Gastforscher*innen

Aktuelle Gastforscher*innen

  • Comparini, Alberto, Dr.

Kontakt: compa@alumni.stanford.edu
Status: Research Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: September 2018-August 2020
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Alberto Comparini ist Humboldt-Stipendiat an der Freien Universität Berlin. Er hat an der Universität Genua studiert und an der Universität Stanford (USA) promoviert. Dr. Comparini beschäftigt sich mit der italienischen Literatur aus einer interdisziplinären und vergleichenden Perspektive: seine Forschungsinteressen sind die Literaturtheorie, die Rezeption der griechischen und lateinischen Klassiker sowie die Beziehungen zwischen Literatur und Philosophie. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen die Monografien La poetica dei Dialoghi con Leucò di Cesare Pavese (Mimesis 2017, Pavese Preis 2018), Geocritica e poesia dell'esistenza (Mimesis 2018) und Un genere letterario in diacronia. Forme e metamorfosi del dialogo nel Novecento (Fiorini 2018)". Comparini ist außerdem Herausgeber von Ovid's Metamorphoses in Twentieth-Century Italian literature (Winter Verlag 2018). Sein aktuelles Forschungsprojekt an der Freien Universität Berlin fokussiert die lyrische Theorie in der italienischen Renaissance, insbesondere die Konstruktion des Charakters und der "Fictional Worlds".

  • Di Santo, Federico, Dr.

Kontakt: federico.disanto84@gmail.com
Status: Marie Skłodowska-Curie Research Fellow
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: November 2016-Oktober 2019
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Federico di Santo studierte Klassische Philologie sowohl an der Universität als auch der Scuola Normale Superiore in Pisa und promovierte anschließend in Vergleichender Literaturwissenschaft. Gleichzeitig führte er seine musikalische Ausbildung am Konservatorium in L’Aquila als Violinist und Komponist fort. Die Schwerpunkte seiner Forschung sind der Dichter Torquato Tasso, die Epik der italienischen Renaissance – besonders Bezüge zur Homerischen Dichtung –, Literaturtheorie und Ästhetik (Genealogia della mimesis, 2016), Musikdramaturgie sowie die italienische Metrik und Stilistik. In diese letzten Bereiche lässt sich auch sein zweijähriges Forschungsprojekt einordnen, das er derzeit als Marie Skłodowska-Curie Research Fellow an der Freien Universität Berlin unter der Betreuung von Prof. Dr. Bernhard Huß durchführt. Das Ziel ist dabei, eine Theorie und Geschichte des Reims in der italienischen und europäischen Literatur auszuarbeiten.

  • Fantappiè, Irene, Dr.

Kontakt: irene.fantappie@fu-berlin.de
Status: DFG-Projekt "Lukian von Samosata in der italienischen Literatur der Frühen Neuzeit - Ein anti-paradigmatisches Paradigma"
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: April 2018-März 2021
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Irene Fantappiè besetzt eine DFG-finanzierte Eigene Stelle zur Leitung eines Forschungsprojekts an der Freien Universität Berlin. Ihre Promotion hat sie an der Universität Bologna nach dem Studium an derselben Universität und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg erworben, ferner war sie Gastdoktorandin am University College London. Sie war Alexander-von-Humboldt-Stipendiatin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin (SFB 644 Transformationen der Antike), außerdem visiting scholar an der Columbia University und ist Leiterin der 3. Forschungseinheit des FIRB-Projekts Storia e mappe digitali della letteratura tedesca in Italia nel Novecento (Università di Roma La Sapienza). Ihre Forschung befasst sich mit der italienischen Literatur vom Cinquecento bis zur Gegenwart mit besonderem Fokus auf Fragen der Übersetzung, der Umschreibung und der Intertextualität. Zu ihren Publikationen zählen Karl Kraus e Shakespeare (2012), L'autore esposto (2016), Renaissance Rewritings (2017, herausgegeben mit H. Pfeiffer e T. Roth). Ihr aktuelles Forschungsprojekt untersucht die Rezeption Lukians von Samosata in der italienischen Literatur der Frühen Neuzeit.

  • Gabbay, Cynthia, Dr.

