bildstreifen

PD Dr. Henrike Schmidt

Institut/Einrichtungen:

Adresse Habelschwerdter Allee 45
Raum JK 28/211
14195 Berlin
Telefon ++ 49 / 30 / 838-510 23
E-Mail schmidth@zedat.fu-berlin.de

Sprechstunde

Nach Vereinbarung per E-Mail.

Vita

  • geb. 1969 in Bonn
  • 1989-1995 Studium der Slavistik, Osteuropäischen Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Bonn, Köln und St. Petersburg (Jahresstipendiatin des DAAD)
  • 1996-1999 Promotionsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Kulturelles Bewusstsein und sozialer Wandel in der russischen und sowjetischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert“ am Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur der Ruhr-Universität Bochum
  • 2000  Promotion zum Dr. phil. im Fach Slavische Philologie, Thema der Dissertation Wortmusik, Schrifttanz, Textbilder. Intermediale Sprachkonzeptionen in der russischen Poesie des 20. Jahrhunderts
  • 2000-2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur der Ruhr-Universität Bochum
  • 2003-2005 Leitung des interdisziplinären Forschungsprojekts Russian-cyberspace.org zur kulturellen Identitätsbildung im russischen Internet (gemeinsam mit Dr. Katy Teubener, Universität Münster), gefördert von der VolkswagenStiftung, ausgezeichnet mit dem Altdorfer Leibniz-Preis 2005 Ars inventoria und kreative wissenschaftliche Arbeit: Kreativität und Neue Medien in Theorie und Praxis
  • 2005–2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft im Rahmen des Projekts Russische Literatur im Internet: digitale Volkskunst, obszöne Gegenkultur, politische Public Relations, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • Mitglied der internationalen akademischen Netzwerke Russian-cyberspace.org und „The Future of Russian: Language Culture in the Era of New Technology“ (an der University of Bergen)
  • 2008–2010 Vertretung von Prof. Dr. Witte am Peter Szondi-Institut (halbe Stelle)
  • 2010 Habilitation im Fach Slavische Philologie am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin mit einer Habilitationsschrift zum Thema Kleine Gattungen, große Graphomanen. Studien zu Soziologie und Ästhetik der russischen Literatur im Internet (1994-2009)
  • SS 2010 Vertretung von Prof. Dr. Witte am Peter Szondi-Institut / Osteuropa-Institut, Arbeitsbereich Kultur
  • SS 2011 Lehrauftrag am Institut für Slavistik, Universität Hamburg (http://www.slm.uni-hamburg.de/ISlav/SlavSemTitel.html)
  • April 2011 Gründung von (p)ostkartell. institut für angewandte kulturforschung in Hamburg (mit Dr. Christine Gölz), selbstständige Tätigkeit im Bereich Übersetzung, Kulturmanagement, artistic research (www.postkartell.org)
  • Okt.-Dez. 2011, Fellow am Centre for Advanced Study, Sofia, Bulgarien (http://www.cas.bg/en/)
  • SS 2012 Vertretung von Prof. Dr. Witte am Peter Szondi-Institut / Osteuropa-Institut, Arbeitsbereich Kultur
  • März 2014 Erasmus-Lehraufenthalt an der ELTE-Universität Budapest, Dokto-randenseminar „Digitale Medien / Digital Humanities“
  • 2014-2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität Berlin im Rahmen des Projekts „Fiktive Anthologien in der bulgarischen Literatur der (Post-)Moderne: Kreation des Kanons als Kunst“, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 

Arbeitsschwerpunkte

  • Literatur und Medien (digitale Ästhetik, multimediale und kinetische Poesie, literarische Institutionen im Internet, Kreativität als politische Ressource)
  • Kultur und Macht (literarische und kulturelle Utopien; Gewalt- und Machtdiskurse; Kulturgeschichte des Sanatoriums im östlichen Europa)
  • Russische Lyrik des 20. Jahrhunderts (Avantgarde und Neoavantgarde; Visuelle und Klangpoesie)
  • Bulgarische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts (Literatur und Nationenbildung, Spezifik der bulgarischen Moderne, Gattungstheorie und Kanonbildung)

Aktuelles Forschungsprojekt:
(DFG-Projekt) Freie Universität Berlin

Andersdenken digital. Das russische Internet der (Post)Perestroika

Im Rahmen des Projekts ist eine Stelle für eine wissenschaftliche Mitarbeiterin /
einen wissenschaftlichen Mitarbeiter zu besetzen
(siehe die Stellenausschreibung an der Freien Universität Berlin).

 Projektleitung:

PD Dr. Henrike Schmidt
Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft /
Osteuropa-Institut
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45
D-14195 Berlin
Kontakt: schmidth@zedat.fu-berlin.de

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Laufzeit: 3 Jahre

Geplanter Beginn: Juni 2015

Das Projekt ist entstanden im Rahmen einer Forschungskooperation
zum Thema des „Andersdenkens in Russland“, basiert an der Ruhr-Universität Bochum.


1               Überblick

Das ‚Andersdenken’ ist der digitalen und vernetzten Kultur programmatisch eingeschrieben.
Das Internet und die Computer basierte Kommunikation (CMC, computer mediated communication) sind medientheoretisch und - historisch eng mit dem Impuls des Andersdenkens verbunden.
Pioniere im Bereich der zeitgenössischen Kommunikationstechnologie, wie etwa Vannevar Bush in seinem Essay „As we may think“ (1954/1996) oder Ted Nelson mit seinen „Dream Machines“ (1987), konzipierten ihre ersten Entwürfe komplexer Datennetzwerke in (vermeintlicher) Analogie zu den Funktionsweisen des menschlichen Gehirns. Der Bezug der Computer basierten Kommunikationstechnologie zum Feld des Andersdenkens eröffnet sich aber noch in anderer Form, nämlich in ihrer Verankerung in bestimmten kreativen Milieus, etwa der kalifornischen Hippie-Kultur, und ihren gesellschaftlichen und politischen Utopien (Barlow o.J.; Bugai 2000; Hafner/Lyon 1996; Kehoe 2001). Im digitalen Andersdenken verschränken sich mithin kognitive (Hypertext), soziale (kreative Alternativkulturen) und politische Aspekte (Gegenöffentlichkeiten).

