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Prof. Dr. Gabriele Brandstetter

Prof. Dr. Gabriele Brandstetter

Institut/Einrichtungen:

Fachgebiet/Arbeitsbereich:

Seminar für Theater- und Tanzwissenschaft

Adresse Grunewaldstr. 35
Raum 146
12165 Berlin
Sekretariat (030) 838-503 23
Telefon (030) 838-503 23
Fax (030) 838-503 52
E-Mail theater-tanz@fu-berlin.de

Sprechstunde

Feriensprechstunden

  • Mittwoch, 27.07.2016 15.00 − 17.00 Uhr
  • Mittwoch, 24.08.2016 15.00 − 17.00 Uhr
  • Mittwoch, 12.10.2016 15.00 − 17.00 Uhr

Anmeldung bitte über das Sekretariat: theater-tanz@fu-berlin.de

Vita

1974-80 Studium der Germanistik, Geschichte, Politologie und Theaterwissenschaft in Erlangen, München, Regensburg und Wien.
1983 Dissertation in München: "Erotik und Religiösität. Zur Lyrik Clemens Brentanos". (Erschienen 1986 im Fink-Verlag.)
seit 1984

 

 

1986

Wissenschaftliche Assistentin am Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth,

Lehrveranstaltungen an der Universität Bayreuth im Bereich Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Theater- und Musiktheaterwissenschaft.

Akademische Rätin auf Zeit am selben Institut, Mitarbeit an "Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters".

1989 - 1992 Projekt in der DFG-Forschergruppe zum Thema "Weltbildwandel. Selbstdeutung und Selbsterfahrung" der Universität Bayreuth zu "Tanz und Avantgarde. Zur Rezeption von Fremdbildern".
1990 - 1992 Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung: Forschungsaufenthalt an der Universität Salzburg, Derra de Moroda Dance Archives.
1990/91

 

1991

Lehrauftrag am Institut für Musikwissenschaft und am Institut für Kultursoziologie der Universität Salzburg ("Methodenprobleme der Theater- und Tanzwissenschaft").

Habilitationsstipendium der DFG.

SS 1993 Habilitation mit der Arbeit " Lecture corporelle. Tanz, Theater und Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts" durch den Fachbereich für Sprachen und Literatur an der Universität Bayreuth. (Deren erster Teil wurde unter dem Titel "Tanzlektüren. Körperbilder und Raumfiguren der Avantgarde" im Fischer-Verlag 1995 veröffentlicht.)

Venia Legendi in den Fächern Neuere deutsche Literatur und Theaterwissenschaft.

seit WS 1993 Professorin an der Justus-Liebig-Universität Giessen, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, im Fach Drama - Theater - Medien.
seit SS 1997 Ordinaria für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Basel.
seit SS 2003 Professorin für Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin.
2005

 

2005 - 2007

Gründung des Zentrum für Bewegungsforschung am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin.

Geschäftsführende Direktorin am Institut für Theaterwissenschaft.

seit 2008

Ko-Direktorin des Int. Forschungskollegs "Interweaving Performance Cultures"

 

Auswärtige Tätigkeiten

1987 - 2008 u.a. in Adelaide, Lissabon, Tokyo, Melbourne, São Paulo, Melbourne, Italien, Princeton (USA), Kyoto, Harvard (USA), Jerusalem, Tel Aviv, Baltimore (USA),Santa Cruz, Bern, und 2002 als Distinguished Max-Kade Visiting-Professor an der Columbia University, New York.

 

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen/ akademischen Institutionen

• Vizepräsidentin der „Gesellschaft für Theaterwissenschaft“ (1996 – 2000)

• Mitglied des Heisenberg-Ausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) (1997 – 2000)

• Mitglied der Kommission für das Historische Museum Basel (1997 – 2003)

• Mitglied im Trägerverein des Literaturhauses Basel (1997 – 2003)

• Mitglied des Assessment Board for IRCHSS Senior Schemes, Dublin (2003/ 04)

• Mitglied des Universitätsrats der Universität Freiburg i. B. (1999-2007)

• Vizepräsidentin der „Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft“

• Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Tanzwissenschaft“

• Mitglied im Ausschuss für die Vergabe von Forschungspreisen im Wolfgang Paul- und im Sofja Kovaleskaja-Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung (bis 2007)

• Mitglied im Fachkollegium „Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Theater-, Film- und Medienwissenschaften“ der DFG (2004-2012)

• Mitglied in der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) , (2003-2009)

• Mitglied in der Fachkommission des „Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz Berlin“ (2005-2008)

• Mitglied in der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

• Jurorin für den Fachbeirat Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes

• Beiratsmitglied der japanischen Gesellschaft für Germanistik (seit 2009)

 

Preise:

  • 1996 Preis der Aby Warburg-Stiftung, Hamburg
  • 1998 Kulturförderpreis der Alexander Clavel Stiftung, Riehen/Basel
  • 2004 Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG
  • 2011 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Arbeitsschwerpunkte

  • Zeitgenössisches Theater, Tanz, Performance
  • Geschichte und Ästhetik des Tanzes vom 18. Jh. bis zur Gegenwart
  • Untersuchungen zur Geschichte und zu Theorien der Geschlechterdifferenz
  • Kunsttheorie und Theater der Moderne von 1900 und der Avantgarde
  • Literatur der Romantik
  • Literatur
  • Forschungsschwerpunkte zum Thema Tanz
  • Tanz und Avantgarde: Körperbilder und Raumfiguren zu Beginn des 20. Jh. Hier geht es um kulturwissenschaftliche Fragen zum Zusammenhang von Körperkultur und Lebensreform und zur Ausbildung von Körperdarstellungs- und Bewegungsformen im Ausdruckstanz.

  • Tanz und Literatur um 1900: Warum wird der Tanz für die Literatur (z.B. Mallarmé, Hofmannthal, Rilke) zu einem Modell für Poesie?
  • Tanztheorie: Untersuchung zum Verhältnis von Tanz und Schrift, Tanz und Aufzeichnung (Notation und Medien) und zum Verhältnis von Choreographie und Kartographie.
  • Untersuchung zum Tanz der Postmoderne und zum zeitgenössischen Tanz: zur Bedeutung von Alltagsbewegung im Tanz (was ist Gehen im Tanz?), zum Tanz als Experimentirlabor für Bewegung und zur Problematik von Reden über Bewegung.

 

Forschungsprojekte

1985 – 1988   

Wissenschaftliche, konzeptionelle und organisatorische Tätigkeit im Rahmen der Kongress- und Kolloquiumsveranstaltungen des Forschungsinstituts für Musiktheater; insbesondere für die Kolloquien über Hoffmanns Erzählungen, Ausdruckstanz, Einakter in Oper und Theater und Avantgarde und Postmoderne.

1989 – 1992

Projekt in der DFG-Forschergruppe zum Thema Weltbildwandel. Selbstbedeutung und Selbsterfahrung der Universität Bayreuth zu „Tanz und Avantgarde. Zur Rezeption von Fremdbildern.“

1995 – 1997

Internationales Forschungsprojekt im Rahmen des Programms Acções Integradas, DAAD, zum Thema „Tanz und Literatur. Beziehungen in der Europäischen Moderne“, zusammen mit Kolleginnen der Universität Lissabon.

1996 – 2002

Forschungsprojekt im DFG-Schwerpunkt Theatralität zu ‚Maskerade’: „Kastraten in der Oper“ und „Stimme in der Performance im 20. Jahrhundert“ (3 Mitarbeiter).

1997 – 2003

Laufendes Postgraduierten-Projekt, zusammen mit Prof. Dr. Gottfried Boehm: Bild und Bildlichkeit; Kolloquien zu „Selbstdarstellung“ (1998), „Körperinszenierungen und Medienrepräsentation“ und „Sehen“ (1999), „Bild und Medium“ (2000), „Bild und Metapher“ (2001), „Bild und Schrift“ (2002), „Bild und Kartographie“ (2003), „Bild und Affekt“ (2004), „Bild und Bewegung“ (2005).

2001 – 2005

Forschungsprojekt im Rahmen des Makro-Schwerpunkts Kultur der Universität zum Thema „Bild – Figur – Zahl“, zusammen mit Prof. Dr. Gottfried Boehm und Prof. Dr. Achatz von Müller.

2005 (Januar): Abschluss-Tagung des Projekts „Bild – Figur – Zahl“ in Basel unter dem Titel „Figur/ationen“.

2003 – 2005

Forschungsprojekt (mit einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle) zu „Figur als Szene. Zu Strukturen und Prozessen figuraler Darstellung in Literatur und Theater“, gefördert von der Thyssen-Stiftung.

seit 2004 (Dez.)

Forschungsprojekt zum Thema „Die Szene des Virtuosen“ (3 Mitarbeiter) im Rahmen des SFB 447 Kulturen des Performativen der FU Berlin.

Seit 2005

Forschungsprojekt „Iconic Criticism – Bildkritik. Macht und Bedeutung der Bilder“ (eikones), NFS/NCCR, seit 2005 (mit Prof. Dr. Gottfried Boehm)

Projekt „Zentrum für Bewegungsforschung“ im Rahmen des Leibnizprogramms. (Ausführliche Beschreibung auf der Website, s. "Weiterführende Links"!)