Kontakt: cynthia.gabbay@mail.huji.ac.il 
Status: Experienced Research Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: November 2018-April 2020
Gastgeber: Prof. Dr. Susanne Zepp

Kurzprofil:

Dr. Cynthia Gabbay is a visiting researcher at Freie University of Berlin. Her project “Jewish Women Writing Utopia following the Spanish Civil War” has been awarded an Alexander von Humboldt Fellowship for Experienced Researchers. Dr. Gabbay holds a PhD (2012) in Romanic and Latin American Studies from The Hebrew University of Jerusalem. Her book Los ríos metafísicos de Julio Cortázar: de la lírica al diálogo was published in 2015. A manuscript on Street Art in Buenos Aires: Symbols of a Revolution and a second manuscript An Intellectual Biography of Micaela Feldman/Etchebehere – An Anti-Authoritarian Feminist, resulting from her research at The Harry S. Truman Research Institute for the Advancement of Peace (2011-2018) are in preparation. She completed postdoctoral research at the Department of Hebrew and Comparative Literature at the University of Haifa (2013-2015), at Elyachar Center and the Center for the Study of Conversion and Religious Encounters (2015-2017), and at the Department of General History (2017-2018) at Ben Gurion University of the Negev. For the last three years, she has worked as a research associate at the European Research Council’s project “Apartheid–The Global Itinerary: South African Cultural Formations in Transnational Circulation, 1948-1990”, where she studied the poetry of Nancy Morejon and discourses of transnational solidarity. Her research interests are Latin American modern and contemporary poetry and literature, political art, Hispanic Jewish literature, semiotics and metafiction.

  • Migliorini, Arianna

Kontakt: a.migliorini2710@gmail.com
Status: Forschungsaufenthalt im Rahmen des Doktorandenprogramms „Forschung und Studien zur Antike, dem Mittelalter und dem Humanismus“ (Ricerche e studi sull’Antichità, il Medioevo e l’Umanesimo - RAMUS) an der Universität Salerno
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: Mai 2019-Oktober 2019
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss und Dr. Irene Fantappiè

Kurzprofil:

Arianna Migliorini hat an der Universität Pisa den Master Philosophie und Wissensformen mit einer Arbeit zu erasmianischen Elementen im Denken Giordano Brunos (‘Sophisticus hominum vultus.’ Bruno, Erasmo e il mondo rovesciato) erfolgreich abgeschlossen. Momentan frequentiert sie im zweiten Jahr das Doktorandenprogramm „Forschung und Studien zur Antike, dem Mittelalter und dem Humanismus“ (Ricerche e studi sull’Antichità, il Medioevo e l’Umanesimo - RAMUS) an der Universität Salerno, wo sie mit Professor Maurizio Cambi an einem Projekt zur philosophischen Bedeutung des paradoxen Gesprächs im 14. und 15. Jahrhundert arbeitet. Diese Studien vertieft sie an der Freien Universität Berlin unter Betreuung von Prof. Dr. Bernhard Huss und Dr. Irene Fantappiè. Ihre Forschungsinteressen betreffen vor allem die Kultur der italienischen und europäischen Renaissance, mit besonderem Augenmerk auf der Rezeption und der Entwicklung des literarischen Motivs mundus invernus sowie der Dialektik von Kontrast/Interaktion zwischen scheinbar antithetischen Konzept-Paaren wie Ernst und Witz, Wirklichkeit und Schein, Maske und Antlitz im historisch-philosophischen Kontext der Renaissance.

  • Pich, Federica, Dr.

Kontakt: f.pich@leeds.ac.uf
Status: Experienced Research Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: November 2019-April 2021
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Federica Pich ist Privatdozentin für Italienisch an der University of Leeds, wo sie stellvertretend das Leeds Centre for Dante Studies leitet. Sie studierte an der Universität Pisa und der Scuola Normale Superiore, an der sie promovierte und weiterhin als Post-Doc tätig war. Sie ist Autorin der Monographie I poeti davanti al ritratto. Da Petrarca a Marino (2010) und ihre Forschungsschwerpunkte betreffen die Literatur des Mittelalters und der Renaissance, insbesondere die lyrische Tradition, Dante und Ariost, sowie die Beziehung zwischen Literatur und bildender Kunst in der Frühen Neuzeit und literarische Darstellungen des Lesens. Sie war Andrew W. Mellon Visiting Professor am Courtauld Institute of Art in London (2016) und arbeitet aktuell gemeinsam mit Simon Gilson (University of Oxford) und Guyda Armstrong (University of Manchester) an dem Projekt Petrarch Commentary and Exegesis in Renaissance Italy (c.1350-c.1650), das durch den Arts and Humanities Research Council (AHRC) finanziert wird.