Die Entwicklung des Internet beziehungsweise einer digitalen und vernetzten Kultur in Russland weist − entlang der Linien der politischen Transformation − eine besondere Dynamik auf. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erscheint das Internet in Russland, von den Protagonisten signifikanterweise oftmals familiär als RuNet abgekürzt[1], zunächst als emanzipatorischer, freie Kommunikation ermöglichender ‚West-Import’. In der Zeit der (Post)Perestroika bildet es einen alternativen kulturellen und kommunikativen Raum, der u.a. die Einschreibung in die globalen Alternativkulturen ermöglicht. Seit den 2000er Jahren schließlich verwandelt sich das RuNet von einem marginalen Medium zu einer propagandistischen Kampfzone pro und contra die Putinsche Politik der Machtvertikale. Die Ereignisse des ‚russischen Winters’ 2011-2012, als Bürgerinnen und Bürger on- und offline gegen eine beschränkte politische Öffentlichkeit protestierten, haben diese Bedeutung des Internet (Blogs, soziale Netzwerke, digitales Fernsehen) als einem Raum des Andersdenkens unterstrichen. Selbiges gilt unter umgekehrten politischen und ideologischen Vorzeichen für die propagandistischen Nutzungen der Jahre 2012-2014 im Umfeld der Ukraine-Krise.

Im vorliegenden Projekt sollen die Diskurse und Rhetoriken (Dissidenz, Samizdat, taktische Medien), Strukturen und Protagonisten sowie die politischen, sozialen und ästhetischen Potenziale dieses ‚digitalen Andersdenkens‘ im russischen Internet in ihrer historischen Entwicklung, das heißt für die Frühphase der (Post)Perestroika analysiert werden. Die historisch, technologisch und kulturell bedingte Marginalität des Internet in den Jahren von 1991 bis circa 1997-1998 wurde diskursintern oftmals als positiv erfahren – und zwar insbesondere bezüglich seiner Qualität als eines ‚echten’ Freiraums, der jenseits wirtschaftlicher und politischer Verwertungszwecke für individuelle und kollektive Kreativität und Kommunikation genutzt werden kann (Gorny 2009; Lejbov 2003, 2008; Kuznecov 2004; Polit.ru 2008).

Während das vergangene Jahrzehnt der 2000er Jahre in der Forschung angesichts der politischen Aktualität im Fokus steht, wird die Frühphase der (Post)Perestroika weniger bis kaum untersucht. Diesem Ungleichgewicht gilt es im Rahmen des hier vorgestellten Projekts gleich in doppelter Weise entgegenzutreten. Denn erstens drohen die digitalen Dokumente und Praktiken der 1990er Jahren verloren zu gehen, aufgrund von Löschungen und Überschreibungen (Cohen 2006). Und zweitens sind sie in besonderem Maße charakterisiert durch Bestrebungen, das Andersdenken aus seiner binären Opposition zum Politischen beziehungsweise zu den dominanten gesellschaftlichen Strukturen herauszulösen und ihm im ternären Bereich des Digitalen eine Eigenwertigkeit zu verleihen (Schmidt/Teubener „(Counter)Public Spheres“ 2006).


2               Kontexte, Erkenntnisziele und Methoden

Die Vorläufer des heutigen Internet entstanden in den USA in den 1960er Jahren in einem alternativen kulturellen Umfeld, etwa unter den Anhängern des LSD-Forschers Timothy Leary (Shaw 2003). In Abgrenzung zu kausalen, hierarchisch organisierten Kommunikationsformen sollten die neuen Datenspeicherungssysteme ein ‚Andersdenken’ im buchstäblichen Sinne ermöglichen – über eine ‚Rückkehr’ zu den nicht-linear verknüpfenden Denkstrukturen des Menschen und in Abkehr von der künstlichen Linearität und damit Hierarchisierung der Epoche des Buchdrucks. Die utopische Überhöhung des Konzepts und der Praktik der hypertextuellen Verknüpfung ist mittlerweile vielfach hinterfragt und kritisiert worden (Porombka 2001; Simanowski 2002). Der Wirksamkeit des Diskurses des Andersdenkens für die Entstehung der digitalen und vernetzten Kultur tat dies allerdings lange Zeit keinen Abbruch. Ähnliches gilt für die politische Komponente: Dass die Programme zur Entwicklung dezentraler Kommunikationsnetzwerke zeitgleich wesentlich militärischen Bedürfnissen der Gefahrenabwehr im Kalten Krieg entsprangen und entsprechend staatlich finanziert wurden (Salus 1995), bedingt die besondere Ambivalenz der digitalen und vernetzten Kommunikationstechnologien zwischen deliberativen und kontrollierenden Nutzungen bis heute.

