foucault thematisiert: u.a. zu Platon, Machiavelli, Locke, Hume, Ferguson, Weber und die Autoren der Frankfurter Schule. Ein Schwerpunkt im Seminar wird auf der Frage liegen, welche Konzepte von Kritik, Korrektiv und Ausgleich in den jeweiligen Auffassungen des Regierens eingelassen bzw. denkbar sind. Einige Aspekte aktueller Debatten um Regieren/ Kritik werden im letzten Drittel des Seminars behandelt.

 

 WiSe 2017-18

Die Politik des Aristoteles

In seiner Politik vergleicht Aristoteles verschiedene Formen der Staatsverfassung und diskutiert ihre Vorzüge und Nachteile unter verschiedenen Bedingungen. In intensiver Lektüre werden wir zentrale Abschnitte seiner Konzeption rekonstruieren. Dabei werden wir immer wieder auch Querverbindungen zu Textausschnitten aus der Ethik und der Metaphysik nachgehen, um ein vertieftes Verständnis theoretischer Begriffe zu erreichen. Ein Ziel wird auch sein zu erschließen, in welchem Sinne die aristotelische politeía Vorstellungen von Partizipation einschließt.

Griechischkenntnisse sind hilfreich, aber nicht Voraussetzung.   


SoSE 2017

Von der Staatskunst (politiké) zu Bürokratie und Governance

Thema des Seminars sind Konzepte von 'Regieren', 'Regierungskunst' und 'Governance' wie sie sich in Diskursen abendländischer Philosophie und politischer Theorie zeigen. Dies umschließt die Rolle, die verschiedene Formen der Institutionalisierung von Regelungen wie Gesetze, Vorschriften, Verfahren, Verwaltungen dabei spielen.

Aus demokratietheoretischer Sicht interessiert besonders, wie solche Regelungen zustande kommen und welche Formen der Partizipation in der Regelschöpfung und Regelanwendung vorgesehen sind bzw. praktiziert werden.

Im ersten Teil des Seminars werden wir die Darstellungen rekonstruieren, die Platon und Aristoteles in dieser Sache geben. Wir werden uns intensiv mit einschlägigen Textpassagen beschäftigen, wobei der Schwerpunkt auf die Schriften des Aristoteles zu Politik und Ethik gelegt wird.

 Im zweiten Teil werden wir in einem historischen Längsschnitt punktuell die "Problemgeschichte der Rechtsphilosophie" nachvollziehen. Leitfaden dazu wird der gleichnamige Text von Arthur Kaufmann sein.

Im dritten Teil werden wir einschlägige Analysen aus dem 20. Jahrhundert kennenlernen: Max Webers Konzept der bürokratischen Verwaltung als formale und rationalste Form der Herrschaftsausübung, Hannah Arendts Analyse des Staatsapparates und bürokratischen Agierens als Elemente totalitärer Herrschaft, Michel Foucaults Konzept der Gouvernementalität als Analysewerkzeug für die spezifisch westlich-moderne Form des Regierens, und schließlich die Hinwendung der Politikwissenschaften zu einem Begriff von 'Governance' als Regierungskonzept in spätmodernen, komplexen Regelsystemen.

Literatur

Arthur Kaufmann: "Problemgeschichte der Rechtsphilosophie", in: Arthur Kaufmann und Winfried Hassemer (Hrsg.): Einführung in die Rechtsphilosophie und Rechtstheorie der Gegenwart, Heidelberg 1994, S. 30-178.

 

WS 2016/17

Wissenschaftstheorie für interdisziplinäres Arbeiten II: Wissenschaftstypen

Philosophische Wissenschaftstheorie hat sich zum allergrößten Teil ausschließlich mit Naturwissenschaften beschäftigt. Daneben entstand im 19. Jahrhundert eine Reflexionstradition der philologischen und historischen Disziplinen, die insbesondere darauf zielte, die Unterschiede zwischen Natur- und Geisteswissenschaften näher zu bestimmen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich zudem eine Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften, die sich aber aus dem Dualismus von "erklärender Naturwissenschaft" und "verstehender Geisteswissenschaft" nie ganz befreien konnte, wenngleich insbesondere im Bereich der Wissenschaften vom Fremden (Ethnologie; Cultural Anthropology) neuartige Problemstellungen und Perspektiven zum Vorschein kamen. Eine besondere Wendung stellte dann die Entstehung einer Wissenschaftssoziologie dar, die in ein nicht leicht zu bestimmendes Konkurrenzverhältnis zur philosophischen Wissenschaftstheorie trat.

