Lecture | Kirsten Maar. 'Dis-artikulation in Jule Flierls „Störlaut“ und Eszter Salamons „Voices and Witches“ und „Das Valeska Gert Monument“'
(Vortrag auf Englisch)
Jule Flierl beschreibt Störlaut als “ein untergründiges Geräusch, ein Widerstand in der Sinnproduktion, der den harmonischen Ablauf von Ordnungsapparaten untergräbt“. In ihrer Hommage an den Tontanz von Valeska Gert wird die Stimme, die den Körper durchquert, zum Ort der Disartikulation. Eszter Salamon wiederum betont die archäologische Dimension in MONUMENT 0.3/0.5 „in which the untraceable, unheard and unseen are re-hallucinated, giving rise to a new territory of meaning and sense of intimacy.” Beiden geht es um eine spekulative Re-animation der Figur Valeska Gerts. Mein Beitrag geht diesen queeren Praktiken der Entäußerung nach.
Dr. Kirsten Maar ist Tanz- und Theaterwissenschaftlerin und Dramaturgin und lehrt an der FU Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen u.a. choreographische Verfahren im 20. Jahrhundert, Entgrenzungen zwischen bildender Kunst, Architektur und Choreographie, Ethiken des Kuratierens und des Dramaturgischen. Im DFG-Sonderforschungsbereich „Intervenierende Künste“ forscht sie zu „Choreographien der Intervention. Formate und Praktiken der Dekolonisierung und der Ökologie“, ebenso ist sie Principal Investigator im DFG-Graduiertenkolleg „Normativität – Kritik – Wandel“.
Der Vortrag ist Teil der VorlesungsreiheValeska Gert and her Afterlives. FU Berlin / AdK / DAAD: 20 Jahre Valeska-Gert-Gastprofessur.
Zeit & Ort
16.06.2026 | 16:00 c.t. - 18:00
Hörsaal
Institut für Theaterwissenschaft
Freie Universität Berlin
Grunewaldstr. 35
12165 Berlin
Weitere Informationen
Dr. Lindsey Drury
l.drury@fu-berlin.de

