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Aktuelle Lehrveranstaltungen (werden als FSGS-Seminar anerkannt)

Seminare im Wintersemster 2022/23

Masterclass: Handling Manuscripts in the Late Middle Ages (Bereich: Literatur, (Inter-)Medialität und die Künste)
Leitung:
Kathryn M Rudy (Temporal Communities Distinguished Fellow of Global Literary Studies)
Format: Präsenz
Zeit: verschiedene Termine, siehe Programm
Ort: Department of Manuscripts and Early Printed Books, Staatsbibliothek zu Berlin
Das Seminar findet in englischer Sprache statt.

Kathryn M Rudy:

As I wrote in my forthcoming book, Touching Skin: How Medieval Users Rubbed, Touched, and KissedTheir Manuscripts, “Medieval manuscripts rarely survive into the modern era unscathed. Candle wax, water, and fire can disfigure books dramatically. Repeated handling can result in more subtle damage to images, parchment or paper folios, stitching, or bindings; these include applying grease or dirt through bodily contact, abrading material by repeatedly touching it, poking holes by sewing on objects, and degrading the fibers of parchment, paper, leather, and thread by repeatedly bending and unbending them. These activities leave traces that reveal how people have interacted with books. Heavy use is visible in dirty surfaces, tattered stitching, frayed edges, and deformed material.” In this masterclass we will consider those signs of wear as interpretable: they reveal aspects of books’ former use.

We will treat the manuscript as an object comprising parchment (or paper) folios, original and added text, images, decoration (including stain, ink, paint, gesso, and precious metals), a binding and sometimes a wrapper.Each of these layers divulges clues about how the manuscripts was used. Some were used in public ceremonies, others in “private” devotion. We will consider such signs of wear across a variety of books (especially in class lectures), as well as across a single manuscript (especially during the visits to the Staatsbibliothek). Dirt, stains, additions, and other signs of wear not only form interpretable information, but sometimes it can even be measured. We will consider doing so with both the physical object and the digital proxy.

Please register by October 17, 2022 by sending an email with your subject area and semester to Maraike Di Domenica (international@temporal.communities.de). A confirmation email will be sent after the registration deadline has passed. Following confirmed registration you will receive preparatory reading material and information about the location.


Seminar: Literatur im Spanischen Bürgerkrieg: Vergessene Geschichten von Frauen und jüdischen Freiwilligen (Bereiche: Literatur in transnationaler Perspektive; Literatur und Wissen)
Leitung:
Susanne Zepp-Zwirner
Format: Präsenz
Zeit: Montags, 14:0016:00 Uhr (erster Termin 17.10.2022)
Ort: KL 29/137 Übungsraum
Das Seminar findet in deutscher, spanischer und englischer Sprache statt.

Dieses Hauptseminar widmet sich den vergessenen Kapiteln der Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) und hat eine historisch-literaturwissenschaftliche Aufarbeitung jüdischer und weiblicher historischer Erfahrungen zum Gegenstand. Voraussetzung ist die Bereitschaft zur selbstständigen, aber durchweg betreuten Arbeit mit Archivmaterial, das Erzählungen zum Spanischen Bürgerkrieg enthält. Das Hauptseminar wird in Kooperation mit dem argentinischen Historiker Prof. Dr. Raanan Rein von der Tel Aviv University durchgeführt. Prof. Rein ist einer der führenden internationalen Experten zur Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs.

Die Struktur des Hauptseminars ist wie folgt: Die ersten sechs Sitzungen mit jeweils 90 Minuten Sitzungszeit finden in Präsenz in Raum KL 29/137 an der Freien Universität statt. In dieser Seminarphase werden die Studierenden nicht nur in den Gegenstand und die Forschungsfragen, sondern auch in das historische Material eingeführt, das der Seminararbeit als Grundlage dienen wird. Neben literarischen Texten handelt es sich dabei auch um bislang noch nicht erschlossenes Material aus dem Archivo General de la Guerra Civil Española im Centro Documental de la Memoria Histórica (CDMH) in Salamanca und dem Bundesarchiv, das in der Liegenschaft des Bundesarchivs in Berlin-Lichterfelde aufbewahrt wird. Ein gemeinsamer Archivbesuch in Lichterfelde gehört ebenfalls in diese Seminarphase. Von Dezember bis Mitte Januar erarbeiten die Teilnehmer*innen des Hauptseminars mit engmaschiger Betreuung von meiner Seite ihre schriftlichen Hausarbeiten. In den digitalen Blocksitzungen stellen die Studierenden Teilnehmer*innen des Hauptseminars ihre Arbeiten vor Fachkolleg*innen und Kommiliton*innen aus Israel und Spanien vor und diskutieren diese mit ihnen. Der Umfang der Blockanteile umfasst 10 Sitzungen mit jeweils 90 Minuten, die Präsenzanteile umfassen sechs Sitzungen mit jeweils 90 Minuten. Die Seminarsprachen sind Deutsch, Spanisch und z.T. auch Englisch.