Wegen ihrer Unübersichtlichkeit und ihrer ungleichgewichtigen Fokussierung bietet dieser theoretische Hintergrund wenig Handhabe, um Probleme und Potenziale interdisziplinärer Kooperationen in den Blick zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund werden in Teil II des Seminars Frageweisen, Begründungsfiguren und Validierungsstrategien in unterschiedlichen wissenschaftlichen Vorgehensweisen untersucht und miteinander verglichen. Das Seminar schließt an die gleichnamige Veranstaltung im SoSe 2016 an, lässt sich aber auch als eigenständige Veranstaltung belegen.

Grundlage des Seminars sind Texte aus zwei Büchern von Stephen Toulmin: Voraussicht und Verstehen. Ein Versuch über die Ziele der Wissenschaft, Frankfurt/M. (im Orig, Foresight and Understanding. An Inquiery into the aims of Science, London 1968) und Einführung in die Philosophie der Wissenschaft, Göttingen, o.J. (im Orig.: The Philosophy of Science. An Introduction, London 1953)

SoSe 2016

Wissenschaftstheorie für interdisziplinäres Arbeiten, Kooperationen und Forschungsverbünde

 

Location: Habel 30\SIR 2 Sitzungsraum (Habelschwerdter Allee 30)

Schedule: Do 16:00-18:00

Class starts on: 2016-04-21

Course language: German

 Philosophische Wissenschaftstheorie hat sich zum allergrößten Teil ausschließlich mit Naturwissenschaften beschäftigt. Daneben entstand im 19. Jahrhundert eine Reflexionstradition der philologischen und historischen Disziplinen, die insbesondere darauf zielte, die Unterschiede zwischen Natur- und Geisteswissenschaften näher zu bestimmen. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich zudem eine Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften, die sich aber aus dem Dualismus von "erklärender Naturwissenschaft" und "verstehender Geisteswissenschaft" nie ganz befreien konnte, wenngleich insbesondere im Bereich der Wissenschaften vom Fremden (Ethnologie; Cultural Anthropology) neuartige Problemstellungen und Perspektiven zum Vorschein kamen. Eine besondere Wendung stellte dann die Entstehung einer Wissenschaftssoziologie dar, die in ein nicht leicht zu bestimmendes Konkurrenzverhältnis zur philosophischen Wissenschaftstheorie trat.

Wegen ihrer Unübersichtlichkeit und ihrer ungleichgewichtigen Fokussierung bietet dieser theoretische Hintergrund wenig Handhabe, um Probleme und Potenziale interdisziplinärer Kooperationen in den Blick zu bekommen.

Ziel des Seminars ist es deshalb, im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre und ausgehend von einer "Gleichbedeutsamkeitsthese" aller wissenschaftlicher Disziplinen Ansätze zu erarbeiten, die es erlauben, unterschiedliche Typen wissenschaftlichen Arbeitens zueinander ins Verhältnis zu setzen.

In einem ersten Teil werden wir dazu Grundlagentexte aus den genannten Reflexionstraditionen lesen und diskutieren. In einem zweiten Teil sichten wir aktuelle Beiträge zur Problematik der Interdisziplinarität; um dann in einem dritten Teil theoretische Versuche darüber anzustellen,  wie sich das Verhältnis unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen zueinander strukturell bestimmen lässt.

Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende aus dem Fach Philosophie und an theoretisch Interessierte aus interdisziplinären Forschungsverbünden.

WS 2015/16

Begriffliche Einsätze in der politischen Theorie

Seminarleitung: Werner Kogge
Zeit: Donnerstags 14-16 Uhr
Ort: Habel 30\SIR 2 Sitzungsraum (Habelschwerdter Allee 30)
Erster Termin: 15. 10. 2015

Der Gedanke, dass die politische Sphäre ein Raum von Sinn und Bedeutung ist und dass politische Praxis deshalb eng mit sprachlicher und begrifflicher Arbeit verschlungen ist, dieser Gedanke hat eine Reihe von Ansätzen der jüngeren politischen Theorie bestimmt. In unserem Seminar soll es um die Frage gehen, wie die Idee der Sprach- und Begriffsgebundenheit des Politischen jeweils ausbuchstabiert wird und welche Folgen sich daraus für politische Praxis und Kritik ergeben. Im Mittelpunkt werden Texte von Max Horkheimer ("Traditionelle und kritische Theorie"), Hannah Arendt (aus "Übungen im politischen Denken 1"), Ludwig Wittgenstein (in der Interpretation von Hanna F. Pitkin: "Wittgenstein and Justice"), Michel Foucault ("Was ist Kritik?") und Jacques Derrida ("Gesetzeskraft") stehen. Diese Texte haben eine Vielzahl weiterführender Konzeptionen und Debatten ausgelöst, die wir an verschiedenen Punkten nachvollziehen wollen. Darüber hinaus soll auch der Frage nachgegangen werden, welche Rolle sprach- und begriffszentrierte Ansätze in der Theorielandschaft gegenwärtiger Politikwissenschaften spielen.