                  Mit der breitenwirksamen Implementation Computer gestützter Kommunikation und des Internet seit den 1990er Jahren erhalten diese medientechnischen und kommunikationsarchäologischen Aspekte eine weitere zentrale Bedeutung im Bereich der gesellschaftlichen und politischen Mobilisierung (Castells 2012). Das Internet – hier und im Weiteren als vereinfachender Sammelbegriff für die digitale und vernetzte Kultur und Kommunikation genutzt – wird auch praktisch zu einem Fluchtpunkt Andersdenkender weltweit (Boler 2008; Castells 2012). Es eröffnet einen neuen Raum, oder erweitert die bestehenden Kommunikationsräume, der individuellen Selbstdarstellung und sozialen Interaktion. Aus dieser potenziellen Eignung des Internet als einer Graswurzel-Technologie, die Demokratie fördernd wirken kann, leiten sich die bis heute akuten Debatten um seine emanzipatorischen Wirkungen und Nutzungen ab (Morozov 2001; Castells 2012; Nikiporets 2013). Im Jahr 2011-2012 kulminieren die hier skizzierten Entwicklungslinien und -diskurse global: von den als aufklärerisch positionierten Aktionen Wikileaks über die so genannten Facebook Revolutionen in den arabischen Ländern bis hin zu Diskussionen um politische Zensur (von Russland bis China; für den russischen Kontext exemplarisch Bovt 2012; global Goggin 2009 und Morozov 2011). In den aktuellen Debatten um den NSA-Skandal sowie die weltweiten Abhöraktionen westlicher Nachrichtendienste werden diese emanzipatorischen und bürgerrechtlichen Effekte akut durch Praktiken und Diskurse der globalen Überwachung abgelöst.

                  Gleichzeitig gilt es im Blick zu behalten, dass das Andersdenken in der digitalen und vernetzten Kultur keinesfalls eindimensional mit politisch deliberativen, demokratischen Praktiken (und ihrer Kontrolle) gleichzusetzen ist.

Im Sinne einer ‚affektiven Ökonomie’ der direkten Teilhabe (Lovink 2007) sind im Gegenteil oftmals radikale, anti-demokratische Gesinnungen und Positionen leichter mobilisierbar als komplexe, auf demokratischen Vermittlungsprozessen basierende Programmatiken (Konradova 2005). Das Andersdenken in der digitalen und vernetzten Kultur ist, so eine der Arbeitshypothesen, medientheoretisch wie soziologisch durch eine Radikalität gekennzeichnet, die mit der Mittelbarkeit und Diskursivität demokratischer Diskussions- und Entscheidungsprozesse in einem Konfliktzusammenhang steht (vgl. Lovink 2007; Schmidt 2003). Pluralität des Denkens, wie sie sich in den Foren und Blogs des Internet offensichtlich manifestiert, ist nicht mit demokratischer Toleranz gegenüber Andersdenkenden gleichzusetzen.

Sämtliche der hier skizzierten Aspekte, d.h.

  • des Andersdenkens als epistemologischer Fragestellung bezüglich der Organisation menschlichen Denkens, Wissens und Kommunizierens,
  • des Andersdenkens als pluralem, dabei aber nicht per se demokratischem Meinungsbildungsprozess,
  • des Andersdenkens als Voraussetzung und Motivation für Widerstand und Opposition gegenüber repressiven Strukturen,

finden ihren Niederschlag auch in der Geschichte und den Diskursen des russischen Internet bzw. der russischen digitalen und vernetzten Kultur. Sie sollen in ihren historischen, soziologischen, diskursiven und ästhetischen Aspekten für den Zeitraum des ‚frühen RuNet’ als individuellem Freiraum, in Abgrenzung und Vergleich zum ‚späten RuNet’ als öffentlichem, politisiertem Gegenraum, untersucht werden.

Neben einschlägigen Theorien zur Entwicklung der digitalen und vernetzten Kultur in ihrem Potenzial zur Förderung des individuellen und kollektiven Andersdenkens (affektive Ökonomie im Sinne Geert Lovinks (2007); neue soziale Bewegungen und Netzwerke im Sinne Manuel Castells (2012); kreative Plattformen im Sinne Olga Goriunovas (2007)) sollen insbesondere kultursemiotische Herangehensweisen im Sinne Jurij Lotman zugrunde gelegt.

Aufgrund der für die ersten Phase des RuNet begrenzten Anzahl an relevanten Quellen wird methodisch der Schwerpunkt im Bereich der Archivierung, der Netzwerkanalyse und der qualitativen Inhaltsanalyse gelegt, erweitert um anthropologisch grundierte Interviews mit Zeitzeugen.

 

3               Zitierte und ausgewählte weiterführende Literatur

Barlow, John Perry: „Through Many Panes of Shattered Glass. Random Scenes from The Capitalist Fool Tour of Eastern Europe“. In: Electronic Frontier Founda­tion, http://w2.eff.org/Misc/Publications/John_Perry_Barlow/HTML/many_pa
nes.html.

Barlow, John Perry: „A Cyberspace Independence Declaration“, 08.02.1996, http://www.eff.org/~barlow/Declaration-Final.html.

Boler, Megan (Hrsg.): Digital Media and Democracy: Tactics in Hard Times. Cambridge 2008.

Bovt, Georgy: „A harmful law against the Internet“. In: The Moscow Times. 12.07.2012, http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/a-harmful-law-against-the-internet/462234.html.

Brunmeier, Victoria: Das Internet in Russland. Eine Untersuchung zum spannungsreichen Verhältnis von Politik und Runet. München 2005.

Bugai, Wladimir Stephen: „Ingenieure der Seele“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2000, Nr. 296, S. 53.

Bush, Vannevar: „As We May Think“. In: The Atlantic Monthly 176.1 (July 1945), S. 101-108. Auch in: Druckrey, Timothy (Hrsg.) (1996). Electronic Cul­ture. Technology and Visual Representation. New York 1996, S. 29-45. Online unter http://www.theatlantic.com/doc/194507/bush.

Castells, Manuel: The Information Age: Economy, Society and Culture. Mal­den, Mass. 1997.

Castells, Manuel: Networks of Outrage and Hope: Social Movements in the Internet Age. Cambridge 2012.

Cohen, Daniel J.; Rosenzweig, Roy: Digital History. A Guide to Gathering, Preserving, and Presenting the Past on the Web. Philadelphia 2006.

Deibert, Ronald; Palfrey, John; Rohozinski, Rafal; Zittrain, Jonathan: Access Denied: The Practice and Policy of Global Internet Filtering. Cambridge, MA; London 2008.

