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Chronologie der Ereignisse

Chronologie der Ereignisse | Basiserzählung

Zunächst wird die Erzählung – wie in der Lerneinheit „Grundlagen“ erläutert – segmentiert.

Das Segment (M) („wir“ wandern) signalisiert in „Entdeckung“ das Einsetzen der Basiserzählung, die erstmalige Koinzidenz von Geschichte und Erzählung. Es markiert den narrativen Akt und fungiert für die Analyse der Ordnung der Erzählung als ‚Nullpunkt’. Mit dieser einzigen Funktion ist gleichzeitig die gesamte Basiserzählung umfasst.

Im nächsten Schritt wird den Segmenten (A bis P) die entsprechende zeitliche Position in der rekonstruierten Geschichte per Nummerierung zugeordnet. Dabei wird beim frühesten Zeitpunkt der Geschichte (1) begonnen.



(E)
(D)
(F)
(A)
(B)
(B)
(G)
(H)
(I)
(J)
(K)
(L)
(N)
(O)
(P)
(M)

Chronologie der Ereignisse

Ein Industrieller entdeckt das Tal.
Er lässt in Vorbereitung auf einen Hotelbau eine Straße anlegen,
auf der Arbeiter Anstellung finden.
Das Hotel wird gebaut
und fertiggestellt.
Es gilt als das modernste und teuerste.
Vor der Eröffnung verunglückt der Sohn des Hotelbesitzers.
Dieser beschließt, das Hotel verfallen zu lassen,
zahlt das Personal aus,
entlässt es.
Die Zufahrtstraße wird abgeriegelt
und das Betreten des Tales verboten.
Unwetter zerstören Hotelfenster.
und tragen das Dach ab.
Bäume wachsen aus der Hotelküche.
Eine Gruppe Wanderer entdeckt die Ruine drei Jahre nach der Fertigstellung des Hotels.



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Nicht in jeder Erzählung wird sich einwandfrei zuordnen lassen, in welcher relationalen Zeitposition eine Handlung zu einer anderen steht, denn Texte geben dem Leser von Fall zu Fall unterschiedlich Hinweise auf einen Ereignisablauf. Mitunter verzichten sie – auch das mit Kalkül – gänzlich auf so genannte deiktische Angaben wie „drei Jahre nach seiner Fertigstellung“.