 

SoSe 2015

Theorien der historischen Wissenschaften

Wenn in der Philosophie von Wissenschaftstheorie die Rede ist, dann ist dabei meist nur an Theorie der Naturwissenschaften gedacht. Aber ist es nicht ein Vorurteil, dass unterschiedlichen Wissenschaften unterschiedliches Gewicht für unsere Erkenntnis zukommt?

Ein Schwerpunkt unseres Seminars zu Theorien der historischen Wissenschaften wird daher auf der Frage liegen, wie sich Erkenntnisformen der historischen Disziplinen zu denen anderer Fächer, nicht nur der Natur-, sondern auch der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften verhalten. Dazu werden wir aber auch die Binnendifferenzierung der historischen Fächer in den Blick nehmen: Welche Fragestellungen gibt es in den Geschichtswissenschaften? Wie verhalten sich die Ausgangsstellungen von Fächern, die in ihrer Erkenntnis auf Schriftdokumente zurückgreifen können, von solchen, die 'nur' über Quellen materialer Kultur verfügen (prähistorische Archäologie)? Verändert sich die Erkenntnisform im Verhältnis zur zeitlichen und kulturellen Nähe oder Ferne des Erkenntnisgegenstandes? Was bedeuten Begriffe wie 'Quelle', 'Fund', 'Analogie' und 'Vergleich' in den historischen Disziplinen? Welche Debatten drehen sich um Schlagwörter wie 'Erklären', 'Verstehen', 'Beschreiben', 'Fiktion' und 'Konstruktion'?

Solchen Fragen werden wir anhand sowohl von klassischen als auch von jüngeren Texten nachgehen. Wir werden Texte lesen, die aus der Reflexion der historischen Disziplinen stammen, aber auch solche, die geschichtswissenschaftliche Fragen von der Philosophie her in den Blick nehmen. Zur Vorbereitung können Sie sich einen Eindruck vom Themenspektrum verschaffen durch die Einleitung in: Pietro Rossi (Hrsg.), "Theorien der modernen Geschichtsschreibung", Frankfurt/M. 1987.

WS 2014 / 2015

Paradigmen von Erkenntnis in der Geschichte der Philosophie – eine Einführung in die theoretische Philosophie

Auf die Frage, wie Erkenntnis zustandekommt, hat die Philosophie in ihrer Geschichte einen ganzen Strauß unterschiedlicher Antworten entwickelt. In diesem Seminar wollen wir uns einen Überblick verschaffen, indem wir uns verdeutlichen, welche musterhaften Beispiele (Paradigmen) verschiedenen Konzeptionen des Erkennens zugrundeliegen. Dabei sind es vor allem zwei Fragen, an denen wir uns orientieren: (1.) Wo und wie wird Erkenntnis im Spannungsfeld von Unmittelbarkeit und Vermitteltheit verstanden? Anders formuliert: Gibt es unmittelbare Erkenntnis (z.B. als unvermittelte Wahrnehmung, Erfahrung oder intellektuelle Einsicht) oder ist alle Erkenntnis an Vermittlung gebunden? (2.) Wie verhalten sich die unterschiedlichen Vermittlungswege in den unterschiedlichen Konzeptionen von Erkenntnis zueinander? Verschiedene Paradigmen zeigen Erkenntnis in den Strukturen von verschiedenen Medien und Prozessformen. Inwiefern und in welcher Weise ist Erkenntnis jeweils an Sprache, an Sinnlichkeit, an Formalismen (der Logik und Mathematik), an bestimmte Normen des Sprechens und (wissenschaftlichen) Vorgehens gebunden?

Wir werden diesen Fragen in einem 'Längsschnitt' der Philosophiegeschichte nachgehen und folgende Texte ausführlich behandeln:

1. Platon: Politeia (Höhlengleichnis)

2. Aristoteles, Metaphysik, Buch 1, Kap. 1 u. 2

3. René Descartes: Meditationes de prima philosophia, 1. + 2. Meditation

4. Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Phänomenologie des Geistes, Einleitung.

5. Rudolf Carnap: Scheinprobleme in der Philosophie

6. Charles Taylor: „Bedeutungstheorien“, in: Ders., Negative Freiheit

SoSe 2014

Francis Bacons "Novum Organum"

Francis Bacons philosophisches Hauptwerk trägt nicht zufällig den Titel Novum Organum, ist es doch von seinem Verfasser ausdrücklich als Neu- und Gegenkonzeption auf die erkenntnistheoretischen und logischen Schriften des Aristoteles, die unter dem Obertitel Organon überliefert sind, gerichtet. Allerdings darf die Frontstellung gegen Aristoteles – die ohnehin aus heutiger Sicht mehr als eine Frontstellung gegenüber dem scholastisch überformten Aristotelismus verstanden werden muss – nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bacon seine Konzeption wissenschaftlicher Erfahrung durchaus im Rahmen des aristotelischen Grundschemas der Induktion (epagogé) anlegt.