Deibert, Ronald; Palfrey, John; Rohozinski, Rafal; Zittrain, Jonathan: Access Controlled: The Shaping of Power, Rights, and Rule in Cyberspace. Cambridge, MA; London 2010.

Fossato, Floriana: „Web as an Adaptation Tool“. In: The Russian Cyberspace Journal 1 (2009), http://www.russian-cyberspace.com/issue1/floriana-fossato.
php?lng=English.

Fossato, Floriana; Lloyd, John; Verkhovskii, Aleksandr: „The Web that failed. How opposition politics and independent initiatives are failing on the Internet“. In: RISJ Challenges. Oxford: Reuters Institute for the Study of Journalism of the University of Oxford, 2009, http://reutersinstitute.

       politics.ox.ac.uk/fileadmin/documents/Publications/The_Web_that_Failed.pdf.

Gabowitsch, Mischa: Putin kaputt!? Russlands neue Protestkultur. Berlin 2013.

Goggin, Gerard (Hrsg.): Internationalizing Internet Studies. Beyond Anglophone Paradigms. New York 2009.

Golynko, Dmitrij: „Socialnye seti v nesetevom sociume“. In: Digital Icons: Studies in Russian, Eurasian and Central European New Media, 1/2, S. 101-113, http://www.digitalicons.org/wp-content/uploads/2009/12/Dmitry-Golynko- DI-2.7.pdf.

Gorham, Michael; Lunde, Ingunn; Paulsen, Martin (Hrsg): Digital Russia: The Language, Culture and Politics of New Media Communication. New York 2014. Forthcoming.

Goriunova, Olga: Art Platforms. The Constitution of Cultural and Artistic Currents on the Internet. Helsinki 2007.

Gornyj, Evgenij: Letopis’ russkogo interneta 1990-1999. Versija 3.0. 25.12.2000, http://www.zhurnal.ru/staff/gorny/texts/ru_let/index.html. Versija 4.0. 14.03.2007, http://www.netslova.ru/gorny/rulet/.

Gorny, Eugene: A Creative History of the Russian Internet: Studies in Internet Creativity. Saarbrücken 2009.

Hafner, Katie; Lyon, Matthew: Where Wizards Stay Up Late: The Origins of the Internet. New York 1996.

Hauser, Robert: Technische Kulturen oder kultivierte Technik? Das Internet in Deutschland und Russland. Berlin 2010.

Höller, Herwig G.: „12 Russische Netzideen. Über künstlerische und nicht-künstlerische Projekte im postsowjetischen Cyberspace“. In: Springerin. Hefte für Gegenwartskunst 4 (1998).

Jochum, Uwe; Wagner, Gerhard: „Religionsersatz. Oder die Vollendung der Gnosis im Internet“. In: Dies. (Hrsg.): Am Ende das Buch. Semiotische und sozi­ale Aspekte des Internet. Konstanz 1998.

Kehoe, Louise: „The Spirit of Woodstock Struggles on“. In: Financial times. Wednesday August 29, 2001.

Konradova, Natalia: „Formation of Identity on the Russian-Speaking Internet: Based on the Literary Website Zagranica“. In: Konradova, Natalia; Schmidt, Henrike; Teubener, Katy: Control + Shift. Public and Private Usages of the Russian Internet. Norderstedt 2006, S. 147-155.

Kuznecov, Sergej: Oščupyvaja slona. Zametki po istorii russkogo Interneta. Moskva 2004.

Landow, George: Hypertext 3.0: Critical Theory and New Media in an Era of Globalization. Baltimore 2006.

Lejbov, Roman: „Konec starogo interneta uže proizošel – ego ostatki ešče možno nabljudat’, no oni vpolne marginal’ny”. In: Nethistory.ru, 27.03.2003, http://www.nethistory.ru/memories/1040595042.html.

Lejbov, Roman: „Počemu moja monetka tak legla”. In: Polit.ru, 20.02.2008, http://www.polit.ru/article/2008/02/20/r_l/.

Lotman, Jurij M.: Stat'i po semiotike i tipologii kul'tury. In: Ders.: Izbrannye stat'i: v trech tomach. Tom 1. Tallinn 1992.

Lotman, Jurij M.: Kul’tura i vzryv. Moskva 1992.

Lovink, Geert: Zero comments: Elemente einer kritischen Internetkultur. Bielefeld 2007.

Lunde, Ingunn; Paulsen, Martin (Hrsg.): From Poets to Padonki: Linguistic Authority of Norm Negotiation in Modern Russian Culture. Bergen 2009.

Morozov, Evgeny: The Net Delusion: How Not to Liberate the World. Allen Lane 2011.

Nelson, Ted: Computer Lib/Dream Machines, updated and revised edition. Redmond 1987.

Polit.ru: „Otcy-osnovateli. Vstreči s pionerami Runeta“, 10.04.2008, http://www.polit.ru/article/2008/04/10/alebedev/.

Porombka, Stephan: Hypertext. Zur Kritik eines digitalen Mythos. München 2001.

Revič, Jurij: „Neizvestnye ĖWM“. In: Izvestija, 11.07.2000, S. 7.

Salus, Peter H.: Casting the Net: From ARPANET to INTERNET and beyond... Reading, Mass. 1995.

Schmid, Ulrich: Russische Medientheorien. Bern 2005.

Schmidt, Henrike: „Kein betrüblicher Systemfehler“? Zum Phänomen des künstlerisch-politischen Extremismus in der russischen Internetkultur. In: Menzel, Birgit (Hrsg.): Kulturelle Konstanten im Wandel. Zur Situation der russischen Kultur heute. Bochum 2004, S. 211–244.

Schmidt, Henrike: „Kreative Selbstartikulation und Verbot. RuNet und die Tradition des Samizdat“. In: Osteuropa, 60 (2010) 11, Themennummer: „Blick zurück nach vorn. Samizdat, Internet und die Freiheit des Wortes“, S. 85-104.

