Valeska Gert and her Afterlives. FU Berlin / AdK / DAAD: 20 Jahre Valeska-Gert-Gastprofessur
Dienstags, 16:00-18:00 c.t.
Hörsaal
Institut für Theaterwissenschaft
Freie Universität Berlin
Grunewaldstr. 35
12165 Berlin
Politische Dissidentin, Kabarettistin, Filmstar, Clubbesitzerin, Provokateurin, jüdische Exilantin, experimentelle Performancekünstlerin und Fernsehschauspielerin: Valeska Gert überlebte zwei Weltkriege und war auf zwei Kontinenten als Künstlerin erfolgreich, die sich keiner Kategorie zuordnen ließ. Als echte Rebellin schuf Gert ein Werk, das alle Grenzen der darstellenden und zeitbasierten Künste überschritt und die sogenannten „populären“ und „hohen“ Kunstwelten respektlos miteinander vermischte. Die von Lindsey Drury und Lucia Ruprecht kuratierte Ringvorlesung nimmt das 20-jährige Jubiläum der Valeska-Gert-Gastprofessur zum Anlass, Gerts Beiträge zu Tanz, Film, Performancekunst, experimentellem Theater, Klangkunst, Dadaismus, queerer und feministischer Kultur sowie Aktivismus zu feiern. Tanzwissenschaftler*innen und internationalen Gastredner*innen diskutieren Gerts Bedeutung im Kontext des Weimarer Tanzes, ihre Position während der Jahre des Nationalsozialismus, ihre autobiografischen Schriften und ihre antiautoritäre, queer-feministische künstlerische Arbeit. Die Ringvorlesung verbindet den Forschungskontext der Universität mit den Beständen zu Gert im Archiv der Akademie der Künste Berlin, untersucht zeitgenössische Ansätze zu Gerts Werk von Künstler*innen wie Jule Flierl und Eszter Salamon und befasst sich mit dem Einfluss, den Gert auf historiografische und theoretische Entwicklungen in der Tanzwissenschaft hatte. Die Ringvorlesung vermittelt damit ein aktuelles Bild der Forschung zu einer der faszinierendsten Persönlichkeiten der Tanzgeschichte.
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April 14 |
Eröffnungsveranstaltung: Valeska Gert SeasonLucia Ruprecht Valeska Gert und das Nachleben von Gesten |
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April 21 |
Yvonne Hardt Re-Searching Valeska Gert: Methodologische Herausforderungen und Transformationen der Tanzwissenschaft |
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April 28 |
Lindsey Drury Hexe: Gert als Nachleben |
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May 5 |
Kate Elswit Valeska Gerts Provokationen für die Tanzwissenschaft |
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May 12 |
Susanne Foellmer Valeska Gert: Kunst als kritische Praxis |
| May 19 | Diese Woche findet keine Vorlesung statt. |
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May 26 |
Paul Flaig Vom Groteskfilm zum Grotesktanz: Valeska Gert zwischen dem Kino der Weimarer Republik und amerikanischem Slapstick |
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June 2 |
Felix Stenger Der Tod ist grotesk: Nachleben als Überleben |
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June 9 |
Christina Thurner Kaleidoskope eines Tänzerinnenlebens. Valeska Gerts autobiografische Schriften |
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June 16 |
Helene Herold Valeska Gert and Her Afterlives - Das Valeska-Gert-Archiv im Archiv der Akademie der Künste |
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June 23 |
Kirsten Maar Dis-artikulation in Jule Flierls „Störlaut“ und Eszter Salamons „Voices and Witches“ und „Das Valeska Gert Monument“ |
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June 30 |
Jacqueline Davis “Enttäuschend”, “deprimierend”, “ungewöhnlich”: Valeska Gert in America (1936, 1939-1947) |
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July 7 |
Susan Manning Mary Wigman und Valeska Gert |
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July 14 |
Eunice Martins Abschlussverantstaltung: Tagebuch einer Verlorenen (Diary of a Lost Girl, G.W. Pabst, Deutschland 1929) mit Live-Klavierbegleitung |