Link zu der Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis.


Seminar: Wie wird man ein Klassiker? Literarische Kanonisierung in der italienischen Renaissance (Bereich: Literatur als Textpraxis)
Leitung:
Bernhard Huß
Format: Präsenz
Zeit: Mittwochs, 12:0014:00 Uhr (erster Termin 19.10.2022)
Ort: JK 31/125 (Habelschwerdter Allee 45)
Das Seminar findet in deutscher Sprache statt.

Die italienische Renaissance ist als Epoche von sehr starken Dynamiken geprägt, das ‚literarische Leben‘ neu zu ordnen. Dazu gehört zentral die Frage, welche Autor*innen und Texte als zentrale Modelle literarischen Schreibens exemplarische Bedeutung haben sollen. Es geht um die Zuschreibung von überzeitlichem Wert an ‚neue Klassiker‘ der italienischen Literatur. Wir wollen dieses Phänomen am Beispiel Francesco Petrarcas beleuchten: Er hat sich schon im 14. Jahrhundert selbst als eine Art von Klassiker stilisiert und hatte damit durchschlagenden Erfolg. Schon im 15. Jahrhundert wird er in verschiedenen Gattungen aufgegriffen und nachgeahmt, und im 16. Jahrhundert kommt es zu einer regelrechten ‚Gesetzgebung‘, die Petrarca als Vorbild für die Literatur installieren will. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf das ganze literarische und kulturelle Spektrum, von der Lyrik über die erzählende Literatur bis hin zu Bühnentexten (vor allem im Bereich von Tragödie und dann der frühen Oper). Das Seminar will dieser Dynamik an ausgesuchten Textbeispielen nachspüren und so einen Zugang zu einer der wichtigsten Phasen der italienischen Literaturgeschichte eröffnen.

Literaturhinweise:
Gerhard Regn, „Petrarca und die Renaissance“, in: Renaissance – Episteme und Agon, hg. von A. Kablitz / G. Regn (Heidelberg 2006) 11-45. Weitere Literaturhinweise vor Seminarbeginn jederzeit in den Sprechstunden von Bernhard Huß.

Link zu der Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis.


Seminar: Verschwörer und Komplotte bei Umberto Eco ('Il pendolo di Foucault', 'Il cimitero di Praga') (Bereich: Literatur und Wissen)
Leitung:
Bernhard Huß
Format: Präsenz
Zeit: Montags, 12:0014:00 Uhr (erster Termin 17.10.2022)
Ort: JK 31/201 (Habelschwerdter Allee 45)
Das Seminar findet in deutscher Sprache statt.

Umberto Eco, der mit einer etwas paradoxen Formulierung als postmoderner Aufklärer oder aufklärerischer Vertreter der Postmoderne bezeichnet werden kann, hat sich mit dem nicht nur heutigen, sondern auch historischen Phänomen der Verschwörungstheorien eingehend befasst: Dies gilt sowohl für seine literarische Produktion als auch für seine theoretischen und essayistischen Texte. Das Seminar möchte alle diese Bereiche ausleuchten und Ecos Behandlung der Verschwörungstheorien in Bezug zu historischen Kontexten und heutigen Debatten setzen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der Romane Il pendolo di Foucault (Verschwörungen der Tempelritter, der Rosenkreuzer, der Freimaurer, der Kabbalisten, der Jesuiten und anderer) und Il cimitero di Praga (weitere Verschwörungen, vor allem die vermeintliche „jüdische Weltverschwörung“, die die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“ behaupten).

Literaturhinweise:
Capozzi, Rocco: „Revisiting History: Conspiracies and Fabrication of Texts in Foucault’s Pendulum and The Prague Cemetery”, in: Italica 90.4 (2013) 620–649.
Eco, Umberto: Inventing the Enemy (London: Vintage Books 2013).
Eco, Umberto: „Conclusioni sul complotto: da Popper a Dan Brown”, in: Query 29 (2017) [Transkription des Vortrags an der Università degli Studi di Torino 2015] https://www.cicap.org/n/articolo.php?id=278419.
Leone, Massimo: „Fundamentalism, Anomie, Conspiracy: Umberto Eco’s Semiotics Against Interpretive Irrationality”, in: Umberto Eco in his Own Words, hg. von Torkild Thellefsen und Bent Sørensen (Boston/ Berlin: de Gruyter 2017) 221–229.
Rodríguez-Ferrándiz, Raúl: „Faith in fakes: Secrets, lies, and conspiracies in Umberto Eco’s writings”, in: Semiotica 227 (2019) 169–186.

Link zu der Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis.