Schmidt, Henrike: Russische Literatur im Internet. Zwischen digitaler Folklore und politischer Propaganda. Bielefeld 2011.

Schmidt, Henrike; Teubener, Katy: „(Counter)Public Spheres on the Russian Internet“. In: Schmidt, Henrike; Teubener, Katy; Konradova, Natalja (Hrsg.). Control + Shift. Public and Private Usages of the Russian Internet. Norderstedt 2006, S. 51-72, http://www.ruhr-uni-bochum.de/russ-cyb/library/
texts/en/control_shift/ Schmidt_Teubener_Public.pdf.

Shaw, Debra Benita: „The Scientist Goes Surfing: Timothy Leary, LSD and the Internet“. In: New Formations 49 (2003), S. 110-123.

Trogemann, Georg; Nitussov, Alexander Y.; Ernst, Wolfgang (Hrsg.): Com­puting in Russia: The History of Computer Devices and Information Technology Revealed. Braunschweig 2001.

Uffelmann, Dirk: „Umriss einer crossmedialen und grenzüberschreitenden Slavistik“. In: Medien und Wandel. Hg. v. Institut für interdisziplinäre Medienforschung. Berlin 2011, 161-183.

Uffelmann, Dirk: „Is there a Russian Cyber Empire?“. In: Gorham, Michael, S.; Lunde, Ingunn; Paulsen, Martin (Hrsg.). Digital Russia: The Language, Culture and Politics of New Media Communication. London 2014, S. 266-284.

Zvereva, Vera: Network Talks: Cultural Communication on the Russian Internet. Bergen 2012.

 


[1] Der Terminus „RuNet“ bezeichnet mal das technisch-territorial in der Russischen Föderation (rossijskij) basierte Internet, mal das globale russischsprachige Segment (russkojazyčnyj), mal das kulturell russische kodierte (russkij). Die Facetten des Begriffs sind als Phänomene einer globalen Netzkultur realiter nicht deutlich voneinander zu unterscheiden (vgl. dazu Schmidt/Teubener „Our Runet“ (2006) und Alexanyan/ Koltsova (2009)), für die konkreten Analysen einzelner Web-Ressourcen gilt es diese jedoch differenzierend im Blick zu behalten.

Sammelbände und Anthologien

  • (gemeinsam mit K. Teubener, N. Konradova) Control + Shift. Public and Private Usages of the Russian Internet. BOD-Verlag: Norderstedt, 2006.

  • (gemeinsam mit K. Teubener, N. Konradova)
Control + Shift. Publičnoe i ličnoe v russkom Internete [Control + Shift. Das russische Internet als öffentliches und privates Medium]. Moskva: Novoe literaturnoe obozrenie, 2009.
  • (gemeinsam mit Bisera Dakova, Galin Tihanov, Ludger Udolph) Die bulgarische Literatur der Moderne im europäischen Kontext. Zwischen Emanzipation und Selbststigmatisierung? München – Berlin: Sagner, 2013. (http://kubon-sagner.e-bookshelf.de/die-bulgarische-literatur-der-moderne-im-europaeischen-kontext-812881.html)
     

Zeitschriften

 

  • „Magie der Zahl, Despotie der Zahl. Zum Verhältnis von Mathematik und Lyrik in der russischen Dichtung des 20. Jahrhunderts“.
    In: Isabelle Guntermann, Ursula Justus und Sylvia Wawrzinek (Hg.): Kultur im Umbruch. Bochum: projekt-verlag, 1999, S. 259-288.

  • „ Bestelesnye radosti. Problemy tela, real’nosti, ličnosti i jazyka v russkojazyčnom literaturnom Internete” [Körperlose Freuden. Körper, Person und Sprache im russischsprachigen Internet].
    In: Setevaja slovesnost’ , 28. Mai 2001.

  • „Kitsch-Kunst-Kult. Die Ikonen des russischen Künstlers Oleg Januschewskij“.
    In: Via Regia. Blätter für internationale Kommunikation 70/71, Jan./Feb. 2001, S. 88-93.

  • „ Literaturnyj russkojazyčnyj internet meždu grafomaniej i professionalizmom” [Das russische literarische Internet zwischen Graphomanie und Professionalisierung].
    In: Setevaja slovesnost’ , 28. Mai 2001.

  • „Ob universal’nych bibliotekach i sadach raschodjaščichsja tropok: Russkie giperteksty” [Von universalen Bibliotheken und Gärten der sich verzweigenden Pfade. Russische Hypertexte].
    In: Setevaja slovesnost’ , 28. Mai 2001.

  • „Krasavica i čudovišče’. K voprosu o vzaimootnošenij gosudarstva i setevogo soobščestva v Rossii” [Die Schöne und das Biest. Zur Frage des Verhältnisses von Staatsmacht und Netzgemeinschaft in Russland].
    In: Karl Eimermacher, Gennadij Bordjugov, Ingo Grabowsky (Hg.): Kul’tura i vlast’ v uslovijach kommunikacionnoj revoljucii XX veka. Moskva, 2002, S. 348-357.

  • „Körper(lose) Freuden. Erscheinungsformen des russischsprachigen Internet“.
    In: Petra Becker, Ingo Grabowsky, Christian Schönegger-Zanoni (Hg.): Körperzeichen – Zeichenkörper. Zu einer Physiologie der russischen und sowjetischen Kultur des 20. Jahrhunderts. Bochum: projekt-verlag, 2000, S. 17-45.

  • „‚Avangard est’ avangard’? K voprosu o sovremennom literaturnom avangarde” [‚Avantgarde bleibt Avantgarde’? Zur Frage einer zeitgenössischen literarischen Formation ].
    In: Canadian-American Slavic Studies 36/4, 2002, S.377-390.