Für das Projekt Framing the Lyric Subject Matter: Prose Headings in Italian Books of Poetry (c.1450-c.1650) (2019-2021) an der Freien Universität Berlin, erhielt sie das Humboldt-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler. Das Projekt widmet sich einem noch weitgehend unberücksichtigten Aspekt rinascimentaler Paratexte, nämlich den Prosa-Bildunterschriften, welche, von Inkunabeln bis hin zum frühen 17. Jahrhundert, häufig die Texte in Gedichtbänden begleiten. Die synchrone und diachrone Analyse eines umfangreichen Korpus von Sammlungen einzelner Autoren und Anthologien soll dabei helfen, Formen und Funktionen dieser Prosa-Strukturen und ihre Verbindungen mit benachbarten Traditionen, wie der Petrarca-Exegese, zu beleuchten. Da die Paratexte (die einmal der Form des Themas, dann wieder dem der Deklaration oder Erläuterung nahekommen) sowohl eine Schwelle darstellen, über die man in den lyrischen Text eintritt, als auch einen konzeptionellen Rahmen, welcher Thema oder Sujet des Textes bestimmt, soll die Untersuchung ebenfalls dazu beitragen, Nutzung und Konzeption der Paratexteinder prämodernen Poesie zu klären, um damit (Dis)kontinuitäten zwischen Praxis und Theorie der Lyrik aufzudecken.

Ehemalige Gastforscher*innen

  • Cascio, Giovanni, Dr.

Kontakt: casciogiovanni@gmail.com
Status: Research Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: November 2016-Januar 2018
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Giovanni Cascio erhielt 2011 den Titel Doctor europaeus an der Universität Messina im Bereich Philologie. Seine wissenschaftliche Aktivität konzentriert sich hauptsächlich auf den italienischen Humanismus, insbesondere auf die lateinischen Werke Francesco Petrarcas. Cascio veröffentlichte 2015 eine neue, kommentierte Version des Liber sine Nomine in der Reihe Petrarca del Centenario, die unter der Schirmherrschaft der Commissione per l’Edizione Nazionale delle Opere di Francesco Petrarca herausgegeben wird. Momentan arbeitet er an einer textkritischen Ausgabe des Itinerarium ad sepulchrum domini nostri Yehsu Christi. Seit Januar 2016 arbeitet er als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Freien Universität Berlin an einem Projekt über die antiken Kommentare zum Bucolicum carmen. Cascio ist Redakteur der Zeitschrift Studi medievali e umanistici.

  • Favaro, Maiko, Dr.

Kontakt: maiko.favaro@unifr.ch
Status: Marie Skłodowska-Curie Research Fellow
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: September 2015-August 2017
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Maiko Favaro, derzeit Marie Skłodowska-Curie Research Fellow an der Freien Universität Berlin, hat nach seiner Hochschulausbildung an der Scuola Normale Superiore di Pisa Lehr- und Forschungstätigkeiten an verschiedenen Institutionen ausgeübt (Harvard University, École Normale Supérieure de Paris, École Normale Supérieure de Lyon, Université de Fribourg, Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien in Innsbruck, Università di Trieste und Università di Udine). Er ist Autor einer Monographie (L’ospite preziosa. Presenze della lirica nei trattati d’amore del Cinquecento e del primo Seicento, 2012) und verschiedener Aufsätze vor allem zur Literatur des sechzehnten und siebzehnten (Lyrik, Liebestraktate und Liebesbriefe, Ritterepik) sowie des zwanzigsten Jahrhunderts (Saba, Penna, Manganelli). Er wurde mit dem Canadian Society for Italian Studies Award 2011 und dem Premio Tasso 2016 ausgezeichnet.