Das Neue, das Bacons Philosophie in Abhebung vom Denken der Antike und des Mittelalters prägt, liegt in der Einführung eines fundamentalen antagonistischen Moments in den Prozess der Wissensgenerierung. Es geht Bacon um eine "tätige Wissenschaft", in der die Natur durch systematische Experimente "gepreßt und geformt wird". Im Unterschied zu Galilei und Descartes (die ebenfalls eine entscheidende Rolle für das moderne Verständnis von Wissenschaft spielen), stellt Bacon seine Wissenschaftstheorie aber weniger auf mathematische oder logische Verfahren ab, vielmehr auf begriffliche Arbeit in der Erfahrung. Haben wir es bei Bacons Novum Organum also mit einer alternativen Konzeption neuzeitlicher Wissenschaft zu tun? Und kann Bacons Werk eine Vermittlerrolle zu Aristotelischen Konzeptionen spielen, wenn es heute darum geht, Wissenschaften praxeologisch zu denken? Solche Fragen werden uns in der Lektüre dieses Klassikers der Wissenschaftsphilosophie leiten.

Francis Bacon, Neues Organon, 2 Bde., Lateinisch-Deutsch, hrsg. u. m. einer Einl. v. Wolfgang Krohn, Meiner Verlag Hamburg 1990.

Weitere Lehrveranstaltungen früherer Semester:

  • WS 2013/14: Wissen, Klugheit, Weisheit und Können bei Aristoteles

     (Seminar, FU-Berlin, Institut für Philosophie)

  • SoSe 2013: Ordinary Language Philosophy

    (Seminar, FU-Berlin, Institut für Philosophie)

  • WS 2012/13:Theorien des Experimentierens

    (Seminar, FU-Berlin, Institut für Philosophie)

  • SoSe 2012: Philosophie der Biologie

(Seminar, FU-Berlin, Institut für Philosophie)

  • SoSe 2011: Das Zeichen zwischen Natur und Kultur

(Schreibkurs,  FU-Berlin, Institut für Philosophie)

  • SoSe 2010: Der Begriff der Erfahrung in der Philosophie

(Hauptseminar, FU-Berlin, Institut für Philosophie)

  • WS 2009/10: Philosophie des Lebendigen von Aristoteles zur Molekularbiologie

(Hauptseminar, FU-Berlin, Institut für Philosophie)

  • WS 2004/05: Wittgenstein über Farben und Aspekte

(Hauptseminar, FU-Berlin/ Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik)

  • WS 2003/04: Kunst, Können, Technik in der Philosophie Martin Heideggers

(Hauptseminar, FU-Berlin/ Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik)

  • SoSe 2002: Technikphilosophie

(Hauptseminar, FU-Berlin)

  • SoSe 2001: Theorien des Multikulturalismus

(Proseminar, FU-Berlin)

  • WS 2000/01: Philosophische, historische und soziologische Aspekte von Technik

(Lektüreseminar am Graduiertenkolleg 'Genese, Strukturen und Folgen von Wissenschaft und Technik', Universität Bielefeld)

  • SoSe 2000: Technikphilosophie

(Lehrveranstaltung am philosophischen Institut der Universität Bielefeld)

  • SoSe 2000: Grundlagentexte der soziologischen, historischen und philosophischen Wissenschaftsforschung

(Lektüreseminar am Graduiertenkolleg 'Genese, Strukturen und Folgen von Wissenschaft und Technik', Universität Bielefeld)

  • WS 1999/00: Philosophie des Lebendigen bei Kant und Herder

(Seminar, Universität Bielefeld)

  • SoSe 1997: Einführung in die Philosophie

(Tutorium an der Humboldt-Universität zu Berlin)

 

FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

Im Zentrum meiner Forschung steht die Frage, was eine experimentelle Begriffsarbeit in verschiedenen Themengebieten leisten kann – und zwar in folgenden Verknüpfungen:

  • Politische Theorie, Verfahrensgerechtigkeit, Ethik
  • Sprachphilosophie (mit einem Schwerpunkt auf Wittgenstein)
  • Wissenschaftsphilosophie (mit einem vergleichenden Ansatz)
  • Technikphilosophie (Leitfrage: Impact neuer Technologien)
  • Philosophie des Lebendigen (mit einem Schwerpunkt auf Epistemologie der Molekularbiologie)