  • „Elektronische Zeitschriften im russischen Internet. Der Sprung in die Post-Gutenberg-Ära?“
    In: Thomas Bruns (Hg.): Slavistik – Computer – Internet. Rechneranwendungen in einer Geisteswissenschaft, Frankfurt a.M., 2002, S. 35-62.

  • „Knoten im Netz: Literaturwettbewerbe im russischen Internet“.
    In: Zeitschrift für Slawistik 48/1, 2003, S. 38-54.

  • „Der Computer als ‚evokatorisches Objekt’. Sprachmaschinen und automatisierte Kommunikation in der russischen Netzliteratur“.
    In: Anzeiger für Slavische Philologie XXXI, 2003, Graz, S. 33-62.

  • „Curiosities of (Self)Consciousness: Cultural identity performances on the Russian Internet”.
    In: Fay Sudweeks, Charles Ess (Ed.): Forth International Conference: Cultural Attitudes towards Technology and Communication 2004 (Proceedings). Murdoch, 2004, S. 411-416.

  • „’Kein betrüblicher Systemfehler’? Zum Phänomen des künstlerisch-politischen Extremismus in der russischen Internetkultur“.
    In: Birgit Menzel: Kulturelle Konstanten im Wandel. Zur Situation der russischen Kultur heute. Bochum: projekt-verlag, 2004, S. 211-244.

  • „‚Lovko & umelo’. Literaturnoe tvorčestvo Olega Januševskogo i vlijanie massmedia i reklamy na poėziju“ [„Two in one“. Das literarische Schaffen Oleg Januševskij. Zum Einfluß von Massenmedien und Reklame auf die Poesie].
    In: Natalia Fateeva (Red.): Poetikea iskanij, ili poisk poetiki. Materialy meždunarodnoj konferencii-festivalja “Poetičeskij jazyk rubeža XX-XXI vekov i sovremennye literaturnye strategii” (Moskva, 16-19 maja 2003 goda). Moskva: Institut russkogo jazyka im. V.V. Vinogradova RAN, 2004, S. 336-345.

  • „Poetische Grundlagenforschung. Die Poesie des russischen Dichters Sergej Birjukov“.
    In: Sergej Birjukov: Jaja, Dada. Oder die Abschaffung des Artikels. Lautgedichte, russisch-deutsch. Aus dem Russischen von Henrike Schmidt, Bernhard Sames, Thomas Keith, Mala Vikaite & Viktor Kalinke. Leipzig: Edition Erata, 2004, S. 114-129.

  • „Physiognomien des Fremden. Stadt- und Menschenbilder in Aleko Konstantinovs Reiseskizze ‚Nach Chicago und zurück’“.
    In: [jfsl.doc] bildschirmtexte 2 zur 6. tagung des jungen forums slavistische literaturwissenschaft in leipzig, maerz 2004.

  • „Fizionomija čužogo. Obrazy čeloveka – Obrazy goroda v putevych zametkach A. Konstantinova“ [russ. Übersetzung von „Physiognomien des Fremden”, s.o.].
    In: Tatjana Civ’jan et al.: Balkanskie chtenija 2005. Moskva, 2005, im Druck.

  • (gemeinsam mit Katy Teubener): „Monumentalisierung und Metaphorik der Angst. Der offizielle Diskurs über das Internet in Russland“. In: Osteuropa 11/2005, S. 78-93.

  • „Bukval’naja (ne)dvižimost’. Digital’naja poėzija v RuLiNete“ [Buchstäbliche (Im)mobilien. Digitale Poesie im russischen literarischen Internet].
    In: Russian Literature LVII (2005), S. 423-440.

  • (gemeinsam mit Katy Teubener): „Russisches Internet (RuNet). Utopie, Polit-Technologie und schwarze Magie“.
    In: Parapluie. Elektronische Zeitschrift für Kulturen, Künste, Literaturen. No. 21 Warschauer Pakt, 22.08.2005.

  • (gemeinsam mit Katy Teubener und Nils Zurawski): „Virtual (re)unification? Diasporic Culture(s) on the Russian Internet “.
    In: Media Studies / Studia Medioznawcze Nr 3 (22) 2005, Warszawa 2005, S. 132-148.

  • (gemeinsam mit Katy Teubener und Georg Butwilowski): „Vom Klub zum Massenmedium? Das russische Internet als Ort intellektueller Debatten und politischen Engagements“.
    In: Kultura. Russland-Kulturanalysen, Oktober 1/2005. Forschungsstelle Osteuropa, Bremen.

  • „Segodnja ko mne prišel spam. Spam kak sovremennaja zaum’“ [‚Heute kam Spam’. Spam als zeitgenössische transrationale Sprache]. In: Al’manach akademii zaumi [Almanach der Akademie der transrationalen Sprache]. Pod red. S. Birjukova i A. Al’cuk. Moskva: 2006, S. 13-17.

  • „Spam kak allegorija musora i poetičeskoj muzy“ [Spam als Allegorie des medialen Mülls und der poetischen Muse]. In: Topos. Literaturno-filosofskij žurnal [Topos. Literarisch-philosophische Zeitschrift], 14.07.2006.

  • (gemeinsam mit Katy Teubener und Natalja Konradova) „Das Eigene und das Fremde in seiner Bedeutung für die Analyse massenmedialer Gesellschaften. Eine Fallstudie zum russischen Internet”. In: Antje Gunsenheimer (Hg.): Grenzen. Differenzen. Übergänge. Spannungsfelder inter- und transkultureller Kommunikation. Bielefeld: transcript Verlag, 2007.

  • (gemeinsam mit Dagmar Burkhart) „‚Grüße vom Bären’. Russische Internet-Folklore als narrativer Nährstoff der Literatur“. In: Arcadia. Internationale Zeitschrift für Literaturwissenschaft, 2 (2008), S. 408-432.

