Teilprojekt B09

Zur Performanz sprachlicher Gewalt oder: Warum Worte verletzen

Projektleitung: Prof. Dr. Sybille Krämer

Laufzeit: 01/1999-12/2010

Ziel dieser Projektphase war die Erarbeitung von Dimensionen des Performativen, die – im Gegenzug zum demiurgischen Gestus der Konstruktion, Erschaffung und Konstitution – entweder dem Gestus des Entzugs, des Widerfahrens und des Passivischen oder aber dem Gestus des Zerstörerischen verpflichtet waren. Im Mittelpunkt stand (i) das Phänomen der sprachlichen Gewalt, aber auch (ii) das Schweigen, bzw. Verstummen. Dazu kamen Phänomene, die auf Prozessen der Übertragung und eben nicht Erzeugung beruhen wie (iii) das ‚Botenmodell der Kommunikation‘ und (iv) das Phänomen der Zeugenschaft.

  
Projektrelevante Publikationen der letzten Förderphase:

Hannes Kuch, Steffen K. Herrmann (Hg.): Philosophien sprachlicher Gewalt. 21 Grundpositionen von Platon bis Butler, Weilerswist: Velbrück 2010.

Hannes Kuch (Hg.): Humiliation, Degradation, Dehumanization. Human Dignity Violated, hg. mit P. Kaufmann/C. Neuhäuser/E. Webster, Dordrecht u.a.: Springer 2010.

Sybille Krämer: Politik der Zeugenschaft. Zur Kritik einer Wissenspraxis, hg. mit S. Schmidt/R. Voges, Bielfeld: transcript 2011.

Sybille Krämer: Gewalt in der Sprache. Rhetoriken verletzenden Sprechens, hg. mit E. Koch, München: Fink 2010.

Sybille Krämer: Medium, Bote, Übertragung. Kleine Metaphysik der Medialität, Frankfurt: Suhrkamp 2008.

Alice Lagaay (Hg.): Ökonomien der Zurückhaltung. Kulturelles Handeln zwischen Askese und Restriktion, hg. mit B. Gronau, Bielefeld: transcript 2010.

Alice Lagaay (Hg.): Performanzen des Nichttuns, hg. mit B. Gronau, Wien: Passagen Verlag 2008. Alice Lagaay (Hg.): Nicht(s) Sagen, hg. mit E. Alloa, Bielefeld: transcript 2008.