Historische Schwerpunkte liegen auf Antike, Frühe Neuzeit und 20. Jahrhundert



2017

Experimentelle Begriffsforschung. Philosophische Interventionen am Beispiel von Code, Information und Skript in der Molekularbiologie. Mit einer Abhandlung zu Wissenschaftstheorie nach Wittgenstein, VerlagVelbrück-Wissenschaft, Weilerswist

2002

Die Grenzen des Verstehens: Kultur – Differenz- Diskretion (Diss.), Verlag Velbrück-Wissenschaft, Weilerswist

2001

Verstehen und Fremdheit in der philosophischen Hermeneutik: Heidegger und Gadamer, Georg Olms Verlag, Hildesheim



 

 

2013                                

Synthesis. Zur Konjunktur eines philosophischen Begriffs in Wissenschaft und Technik (gemeinsam mit Gabriele Gramelsberger und Peter Bexte), Transcript Verlag, Bielefeld.

2007

Spur. Spurenlesen als Orientierungstechnik und Wissenskunst (gemeinsam mit Sybille Krämer und Gernot Grube), Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M.

2005

Kulturtechnik Schrift: Die Graphé zwischen Bild und Maschine (gemeinsam mit Sybille Krämer und Gernot Grube), Fink Verlag, München.

2001

Wissensgesellschaft: Transformationen im Verhältnis von Wissenschaft und Alltag (gemeinsam mit Heike Franz/ Torger Möller/ Torsten Wilholt), IWT-Paper 25, Universität Bielefeld; erschienen als Internet - Publikation: [URL: http://archiv.ub.uni-bielefeld.de/wissensgesellschaft]



 

2020                                

  • Artikel: „Schrift“, Version 2.0, 17.02.2020, ORGANON terminology toolbox, Berlin: eDoc-Server der Freien Universität Berlin.

2019                                

  • 'Despot und (orientalische) Despotie – Brüche im Konzept von Aristoteles bis Montesquieu' (gemeinsam mit Lisa Wilhelmi). In: Saeculum. Jahrbuch für Universalgeschichte, 69. Jahrgang 2019, II, S. 305-341.
  • Artikel „Metapher“ (gemeinsam mit Christian Barth und Daniel A. Werning), Version 1.2, 25.11.2019, ORGANON terminology toolbox, Berlin: eDoc-Server der Freien Universität Berlin. DOI: http://dx.doi.org/10.17169/FUDOCS_document_000000027419

2018                                

  • 'Großbaustellen in der Theorielandschaft. Konzeptuelle und ideengeschichtliche Hintergründe baulicher Größe'. In: Klaus Rheidt/ Werner Lorenz (Hrsg.): Groß Bauen. Großbaustellen als kulturgeschichtliches Phänomen, Basel, Birkhäuser Verlag 2018, S. 15-23.

2017                                

  • 'Was heißt 'Übersetzen'? – Eine sprachpragmatisch-kriteriologische Skizze'. In: Saeculum. Jahrbuch für Universalgeschichte, 67. Jahrgang 2017, 1, S. 11-19.
  • Artikel „Wissen“, Version 1.1, 10.10.2017, ORGANON terminology toolbox, Berlin: eDoc-Server der Freien Universität Berlin. http://dx.doi.org/10.17169/FUDOCS_document_000000027423

2016

  • "Verkörperung – Embodiment – Körperwissen: Eine historisch-systematische Kartierung". In: Almut Renger und Christoph Wulf: Körperwissen: Transfer und Innovation, Paragrana: Internationale Zeitschrift Historische Anthropologie, Band 25, 2016, Heft 1, S. 33-48.
  • "Thinking Big. Research in Monumental Constructions in Antiquity" (gemeinsam mit: Hagan Brunke, Evelyne Bukowiecki, Eva Cancik-Kirschbaum, Ricardo Eichmann, Margarete van Ess, Anton Gass, Martin Gussone, Sebastian Hageneuer, Svend Hansen, Werner Kogge, Jens May, Hermann Parzinger, Olof Pedersén, Dorothée Sack, Franz Schopper, Ulrike Wulf-Rheidt and Hauke Ziemssen). In: Space and Knowledge. Topoi Research Group Articles, eTopoi. Journal for Ancient Studies, Special Volume 6 (2016), 250–305

2015

  • "Sich –Einlesen in die Wirklichkeit – das Spurenleseparadigma. In: Hans-Christian von Herrmann und Jeannie Moser: Lesen. Ein Handapparat, Klostermann, Frankfurt/M., S. 143-155.
  • "Die Frage nach den Kriterien. Wittgensteinsche Perspektiven für die Technikphilosophie". In: Jahrbuch Technikphilosophie. Ding und System, Zürich, Berlin, S. 93-115.
  • Studienbrief 'Einführung in die Informationsethik', in: Sandro Gaycken / Werner Kogge: Zertifikatsprogramm 'Informationsethik und Datenschutz für Ermittler und Verteidiger', Freie Universität Berlin 2015, S. 11-46. Online unter: https://www.inf.fu-berlin.de/groups/ag-si/files/projects/openc3s/Informationsethik.pdf.

