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Vorlesung | Felix Stenger. "Der Tod ist grotesk: Nachleben als Überleben"

02.06.2026 | 16:00 c.t. - 18:00
Valeska Gert and her Afterlives Poster

Valeska Gert and her Afterlives Poster

(Vortrag auf Deutsch)

Zwischen den grotesk getanzten Zeitdiagnosen Valeska Gerts fällt ein Tanz ins Auge, der mit ihrer lakonischen Formsprache zu brechen scheint: Der Tanz Tod, der zwar zeitgenössische Traditionen des Totenkults profanisiert, jedoch gleichzeitig Gerts Ästhetik der Unterbrechung unterbricht. Der Vortrag fragt, welche andere Perspektive auf den Tod sich hier eröffnet: Inwieweit der Tanz gegen den Tod rebelliert, und darin die Grenze von Tanz überhaupt berührt. In ihm überlebt ein utopisches Moment, das auf die Abschaffung des Todes spekuliert – und die Tatsache, dass wir sterben müssen, scheint dann das eigentlich groteske Moment zu sein.

Felix Stenger studierte Theaterwissenschaft, Philosophie und Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. 2025 wurde er dort mit einer Arbeit über Susanne Kennedy und The Agency promoviert („Enjoy Alienation. Entfremdungsgestaltung bei Susanne Kennedy und The Agency“, im Erscheinen bei Passagen Wien). Aktuell bereitet er ein Forschungsprojekt über die ästhetische Grammatik der Neuen Rechten vor.

Der Vortrag ist Teil der VorlesungsreiheValeska Gert and her Afterlives. FU Berlin / AdK / DAAD: 20 Jahre Valeska-Gert-Gastprofessur.

Zeit & Ort

02.06.2026 | 16:00 c.t. - 18:00

Hörsaal
Institut für Theaterwissenschaft
Freie Universität Berlin
Grunewaldstr. 35
12165 Berlin

Weitere Informationen

Dr. Lindsey Drury

l.drury@fu-berlin.de