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Semantik

aus dem Griechischen; auch Semasiologie genannt.
Lehre von den Bedeutungen der Wörter oder genauer der sprachlichen Zeichen. Die Semantik ist ein Teilgebiet der Linguistik sowie der Semiotik.
Ihre Aufgaben bestehen aus
1) der Beschreibung der Bedeutungen von sprachlichen Zeichen. Gemeint ist – ausgehend von Saussures Zeichenmodell -, welche Vorstellungen bzw. gedanklichen Konzepte können den vorhandenen Lautfolgen zugeordnet werden und
2) der Beschreibung der Beziehungen, die mehrere Vorstellungen zueinander einnehmen können.

Die Untersuchungsgegenstände der Semantik lassen sich in die Gebiete Wort- und Satzsemantik aufgliedern:
Wortsemantik, auch Semantik der Arbitrarität genannt, untersucht die Grundbausteine von Sprache, d.h. die minimal bedeutungstragenden Einheiten unserer natürlichen Sprache werden untersucht. Dies gilt für alle Morpheme sowie für komplexe Ausdrücke, welche das Phänomen der Unterdeterminiertheit aufweisen. Dieses besagt, dass die Bedeutung des Gesamtausdrucks mehr ist als die Summe seiner Morpheme. In extremo kann die Bedeutung eines zusammengesetzten Ausdrucks auch rein arbiträr sein (häufig bei idiomatischen Redewendungen und Phraseologismen).
Satzsemantik untersucht die Bedeutungskonstruktion von zusammengesetzten Ausdrücken und will die Regeln der Zusammensetzung aufzeigen. Zusammengesetzt in diesem Sinne sind alle Ausdrücke, die teilbar sind und deren Bausteine eigenständige bedeutungstragende Zeichen sind.

(K.K.)