2014                                

  • "C-ELSI. Für eine neue Rolle des Faktors Kultur in der Wissenschafts- und Technikgestaltung" (gemeinsam mit Birgit Griesecke). In: Birgit Griesecke, Fremde Wissenschaft? Konzepte geistes- und kulturwissenschaftlicher Wissenschaftsforschung, kadmos Verlag, Berlin, S. 91-148.

 2013

  •  "Synthetic biology and its alternatives: Descartes, Kant and the Idea of Engineering Biological Machines" (gemeinsam mit Michael Richter), in: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences. Special Issue: 'Philosophical Perspectives on Synthetic Biology', Vol. 44, Issue 2, June 2013, S. 181-190.
  • "Unverfügbarkeit in der Synthese. Untersuchungen zu Chemie und Biotechnologie im Zusammenspiel naturwissenschaftlicher und philosophischer Perspektiven" (gemeinsam mit Michael Richter). In: Gabriele Gramelsberger, Peter Bexte, Werner Kogge (Hrsg.), Synthesis. Zur Konjunktur eines philosophischen Begriffs in Wissenschaft und Technik, Transcript Verlag, Bielefeld.

2012

  • "Script, Code, Information: How to Differentiate Analogies in the 'Prehistory' of Molecular Biology", in: History and Philosophy of the Life Sciences 34 (2012), S. 595-626 (überarb. und übersetzte Version v. "Schrift und das 'Rätsel des Lebendigen'").
  • "Seeing Aspects in the Tree of Life. Darwin – Galton – Wittgenstein". In: Simona Koch (Hrsg.): Organisms, Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg, S. 20-29.
  • 2012 "Empeiría. Vom Verlust der Erfahrungshaltigkeit des 'Wissens' und vom Versuch, sie als 'implizites Wissen' wieder zu gewinnen", in: Implizites Wissen im Kontext von Handlung, Kommunikation und Gesellschaft, hrsg. v. Jens Loenhoff, Verlag Velbrück-Wissenschaft, Weilerswist, S. 31-48.
  • 2012 "Schrift und das 'Rätsel des Lebendigen'. Die Entstehung des Begriffssystems der Molekularbiologie zwischen 1880 und 1950". In: Sybille Krämer, Eva Cancik-Kirschbaum, Rainer Totzke (Hrsg.): Schriftbildlichkeit. Wahrnehmbarkeit, Materialität und  Operativität von Notationen. Akademie-Verlag, Berlin, S. 329-359.
  • 2012 "Die vergessene Materialität der Praxis: Zur Frage von Strukturierung und Abweichung im Handeln", in: Lebenswelt und Lebensform: Zum Verhältnis zwischen Phänomenologie und Pragmatismus, hrsg. von J. Renn, G. Sebald, J. Weyand, Verlag Velbrück-Wissenschaft, Weilerswist, S. 19-43.

2011

  • "Denkgesten Sybille Krämers: Überraschendes, noch nicht Gesehenes und Neues", in: Drehmomente: Philosophische Reflexionen für Sybille Krämer. Online publiziert: http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/v/drehmomente/

2010

  • "Heidegger o etyce techniki", in: fenomenologia 8/2010, S. 81-91. [Übers. ins Polnische von "Heidegger, Dreyfus und die Frage nach einer Ethik des Technischen".]
  • "Schrift und das 'Rätsel des Lebendigen'. Die Entstehung des Begriffssystems der Molekularbiologie zwischen 1870 und 1950", Preprint 409, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin. http://www.mpiwg-berlin.mpg.de/de/ressourcen/preprints.html
  • "Ein Arbeitsprogramm, kein Abgesang. Wittgensteins grammatische Methode als Verfahren experimentellen Denkens" (gemeinsam mit Birgit Griesecke). in: In Sprachspiele verstrickt, oder, Wie man der Fliege den Ausweg zeigt: Verflechtungen von Wissen und Können, hrsg. von Stefan Tolksdorf und Holm Tetens, Verlag deGruyter, Berlin, New York, S. 101-126.

2009

  • "Gibt es Techniken des Verstehens? Eine hermeneutische Grundfrage im Kontext einer Theorie des Verstehens", in: Verstehen, hrsg. von Boike Rehbein und Gernot Saalmann, UVK-Verlag, Konstanz, S. 117-131.

