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Forschungsprofil von Univ.-Prof. Dr. Michaela Sambanis - Überblick

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über meine wichtigsten Forschungsschwerpunkte. Einen zentralen Baustein bildet die Verknüpfung von Didaktik und Neurowissenschaften. Ziel ist es außerdem, Verknüpfungen von Forschung und Lehre sowie von Theorie, Empirie und Praxis herstellen zu können. Die Verknüpfung wird u.a. durch interdisziplinäre Zusammenarbeit erreicht, durch die Beteiligung von Qualifikanten und Studierenden an Projekten, außerdem durch aktiv betriebene Wissenschaftskommunikation, durch Rückspiegelung von Forschungsprojekten und daraus hervorgehenden Erkenntnissen in die scientific community, die interessierte Öffentlichkeit und in die Lehreraus- und -fortbildung.


Empirische Forschung

Die empirische Erforschung von relevanten Fragestellungen zum Englischunterricht (im weiteren Sinne) bildet einen Schwerpunkt der Didaktik Englisch an der FU Berlin und zeigt sich u.a. auf Ebene der in der Fachdidaktik Englisch betreuten Masterarbeiten, die i.d.R. eine Forschungsfragestellung und ein geeignetes Studiendesign zu deren Operationalisierung entwickeln, um Daten in der Praxis erheben zu können. Auch die Mehrzahl der Doktorarbeiten der Fachdidaktik Englisch an der FU verfolgt das Ziel, einen Beitrag zu einer evidenzbasierten Fremdsprachendidaktik zu leisten.

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Im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts k2teach (TP3) erforscht die Didaktik des Englischen den Einsatz von Lehr-Lern-Laboren in der Englischlehrkräfteausbildung.


Translationale Forschung

Der Blick über die Grenzen der Englischdidaktik zu den Bezugswissenschaften ist für viele Fragestellungen und Themen von Bedeutung, wobei einer der Schwerpunkte auf Erkenntnissen der Neurowissenschaften liegt. Im Sinne einer im Bereich der Didaktik des Englischen angesiedelten translationalen Forschung geht es darum, die Anwendbarkeit z.B. neurowissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis des Englischlehrens- und -lernens zu überprüfen und daraus hervorgehende Erkenntnisse so zugänglich zu machen, dass von einem Übersetzen von Forschung in die Praxis (translationale Forschung) sowie von einem Rückspiegeln von Erkenntnissen insbesondere in die Fremdsprachendidaktik als Wissenschaft  gesprochen werden darf (vgl. u.a. Sprache, Emotionen, Bewegung). Bei translationaler Forschung, wie ich sie verstehe, geht es nicht um ein möglichst rasches, oftmals intuitives Übersetzen von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Rezepte für den Englischunterricht und auch nicht um ein, mit den Worten Manfred Spitzers gesprochen, „gefühltes“ Wissen, sondern vielmehr um ein evidenzbasiertes Überprüfen grundlagen-/bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis zusammen mit Praktikern, auf das erst in einem weiteren Schritt das eigentliche Übersetzen folgt.