Seminar: Grundlagentexte der Geistes- und Kulturwissenschaften II - Von Dilthey bis Latour (Bereiche: Literatur als Textpraxis; Literatur und Wissen)
Leitung:
Eva Geulen
Format: Präsenz (Humboldt Universität)
Zeit: Donnerstags, 10:0012:00 Uhr (erster Termin 21.04.2022)
Ort: Pergamonpalais, Raum 0.07, Georgenstr. 47, 10117 Berlin
Das Seminar findet in deutscher Sprache statt.

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Seminar: Hexen. Zur Geschichte eines Diskursphänomens in der Frühen Neuzeit (Bereich: Literatur und Wissen)
Leitung:
Jutta Eming
Format: Präsenz
Zeit: Donnerstags, 10:0012:00 Uhr (erster Termin 20.10.2022)
Ort: JK 29/124 (Habelschwerdter Allee 45)
Das Seminar findet in deutscher Sprache statt.

Eine Warnung: Im Vertiefungsseminar wird es NICHT um ‚Hexen‘ und ihre Verfolgung im Mittelalter gehen. Erstens handelt es sich bei beiden nicht um mittelalterliche Phänomene; sie ereignen sich vielmehr an der Schwelle zur und in der Moderne. Zweitens fällt die Behandlung der fraglichen Phänomene nicht in den Bereich der Literaturwissenschaft. Was sich literaturwissenschaftlich und mediävistisch hingegen zeigen lässt, ist die lange (Vor)Geschichte dieser Phänomene in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen literarischen, theologischen, juristischen und naturgeschichtlichen Diskursen, in denen Frauen gar nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Warum diese Diskurse trotzdem die ‚Hexe‘ mit hervorbringen, wird Gegenstand der Seminardiskussion sein. Wir werden uns mit der Idee der Teufelspakts und der Geschichte der Dämonologie ebenso befassen wie mit Dichtungen des Mittelalters, in denen vom Einfluss des Teufels und seiner Dämonen erzählt wird. Eine zentrale Rolle werden der berüchtigte ‚Hexenhammer‘ (Malleus Maleficarum) von 1486, die Historia D. Johann Fausten von 1987 und das Wagnerbuch von 1593 spielen. Zur Einführung: Es gibt keine bessere Einführung in die Thematik als die Lektüre des ‚Hexenhammers‘, der in einer preislich erschwinglichen Taschenbuchausgabe von Wolfgang Behringer u.a. zur Verfügung steht. Zur Anschaffung empfohlen wird auch die (kritische) Reclamausgabe des Faustbuchs.

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Seminar: Was ist globale Literaturgeschichte? Ansätze, Kritik, Perspektiven (Bereiche: Literatur in transnationaler Perspektive; Literatur und Wissen)
Leitung:
Anita Traninger
Format: Präsenz
Zeit: Mittwochs, 12:0014:00 Uhr (erster Termin 19.10.2022)
Ort: KL 32/102 Übungsraum (Habelschwerdter Allee 45)
Das Seminar findet in deutscher Sprache statt.

Literaturgeschichte gilt unausgesprochen als die hässliche Schwester der Literaturtheorie – positivistisch, theoriefrei, dabei von unauflösbaren Dilemmata geprägt: entweder durch nationale Begrenztheit oder aber eurozentristisch verzerrte, globale Disparatheit geplagt, somit insgesamt kein adäquater Reflexionsort für die Literaturwissenschaft. Im Seminar lesen und diskutieren wir Ansätze und Thesen von Walter Benjamin bis David Damrosch und fragen danach, wie Literaturgeschichte unter dem Vorzeichen des Globalen überhaupt aussehen könnte. Alle Texte werden zu Semesterbeginn auf Blackboard zur Verfügung gestellt.

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Seminar: Freud - Literary and Cultural Theory (Bereich: Literatur und Wissen)
Leitung:
Ulla Haselstein
Format: Präsenz
Zeit: Mittwochs, 10:0012:00 Uhr (erster Termin 19.10.2022)
Ort: 340 Hörsaal (Lansstr. 7/9)
Das Seminar findet in englischer Sprache statt.

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Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung:
Jutta Müller-Tamm und Anita Traninger
Format: Präsenz und digital
Zeit
Dienstags, 16:0018:00 Uhr
Ort
JK 33/121
Das Colloquium findet in deutscher und englischer Sprache statt.

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Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung:
Ulrike Schneider und Susanne Strätling
Format: Präsenz und digital
Zeit: Dienstags, 14:00 (s.t.) 15:30 (s.t.) Uhr
Ort: JK 33/121
Das Colloquium findet in deutscher und englischer Sprache statt.

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Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung:
Anne Eusterschulte
Format: Präsenz und digital
Zeit: Dienstags, 10:0012:00 Uhr
Ort: JK 33/121
Das Colloquium findet in deutscher und englischer Sprache statt.

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