2008

  • "Ist Flecks Erkenntnistheorie konstruktivistisch? 18 Anmerkungen zu Kontingenz, Nominalismus, Externalismus und philosophische Hermeneutik – in Anschluß an Ian Hacking und Andrzej Przylebski", in: Ludwik Flecks vergleichende Erkenntnistheorie. Die Debatte in Przeglad Filozoficzny 1936-1937, Fleck-Studien Bd. 1, hrsg. von Birgit Griesecke, Verlag Parerga, S. 163-175.
  • "Das tätige Auge des Denkens: Aspektwechsel bei Wittgenstein und Fleck". In: Werkstätten des Möglichen 1936. L. Fleck, E. Husserl., R. Musil, L. Wittgenstein, hrsg. von Birgit Griesecke, Verlag Königshausen & Neumann (Reihe: Studien zur Kulturpoetik), Würzburg 2008, S. 59-75.
  • "Die Rückseite des Sinns. Wie Strukturen als Latenzen intentionalen Handelns entstehen." Tondokument online unter: http://www.uni-bielefeld.de/iwt/gk/veranstaltungen/semantiktagung/index.html
  • "Technologie des 21. Jahrhunderts. Perspektiven der Technikphilosophie". In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 6 / 2008, S. 935-956.
  • "Einleitung" zur Sektion "Leben machen/ Sterben lassen",(gemeinsam mit Birgit Griesecke), in: Menschenversuche. Eine Anthologie 1750-2000, hrsg. von Nicolas Pethes, Birgit Griesecke, Katja Sabisch und Markus Krause, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M., S. 277-310.
  • "Wie Differenz begreifen? Das Konzept der 'Transdifferenz' und die Konzeption von 'Die Grenzen des Verstehens'". In: Kulturelle Differenz begreifen. Das Konzept der Transdifferenz aus interdisziplinärer Sicht, hrsg. von Britta Kalscheuer und Lars Allolio-Näckel, Campus Verlag, Frankfurt/M., S. 213-233.

2007

  • "Spurenlesen als epistemologischer Grundbegriff: Das Beispiel der Molekularbiologie". In: Spur. Spurenlesen als Orientierungstechnik und Wissenskunst, hrsg. von Werner Kogge/ Sybille Krämer/ Gernot Grube, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M., S. 182-221.
  • "Aspektwechsel im Feld des Menschen: Identität, Begründung und kritische Philosophie". In: Socialité et reconnaissance: Grammaires de l'Humain, hrsg. von Georg Bertram/ Robin Celikates/ David Lauer/ Christophe Laudou, L'Harmattan, Paris, S. 123-142.
  • "Der Begriff der Schrift und die Frage nach der Forschung in der Philosophie" (gemeinsam mit Gernot Grube). In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 1 / 2007, S. 81-96.

2006

  • "Elementare Gesichter: Über die Materialität der Schrift und wie Materialität überhaupt zu denken ist." In: Die Sichtbarkeit der Schrift, hrsg. von Susanne Strätling und Georg Witte, Fink Verlag, München, S. 85-101.

2005

  • "Zur Einleitung: Was ist Schrift?" (gemeinsam mit Gernot Grube). In: Schrift. Kulturtechnik zwischen Auge, Hand und Maschine, hrsg. von Gernot Grube, Werner Kogge, Sybille Krämer (Hg.): Fink Verlag, München, S. 9-21.
  • "Erschriebene Denkräume: Die Kulturtechnik Schrift in der Perspektive einer Philosophie der Praxis". In: Gernot Grube, Werner Kogge, Sybille Krämer (Hg.): Schrift. Kulturtechnik zwischen Auge, Hand und Maschine Fink Verlag, München, S. 137-169.
  • "Forcierte Schließungen: Wittgenstein und der Weg vom mathematischen Formalismus in die moderne Genetik" (gemeinsam mit Birgit Griesecke). In: Jeannie Moser, Karl-Josef Pazzini, Marianne Schuller und Michael Wimmer (Hg.). Wahn. Wissen. Institution. Transcript Verlag, Bielefeld, S. 27-55.
  • "Den Buchstaben folgen an die Grenzen der Sprache: Anmerkungen zu Rainer Totzke". In: Dialektik. Zeitschrift für Kulturphilosophie, 2/ 2005, S. 143-152.
  • "Was ist eigentlich ein Gedankenexperiment? Mach, Wittgenstein und der neue Experimentalismus" (gemeinsam mit Birgit Griesecke). In: Marcus Krause und Nicolas Pethes (Hg.), Literarische Experimentalkulturen. Poetologien des Experiments im 19. Jahrhundert, Königshausen & Neumann, Würzburg, S. 41-72.
  • "Praxis als philosophischer Grundbegriff: Wie Materialität und Devianz handlungstheoretisch zu denken sind". In: Georg Bertram, Stefan Blank, David Lauer und Christophe Laudou (Hg.). Intersubjectivité et pratique. Contributions à l'étude des pragmatismes dans la philosophie contemporaine, L'Harmattan, Paris, S. 197-224.
  • "Die Kunst des Nichtverstehens". In: Juerg Albrecht/ Jörg Huber/ Kornelia Imesch/ Karl Jost/ Philipp Stoellger (Hg.): Kultur Nicht Verstehen. Produktives Nichtverstehen und Verstehen als Gestaltung, Edition Voldemeer, Springer, Zürich, Wien, New York, S. 119-144.