  • „‚Ručkoj skrip-skrip, klaviaturkoj tjuk-tjuk, golovenkoj dum-dum’. O vlijanii sovremennych pis’mennych i kommunikacionnych technologij na russkuju poėziju“ [„Mit dem Bleistift skrip-skrip, auf den Tasten tjuk-tjuk, mit dem Kopf denk-denk“. Zum Einfluss der zeitgenössischen Schrift- und Kommunikationstechnologien auf die russische Poesie]. In: The Russian Language Journal, Special Issue: „Language Culture in Contemporary Russia“, 58 (2008), S. 19-46.

  • (gemeinsam mit Dagmar Burkhart) „Viktor Pelevins dekonstruktivistische Lektüre des Minotaurus-Mythos. Im Labyrinth der Chat-Hölle“. In: Komparatistik. Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft 2007 / 2008. Heidelberg: Synchron Publishers, 2008, S. 56-75.

  • „Virtual Vova und Präsident Medved. Kunst, Literatur und Politik im russischen Internet“. In: Transit. Europäische Revue, 35 (2008), S. 175-193.

  • Das Spiel auf der Partitur der Partizipation. Social software und virales Marketing im politischen Runet“. In: Russian-cyberspace.org Journal 1 (2009), S. 41-60.

  • „Heilige Kuh“ und „Ewiges Feuer“. Russische Web-Bibliotheken. In: Aufzeichnungen aus dem virtuellen Untergrund. Russische Literatur im Internet. Themenausgabe von Kultura. Russland-Kulturanalysen, 1 (2009), S. 4-9.

  • „‚Holy Cow’ and ‚Eternal Flame’: Russian Online Libraries“. In: Notes from the Virtual Untergrund. Russian Literatur on the Internet. Special issue of Kultura. Russland-Kulturanalysen 1 (2009), S. 4-9.

  • (gemeinsam mit Dagmar Burkhart) „‚Geht ein Bär durch den Wald’: Zu Status und Varietät der russischen Internet-Lore“. In: Zeitschrift für Slavistik 1 (2009). S. 20–43.

  • „Kreative Selbstartikulation und Verbot. RuNet und die Tradition des Samizdat“. In: Osteuropa, 60 (2010) 11, Themennummer: „Blick zurück nach vorn. Samizdat, Internet und die Freiheit des Wortes“, S. 85-104.

  • „Li(?)teratura. Zur sprachphilosophischen Lyrik Anna Al’čuks“. In: Zeitschrift für Slavische Philologie, 67 (2010), 1, S. 71-97.

  • „Bloging kak ob’’ekt i metod prepodavanija russkoj literatury“ [Blogging als Objekt und Methode des Unterrichts der russischen Literatur]. In: Aleksandr A. Karpov (Hg.): Aktual’nye problemy izučenija i prepodavanija russkoj literatury: Vzgljad iz Rossii – Vzgljad iz zarubež’ja. SPb: Skriptorium, 2011, S. 553-559.

  • „‚Digital’nye derevenščiki’ / ‚Digital Village Writers’. Russian Online Projects from the Countryside“. In: Studies in East European Thought, 63 (2011), S. 95-109.

  • „Ein Jahr im Leben des Evgenij Griškovec. Inszenierte Authentizität und die Rückkehr der Aura“. In: Bettina Lange, Nina Weller, Georg Witte (Hg.): Die nicht mehr neuen Menschen. Fiktionalisierung von Individualität im postsowjetischen Film und Roman. (Sdb. Wiener Slawistischer Almanach). München-Berlin-Wien: Sagner, 2012, S. 75-83. 

  • „The Triple P of RuNet Politics: Protest, Political Technology, Public Sphere“. In: Euxeinos. Governance and Culture in the Black Sea Region 4 (2012). Internet and Politics in Russia. Guest Editor: Orlin Spassov (Sofia), S. 5-25. 

  • „Anthologiefiktion. Penčo Slavejkovs Auf der Insel
der Seligen und seine postmoderne Rezeption“. In: Dakova, Bisera; Schmidt, Henrike; Tihanov, Galin; Udolph, Ludger (Hg.). Die bulgarische Literatur der Moderne im europäischen Kontext. Zwischen Emanzipation und Selbststigmatisierung? München – Berlin: Sagner, 2013, S. 47-74.

  • „Mimicry Games, or The Creation of the Literary Canon as Art. Fictitious Anthologies in (Post)Modern Bulgarian Literature. In: CAS Working Papers Series. Issue 5, Sofia, 2013. 

  • „Postprintium? Digital Literary Samizdat on the Russian Internet“. In: Kind-Kovács, Friederike; Jabov, Jessie (Hg.). Samizdat, Tamizdat, and Beyond: Transnational Media During and After Socialism. New York: Berghahn, 2013, S. 221-244.

  • „Abstieg als Ausstieg? Der Obdachlose als role model in der bulgarischen Literatur der Transformationszeit“. In: Gölz, Christine; Kliems, Alfrun (Hg.). Spielplätze der Verweigerung. Topographien und Inszenierungsweisen von Gegenöffentlichkeit in Ostmitteleuropa. Köln [u.a.]: Böhlau: 2014, S. 419-443.

  • „Dostoevskij digital. Zum virtuellen Nachleben eines Klassikers im Internet“. In: Goes, Gudrun (Hg.). Dostojewski: Nachruf und Widerhall. Jahrbuch der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft. München – Berlin: Sagner, 2014, S. 137-161.

  • (gemeinsam mit Natalia Konradova) „From the Utopia of Autonomy to a Political Battlefield. Towards a History of the ‘Russian Internet’“. In: Gorham, Michael; Lunde, Ingunn; Paulsen, Martin (Hg.). Digital Russia: The Language, Culture and Politics of New Media Communication. New York: Routledge 2014, S. 31-53. 