  • Renna, Salvatore

Kontakt: salvatore.renna3@unibo.it
Status: Forschungsaufenthalt im Rahmen des Projekts "Il mito classico nei Dialoghi con Leucò di Cesare Pavese"
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: Oktober 2018-Juli 2019
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Salvatore Renna ist Doktorand an den Universitäten von Bologna und L'Aquila. Nach seinem Studium der klassischen Philologie an der Universität Turin befasste er sich vor allem mit der modernen Rezeption klassischer Mythen in der italienischen Literatur und mit Literaturtheorie, vor allem in Bezug auf das Thema Landschaften. Sein aktuelles Forschungsprojekt, das von Prof. Massimo Fusillo von der Universität L'Aquila betreut wird, zielt auf die mythische Umschreibung der Dialoghi con Leucò von Cesare Pavese, einem Werk, dem Renna bereits seine erste Monographie gewidmet hat (Tra mito e Dio. Cesare Pavese lettore a Casale Monferrato, Torino, Collana Gianni Oberto, 2017). Während der vergangenen Monate hat er zur Serie “Grandi Miti Greci” in der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera beigetragen, die von Giulio Guidorizzi ediert wird. Salvatore Rennas Beiträge konzentrierten sich auf die Rezeption des Orpheus-, des Dionysos- und des Prometheus-Mythos und er selbst ist Herausgeber des Bandes zum Poseidon-Mythos (Poseidone. La forza del profondo, Milano, Grandi Miti Greci, 2018).

  • Tavoni, Mirko, Prof. Dr.

Kontakt: mirko.tavoni@gmail.com
Status: Gewinner des Forschungspreises der Alexander von Humboldt-Stiftung
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: Januar-Dezember 2017
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Mirko Tavoni ist Professor für Italienische Sprachwissenschaft und Philologie mit Schwerpunkt auf den Werken Dante Alighieris an der Universität Pisa. Er führte Studien zur vergleichenden Geschichte linguistischer Ideen der Renaissance und zu Dante durch – insbesondere zu seinen Sprachmodellen (in der übersetzten und kommentierten Version von De vulgari eloquentia, 2011), ferner zur Interpretation der Kernaussagen verschiedener Werke und zur Entwicklung der Identität des Autors Dante vor dem Hintergrund seiner wechselhaften Lebensumstände (Qualche idea su Dante, 2015). Er ist Präsident des interuniversitären Konsortiums Italian Culture on the Net (ICoN), das sich der Verbreitung der italienischen Sprache und Kultur im Ausland widmet. Als Gewinner des Humboldt-Forschungspreises wird er 2017 Gast an der Freien Universität Berlin und dem Italienzentrum sein, wo er ein umfangreiches Forschungsprojekt über die visionären Aspekte der Divina Commedia durchführen wird.

  • Vatteroni, Selene, Dr.

Kontakt: selene.vatteroni@gmail.com
Status: Research Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung
Zeitraum und Dauer des Forschungsaufenthaltes: April 2017-April 2019
Gastgeber: Prof. Dr. Bernhard Huss

Kurzprofil:

Selene Vatteroni (Pietrasanta, 1988) ist Humboldt Fellow an der Freien Universität Berlin. Sie hat an der Universität Pisa sowie an der Scuola Normale Superiore studiert, an der sie 2015 im Fach italienische Philologie promoviert hat. Frau Dr. Vatteroni hat sich hauptsächlich mit der italienischen Dichtung des 14. Jahrhunderts beschäftigt, indem sie z. B. die kritische und kommentierte Ausgabe der Sonette des florentinischen cancelliere Ventura Monachi hervorgebracht hat (Pisa, ETS, 2017), aber sie hat sich auch für die Syntax und die Lexikografie des alten Italienischen interessiert. Ihr Interesse hat sie in letzter Zeit der Dante-Kritik des Risorgimento sowie der florentinischen Dichtung des Rinascimento zugewandt. Ihr unter Betreuung von Prof. Dr. Bernhard Huss durchzuführendes Forschungsprojekt strebt eine monographische Analyse von Benedetto Varchis canzoniere an, eine Analyse, die darauf abzielt, ihn im literarisch-kulturellen Umfeld des Cinquecento zu kontextualisieren, indem sie die Arten und Weisen der Rezeption Petrarcas, den Einfluss Dantes, den Beitrag philosophischer Strömungen und v.a. die Verbindungen zwischen all diesen Faktoren unter die Lupe nimmt.