Forschungsprojekt: „Tanz und Wissen“, gefördert von der DFG

Seit  2007

Forschungsprojekt: „Prognosen über Bewegung“, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes

Forschungsprojekt „Topographien des Flüchtigen“ im Rahmen des SFB 626: Ästhetische Erfahrung

Seit 2008

Forschungsprojekt „Berühren und Rühren. Movere im Tanz“ im Rahmen des Exzellenz-Clusters Languages of Emotion

 

Beschreibung der Forschungsvorhaben

  • 1988 - 1993
    Im Kontext der DGF-Forschungsgruppe a. d. Universität Bayreuth zu Weltbildwandel. Selbstdeutung und Fremderfahrung: Projekt zu Tanz und Avantgarde. Zur Rezeption von Fremdbildern; hier wurde eine breite historische, auf der Auswertung von Zeitschriften basierende Untersuchung zur Rezeption von Körperbildern des asiatischen Tanzes (insbesondere Japan) innerhalb der Tanz- und Körperkultur-Reformbewegung des frühen 20. Jh. durchgeführt.
  • 1996 - 2000
    Forschungsprojekt im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogrammes Theatralität zu Maskerade. Hier wurden am Beispiel der Rolle von Kastraten in der Oper historische und ästhetische Fragen zur Differenz in der Darstellung von Stimme und Körper, von männlich (männliche Rolle) und weiblich (die Funktion der weiblichen Stimme) untersucht.
  • seit 2001
    Forschungsprojekt im Rahmen des Makroschwerpunktes Kultur der Universität Basel zum Thema Bild - Figur - Zahl. Hier geht es um Fragen einer Neu-Positionierung von Bildwissenschaften: Was verändert sich in der Auffassung von dem, was ein Bild (in der Kunst) ist, durch die neuen Medien, durch einen anderen Bilddiskurs in unserer Kultur und schließlich vor allem: im Zusammenhang von Bild (traditionell statisch gedacht) und Bewegung (die Frage nach der Bewegung, Performativität von Bildern).
  • seit 2005
    Projekt im Rahmen des SFB Kulturen des Performativen mit dem Titel: Die Szene des Virtuosen. Zu einer Grenz-Figur des Performativen. Anhand von Fallstudien zu einer Geschichte des Virtuosen werden Fragen des Zusammenhangs von (übersteigerter) Körpertechnik und Künstleridee untersucht sowie zum Charisma des (dämonischen, erotischen) Virtuosen, zur Bedeutung der Medien und Medientechnik und schließlich zur Frage: gibt es heute in unserer Kultur und Kunst noch Virtuosen, und wenn nicht, warum? Es geht um eine umfassende Analyse von Virtuosität als einer dem Handeln in seiner abendländischen Konzeptualisierung eingeschriebenen Möglichkeit zur Überschreitung, Verschiebung oder spielerischen Ver-Wendung einer Grenze des Machbaren.
  • seit 2006
    Projekt im Rahmen des SFB Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste mit dem Titel: A-Topographien des Flüchtigen. Übertragungs-Bewegung zwischen Choreographie - Architektur - Landschaft. Ziel des Projekts ist es, Topographien (als Choreographie, Architektur, Landschaft) von der Bewegung her zu betrachten: in der Spannung von Statik und Dynamik, und im Blick auf jene Aspekte der Transformation und des Ephemeren, die im Prozess der (ästhetischen) Wahrnehmung stattfinden. Im Zentrum der Untersuchungen stehen mithin jene Konzepte und Praktiken der Über-Tragung, die vermitteln zwischen künstlerischem Produktionsprozess und ästhetischen Objekt einerseits und den Prozessen ästhetischer Wahrnehmung andererseits.

Siehe Publikationsliste (wird regelmäßig aktualisiert) rechte Spalte ("Weiterführende Links").

Herausgeberschaften

  • Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur, A. Francke Verlag, Tübingen und Basel (1997 – 2004)
  • Reihe: Cultura, Rombach Wissenschaften, Rombach-Verlag, Freiburg i. B. (Mithg.)
  • Reihe: Scenae, Rombach Wissenschaften, Rombach-Verlag, Freiburg i. B. (Alleinhg.)
  • Reihe: TanzSkripte, transskript-Verlag, (Hg. zusammen mit Gabriele Klein).
  • Sprache und Literatur, München: Fink (Hg. zusammen mit Ludwig Jäger und Gerhard Kurz).

Siehe Publikationsliste (wird regelmäßig aktualisiert) rechte Spalte ("Weiterführende Links").