  • „Martialische Wasser. Der Kurort als Topos (post-)kolonialer Expansion und Imagination in Mittel- und Osteuropa“. In: Kurilo, Ol’ga (Hg.). Kurort als Tat- und Zufluchtsort. Konkurrierende Erinnerungen im mittel- und osteuropäischen Raum im 19. und 20. Jahrhundert. Berlin: Avinus, 2014. Im Druck. 

  • „Russian Literature on the Internet. From Hypertext to Fairy Tale“. In: Gorham, Michael; Lunde, Ingunn; Paulsen, Martin (Hg.). Digital Russia: The Language, Culture and Politics of New Media Communication. New York: Routledge 2014, S. 177-193. 

 Interviews, Zeitungsartikel:

  • „‚Alles umsonst’? Die russische Internet-Literatur in der Krise?“
    Interview mit Jewgeni Gorny. In: Berliner Zimmer, September 2002.

  • „Auf den Spuren von Lenins Vermächtnis. Russische Internetcomics zwischen Kult, Kunst und Kommerz“.
    In: Telepolis. magazin der netzkultur, 15.11.2003.

  • „.SU alive! Webadressen der Domain .SU sind wieder zur Registrierung freigegeben. Die virtuelle Sowjet-Zone als Teil der Geschichte des russischen Internet“.
    In: Telepolis. magazin der netzkultur, 06.12.2003.

  • (gemeinsam mit Katy Teubener): „Schönheit vergeht ... Was bleibt von den Miss-Universe-Wahlen und der Stop-Barbie-Kampagne im russischen Internet?“
    In: Telepolis. magazin der netzkultur, 02.06.2004.

  • „Showtime oder Showdown? Das russische Internet feiert seinen zehnten Geburtstag. Gratuliert wird mit Mega-Event und Müllhalden-Metaphorik“.
    In: Telepolis. magazin der netzkultur, 25.11.2004.

  • „Urheberrechts-Piraterie oder Erhaltung nationalen Kulturguts? Russische Web-Bibliotheken stehen vor Gericht“.
    In: Telepolis. magazin der netzkultur, 18.05.2004.

  • (gemeinsam mit Katy Teubener und Nils Zurawski): „Von Zensur, die sich nicht lohnt, und Freiheit, die nichts ändert“. Interview mit Dmitri Iwanow.
    In: Telepolis. magazin der netzkultur, 19.01.2005.
     
  • Site-Review: „LitRes: Elektronischer Buchhandel zwischen Business und Piraterie“. In: Digital Icons: Studies in Russian, Eurasian and Central European New Media, No 5 (2011),S. 71-79 

  • „Russische E-Books. Gattungsinnovation aus ökonomischem Zwang?“. In: Buch. Form. Inhalt. Web Dossier des Goethe Institut Moskau, 2012. 
     

  • „Schnell lesen: Klassisches Buch gegen iPad & Co.“. In: Russland erLesen. Sonderheft Russland HEUTE zur Frankfurter Buchmesse, 2012, S. 6-7.
     

  • (gemeinsam mit Orlin Spassov) „Mit Papp-Pistolen gegen die politische Pseudo-Transformation“. Bürgerproteste in Bulgarien. In: Neue Zürcher Zeitung, 25.02.2014, Nr. 46, S. 19.



 Rezensionen:

  • „Kritik der Kritik. Birgit Menzel dokumentiert die Wechseljahre der russischen Literaturkritik in der Zeit der Perestrojka“ ( Birgit Menzel: Bürgerkrieg um Worte. Die russische Literaturkritik der Perestrojka. Köln u.a.: Boehlau Verlag 2001).
    In: IASL online, 12.01.2003.

  • Silke Glitsch. K.K. Slučevskij als Lyriker. Studien zu Leben und Werk. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 2003 (Opera Slavica, Neue Folge, Bd. 44).
    In: Osteuropa 7/2005, S. 183-184.

  • die horen. Nach danach – Neue Poesie aus Sankt Petersburg . Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik. Bd. 2/2004, Ausgabe 214. Zusammengestellt von Gabriele Leupold & Georg Witte. Redaktion: Johann P. Tammen.
    In: Osteuropa 7/2005, S. 178-180.

  • die horen. Nach danach – Neue Poesie aus Sankt Petersburg . Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik. Bd. 2/2004, Ausgabe 214. Zusammengestellt von Gabriele Leupold & Georg Witte. Redaktion: Johann P. Tammen.
    In: Osteuropa 7/2005, S. 178-180.

Übersetzungen und lyrische Übertragungen aus dem Russischen:

  • (gemeinsam mit Elvira Lefting): Oleg Januševskij.
    In: Ders.: Linija / Linie. St. Petersburg: Borej Art center, 1996.

  • Sergej Birjukov.
    In: Ders.: Jaja, Dada. Oder die Abschaffung des Artikels. Lautgedichte, russisch-deutsch. Aus dem Russischen von Henrike Schmidt, Bernhard Sames, Thomas Keith, Mala Vikaite & Viktor Kalinke. Leipzig: Edition Erata, 2004.

  • Anna Al’čuk. In: Diapason. anthologie deutscher und russischer gegenwartslyrik. Moskau: Universität Natalja Nesterova, 2005.
  • Nina Chabias. Guttapercha des gänsehäutigen Gehänges. Gedichte. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Henrike Schmidt. Mit einem Vorwort von Sergej Birjukov und Illustrationen von Djamal Djumabaeva. Edition Erata: Leipzig, 2008.

  • Anna Altschuk: schwebe zu stand – Gedichte. Mit einem Nachwort von Michail Ryklin und einem Werkstattbericht von Gabriele Leupold und Henrike Schmidt. Aus dem Russischen von Gabriele Leupold, Henrike Schmidt und Georg Witte. Auswahl und Zusammenstellung der Gedichte besorgte Gabriele Leupold zusammen mit Michail Ryklin und Henrike Schmidt. Berlin: Suhrkamp, 2010.

Übersetzungen und lyrische Übertragungen aus dem Bulgarischen: