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Intervenierende Künste. Begriffe, Verfahren, Prozesse

Intervenierende-Kuenste

Intervenierende-Kuenste
Bildquelle: diaphanes

Jürgen Brokoff, Karin Gludovatz, Matthias Warstat (Hg.) – 2026

Konzepte und Praktiken des Intervenierens rücken ins Zentrum der Künste und Wissenschaften und bestimmen zunehmend das Spannungsfeld von Ästhetik und Politik. Der Interventionsbegriff kann das Ineinander von künstlerischem und aktivistischem Handeln fassbar machen, das jenseits etablierter Kunstformen und -gattungen heterogene Handlungskomplexe, Ereignisse und Praktiken hervorbringt. Die Relevanz des Interventionsbegriffs ist dabei vor allem mit einem Wirkungsversprechen verbunden: dass das Intervenieren als künstlerische Praxis in lebensweltliche Zusammenhänge bestehender Systeme eingreift und damit gesellschaftliche Veränderungen initiiert. Jedoch erscheint es keineswegs eindeutig, inwiefern und auf welche Weise Künste tatsächlich intervenieren. Vollziehen sich die bewirkten Veränderungen nicht häufig jenseits programmatischer Geltungsansprüche und Proklamationen, finden sie gleichsam in untergründigen Transformationsprozessen statt? Das Intervenieren als Denkfigur der Geistes- und Sozialwissenschaften kann deutlich über ein aktivistisches Kunstverständnis hinausgehen, wenn das ›Dazwischentreten‹ so verstanden wird, dass künstlerische und gesellschaftliche Strukturen grundsätzlich ineinander verwoben sind. Mit dieser Verwobenheit steht der Kunstbegriff selbst zur Disposition. Der Band erkundet das begriffliche Feld künstlerischen Intervenierens, die damit verbundenen künstlerischen Praktiken und die diesen zugrunde liegenden längerfristigen sozialen Entwicklungsprozesse.

Titel
Intervenierende Künste. Begriffe, Verfahren, Prozesse
Verfasser
Jürgen Brokoff, Karin Gludovatz, Matthias Warstat (Hg.)
Verlag
Diaphanes
Ort
Zürich, Berlin
Datum
2026-03-20
Kennung
978-3-0358-0889-6
Sprache
ger
Art
Text
Größe oder Länge
488 Seiten