2004

  • "Lev Manovich: Society of the Screen". In: David Lauer und Alice Lagaay (Hg.) Medientheorien. Eine philosophische Einführung, Campus Verlag, Frankfurt/M., New York, S. 297-315.
  • "Die Materialität der Sprache und warum ihr die Philosophie nicht entkommt. Merleau-Ponty und Wittgenstein". In: Margot Brink und Christane Sollte-Gresser (Hg.): Écritures. Denk- und Schreibweisen jenseits der Grenzen von Literatur und Philosophie. Stauffenburg Verlag, Tübingen, S. 195-213.
  • "Denkwerkzeuge im Gesichtsraum: Schrift als Kulturtechnik". In: Moritz Wedell/ Pablo Schneider (Hg.), Grenzfälle: Transformationen von Bild, Schrift und Zahl, Verlag VDG, Weimar, S. 19-40.

2003

  • "Das Gesicht der Regel: Subtilität und Kreativität im Regelfolgen nach Wittgenstein". In: Wittgenstein - Jahrbuch 2001 / 2002, Verlag Peter Lang, Frankfurt/M. u.a., S. 59-85.

2002

  • "'Keine Fachprüfung in Menschenkenntnis': Wittgenstein über Person und Technik". In: Personen – Ein interdisziplinärer Dialog, Beiträge des 25. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, hrsg. von Christian Kanzian, Josef Quitterer und Edmund Runggaldier, Kirchberg am Wechsel (Austria), S. 118-120.

2001

  • "Blinde Spiegel: Zur Konzeption der künstlichen Maschine bei Leibniz". In: Kongressband zum VII. Internationalen Leibniz-Kongress Nihil sine ratione: Mensch, Natur und Technik im Wirken von G. W. Leibniz, hrsg. v. Hans Poser, Berlin, September, S. 628-635.
  • "Henkel, Krüge und das Leiden der Technikphilosophie an den Dingen". In: Journal Phänomenologie, 16, 2001, S. 19-26.
  • "Das Maß der Technik: Lebenswelt als Kriterium technischer Angemessenheit?". In: Kogge, Werner/ Heike Franz/ Torger Möller/ Torsten Wilholt, Wissensgesellschaft: Transformationen im Verhältnis von Wissenschaft und Alltag, IWT-Paper 25, Universität Bielefeld. http://pub.uni-bielefeld.de/publication/2305319

2000

  • "In der Prozeduralismusfalle: Die Fremden im modernen Verfahrensstaat", (gemeinsam mit Sibylle Kalupner). In: Leviathan: Zeitschrift für Sozialwissenschaft, Heft 3, 2000, S. 285-307. DOI: 10.1007/s11578-000-0019-x.

  • "Wenn Fremde etwas wert wären ...: Ein Vorschlag zu einer zivilgesellschaftlichen Reform des Asylverfahrens" (gemeinsam mit Sibylle Kalupner). In: Frankfurter Rundschau vom 1. 11. 2000.

1999

  • "Semantik und Struktur: Eine 'alteuropäische' Unterscheidung in der Systemtheorie". In: Andreas Reckwitz / Holger Sievert (Hrsg.). Interpretation, Konstruktion, Kultur: Ein Paradigmenwechsel in den Sozialwissenschaften, VS Verlag, Opladen, S. 67-99 (Der Aufsatz wurde mit fehlerhafter Zeichensetzung - einfache Anführungszeichen anstelle von kursiven - und zudem in einer vorläufigen Fassung gedruckt. Die Endversion kann bei mir angefordert werden.)



 

2003

Rezension zu: "Sigfried Zielinski, Archäologie der Medien: Zur Tiefenzeit des technischen Hörens und Sehens". In: Bilderwelten des Wissens: Kunsthistorisches Jahrbuch für Bildkritik, hrsg. von Horst Bredekamp und Gabriele Werner, Band 1,1, Berlin 2003, S. 114-115.

1993

"Mit den Werkzeugen der Kommunikationswissenschaft. Anmerkungen zu Rolf Schäfers 'Ästhetisches Handeln als Kategorie einer interdisziplinären Theaterwissenschaft'". In: Theaterzeitschrift (TZS). Beiträge zu Theater, Medien, Kulturpolitik. Themenheft: Theaterwissenschaft morgen?, Heft 35, 1993.